Der Winter macht sich langsam bemerkbar, die Berggipfel präsentieren stolz den ersten Schnee, die Tage werden kürzer und die Temperaturen merklich kühler. Zeit, dass du dein Winter-Equipment fit machst für den Start ins Schneevergnügen.

Aber nicht nur Ski, Helm und LVS sollten geprüft werden, auch deine Winterbekleidung freut sich, wenn sie vor dem harten Einsatz bei Wind und Wetter noch eine Art „Bekleidungs-Wellness-Programm“ durchlaufen darf. Mit unseren Tipps bist du perfekt vorbereitet, wenn der erste Powder-Alarm den Winter einläutet.

INHALT
1. Ski-Check: Für Fahrspaß und Sicherheit  
2. Skihelm-Check: Für perfekten Kopfschutz
3. LVS-Geräte-Check: Nicht nur für Skitourengeher 
4. Bekleidungs-Check: Material-Wellness zum Saisonstart

1. Ski-Check: Für Fahrspaß und Sicherheit

© guruXOX / Fotolia

Eigentlich gehören die Ski direkt nach Saisonende zum Service. Aber irgendwie kommt doch immer was dazwischen: Ostern, Pfingsten, der Sommerurlaub – und wusch ist der Schnee schon wieder da … Rostige Kanten, graue, trockene Beläge und Gebrauchsspuren zeigen die schonungslose Wahrheit. Höchste Zeit, die Bretter für den ersten Pisteneinsatz wieder fit zu machen, denn ein professioneller Skiservice bedeutet neben Fahrspaß auch Sicherheit!

Eine perfekte Präparation beeinflusst entscheidend den Kantengriff, das macht den Ski präzise in der Führung und das sorgt für Sicherheit. Gut gewachste Ski lassen sich zudem leichter drehen als Bretter mit knochentrockenem Belag. Ob du den „großen Service“ in Heimarbeit machst oder deine Ski vom Fachmann generalüberholen lässt, entscheidest du. Aber ohne Kenntnisse solltest du dich vielleicht eher nicht an die Kanten wagen, denn je nach Neigungswinkel kann aus einem moderaten Genuss-Carver ruckzuck ein ungenießbares Vehikel werden, das nur noch optisch an Ski erinnert…

Tipp: Ski nach jedem Pistentag mit einem Handbesen vom Schnee befreien und dann mit einem weichen Tuch trockenwischen. Danach die Brettl mit Skiriemen fest verzurren, dann kann nichts scheuern. Achtung: Frisch geschliffene Kanten sind scharf! Achte auf deine Finger, oder lass zum Abtrocknen die Handschuhe besser noch an, zum Schutz vor Schnittwunden.

2. Skihelm-Check: Für perfekten Kopfschutz

Studien zufolge können über 80 Prozent der Schädel-/Hirn-Verletzungen mit einem Helm vermieden werden. Eine Zahl, die für sich spricht und offensichtlich auch bei den Skifahrern ankommt, denn mittlerweile sind die „Oben-Ohne-Fahrer“ zu einer kleinen Minderheit geschrumpft.

Deinen Helm solltest du vor dem ersten Einsatz auf mögliche Haarrisse überprüfen. Im Helm hängt der Kellermuff? Du kannst alle herausnehmbaren Textilien wie Polster und Earpads waschen. Durch eine sanfte Handwäsche mit mildem Haarshampoo wird dein Skihelm sauber und duftet frisch.

Tipp: Nach 3 bis 5 Jahren im Einsatz solltest du deinen Helm austauschen!
Du hattest einen Sturz? Oftmals bilden sich mikrokleine Risse im Material, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, aber den Schutz bei einem Folgesturz möglicherweise nicht mehr gewährleisten. In beiden Fällen raten wir dringend zu einem Neukauf.

Kauftipps Skihelme:

  • Achte beim Kauf auf die CE-EN 1077 Norm – nur diese sind für den Skisport geeignet und geprüft.
  • Der Skihelm sitzt perfekt, wenn er bei offenem Kinnriemen eng sitzt, ohne zu drücken und auch bei leichtem Kopfschütteln nicht verrutscht. Der Helm sollte nicht zu tief im Nacken sitzen und das Sichtfeld sollte uneingeschränkt sein.
  • Du hast dir erst eine neue Skibrille gekauft? Dann nimm sie zum Helmkauf mit. Helm und Skibrille müssen miteinander harmonieren.

3. LVS-Geräte-Check: Nicht nur für Skitourengeher

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Lawinen, pah, das betrifft doch nur Skitourengeher? Nein. Auch Schneeschuhwanderer bewegen sich im nichtpräparierten Gelände, das je nach Hangneigung und Exposition der Tour eine potenzielle Lawinengefahr darstellt. Entsprechend gehören LVS-Gerät, Schaufel und Sonde auch bei Schneeschuh-Fans zur Standardausrüstung.

Für alle gilt jedoch: Wechsel die Batterien im LVS-Gerät gleich zu Saisonbeginn, oder prüfe deren Leistung mit einem Messgerät .

Tipp: Melde dich zu Beginn einer neuen Wintersaison zu einem LVS-Kurs an. Viele Alpenvereinssektionen und Bergschulen haben LVS-Trainings im Angebot. So kannst du deine Kenntnisse wieder auffrischen, denn im Fall einer Lawine zählt jede Sekunde.

4. Bekleidungs-Check: Material-Wellness zum Saisonstart

Wellness in Zusammenhang mit Winterjacken und -hosen zu nennen, ist gewagt, das geben wir zu. Aber: Eine gut gepflegte Winterjacke hält dich definitiv länger trocken und warm. Schließlich hängt die Lebensdauer deiner Bekleidung auch von der richtigen Pflege ab. Deswegen: Gönn deinem Winter-Outfit ein kleines Wellness-Programm, und befreie es im Schonwaschgang von Schmutz und Fett. Auch Membranen lieben es, frei atmen zu können. Nur so bist du bestens ausgerüstet für den Kampf gegen Nässe, Wind und Kälte.

Nachfolgend haben wir als allgemeinen Überblick die wichtigsten Material-Informationen für dich zusammengestellt. Beachte dabei jedoch immer auch die eingenähten Pflegeetiketten – die Angaben dort haben natürlich immer Priorität. Dann bist du garantiert auf der sicheren Wasch-Seite.

Membran – wie funktioniert das?

Das Grundprinzip jeder Membran ist die Abwehr von Wasser, Schnee und Wind bei gleichzeitiger Durchlässigkeit von warmer Luft nach außen.

Unser Partner Gore-Tex® verarbeitet bei seinen Membranen beispielsweise über 1,4 Milliarden mikroskopisch kleine Poren pro Quadratzentimeter. Diese Poren sind gut 20.000 Mal kleiner als ein Wassertropfen, aber 700 Mal größer als ein Wasserdampfmolekül. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass die Membran wasserdicht und zugleich atmungsaktiv ist.

Eine Gore-Tex®-Membran ist eine extrem dünne Schicht (0,01 mm dick). Aus diesem Grund wird die Membran mit Innenschicht und Obermaterial fest verbunden.

Membran-Jacken waschen, geht das?

Absolut! Die volle Funktion ist nämlich nur bei sauberen Jacken gewährleistet. Der Irrglaube, dass die Membranfunktion mit dem Waschgang kaputtgeht, hält sich allerdings hartnäckig.

Tipps:

  • Wasche deine Jacke unbedingt nach Waschanleitung.
  • Vor dem Waschen solltest du alle Reißverschlüsse, Klettverschlüsse und Druckknöpfe schließen und das Teil auf links wenden.
  • Verwende möglichst Spezial-Flüssigwaschmittel für Membranbekleidung (erhältlich im Sportfachhandel), auf keinen Fall Weichspüler oder Vollwaschmittel.
  • Schleudern am besten nur ganz kurz auf schonendster Einstellung.

Die meisten Jacken können in den Wäschetrockner gegeben werden, bei geringer Trommelfüllung und niedriger Temperatur. Hier unbedingt das eingenähte Pflegeetikett beachten.

Imprägnierung von Membran-Jacken – was beachten?

Sie ist eine der Grundvoraussetzungen, um die Funktion der Membrane zu unterstützen: Die Imprägnierung. Der Oberstoff deiner Bekleidung wurde bereits bei der Herstellung imprägniert. Diese Imprägnierung kannst du durch Wärmezufuhr reaktivieren (z.B. im Trockner, falls laut Pflegeetikett erlaubt, oder mit einem Haartrockner bei geringer Temperatur aus ca. 10-15 cm Entfernung).

Zudem solltest du deine Jacke regelmäßig nach etwa 2-3 Wäschen mit einem speziell dafür geeigneten (silikonfreien) Imprägniermittel (erhältlich im Sportfachhandel) behandeln.

Darf ich auch meine Jacke mit PrimaLoft®-Füllung waschen?

Auch hier ein klares Ja! Die feinen Mikrofasern sind absolut pflegeleicht und können bei 30°C oder 40 °C – je nach Angabe – in der Waschmaschine gewaschen werden.

Ansonsten gelten die gleichen Regeln und Tipps wie oben: Kein Weichspüler oder Vollwaschmittel, ganz kurz und schonend schleudern, Trockner je nach Pflegeetikett.

Wichtig: Gleich nach dem Trockenprogramm rausnehmen, damit die restliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Tipp: Beachte unbedingt die Waschanleitung, denn beim Waschen kommt es nicht nur auf das Isolationsmaterial an, sondern auch darauf, welche anderen Materialien verarbeitet sind.

Bitte nicht: Die feinen Mikrofasern nicht bügeln, bleichen und chemisch reinigen.

Kein Stress mit der Schöffel Service Factory: Einfach Einschicken und wir geben deinem Lieblingsstück das volle Wellness-Programm

Deine Lieblingsstücke liegen auch uns am Herzen. Unsere Service Factory beschäftigt an unserem Standort in Schwabmünchen 15 Näherinnen, die Reparaturen mit Originalmaterialien durchführen, Änderungswünsche entgegennehmen und auf Wunsch auch reinigen und imprägnieren.

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