Farbenfroh, funktional und mit zahlreichen Features – das ist Outdoor- und Wander-Bekleidung, wie wir sie heute kennen und lieben. Das war allerdings nicht immer so… Wirf mit uns einen Blick zurück auf die Anfänge der Bergsport-Bekleidung.

INHALT
Outdoor-Bekleidung? Gab’s nicht. 
Farbe? Von wegen.
Leicht und handlich? Keine Chance.
Funktionale Features? Fehlalarm.
Skibekleidung? Teuer und aus Baumwolle.
Outdoor und Style? Inzwischen salonfähig.

Vor 50 Jahren hat unser heutiger Seniorchef Hubert Schöffel eine wichtige Entscheidung getroffen – und unserem Unternehmen eine völlig neue Richtung gegeben: Schluss mit der Produktion von Straßenhosen. Es folgte die Umstellung auf Bergsport- und Wanderbekleidung. Warum das eine mutige Entscheidung war und wie Outdoor-Bekleidung vor 50 Jahren aussah (oder eben auch nicht…) – das verrät er Dir hier.

Outdoor-Bekleidung? Gab’s nicht!

Zeitreise: Hubert Schöffel erinnert sich an das Nachkriegsdeutschland Anfang der 60er-Jahre, als sich allmählich die Früchte der harten Arbeit zeigten:

„Ich wusste: Das Schlimmste haben wir überwunden. Wir denken jetzt auch an einen maßvollen Wohlstand. Und zum Wohlstand gehört Freizeit, und zur Freizeit gehört Sport und Bewegung. Und das war dann der Punkt, wo mir klar war, es ist Zeit für Neues. Ich war wild entschlossen, auf Sport zu setzen, auf Wandern und Bergsport und Ski.“
Hubert Schöffel

Heute ist das ganz einfach: Wer sich neue Outdoor-Bekleidung zulegen möchte, hat die Qual der Wahl. Ein vielfältiges Angebot für fast jeden Anspruch wartet nur ein paar Schritte oder ein paar Klicks entfernt.

Vor rund 50 Jahren war das jedoch etwas ganz Anderes:

Wandern und Bergsport, das hatte damals niemand im Angebot. Niemand. Es gab ein paar Zelthersteller, die nebenher ein paar Anoraks gemacht haben. Es gab ja höchstens fünf Sportgeschäfte in Deutschland, die so etwas überhaupt geführt haben.”
Hubert Schöffel

Und das war dann natürlich auch nicht die Art von Outdoor-Bekleidung, wie wir sie heute kennen:

„Wanderbekleidung gab es ja gar nicht. Es gab nur Bergsportbekleidung.“
Hubert Schöffel

Und wie sah die damals aus?

Farbe? Von wegen!

Hellblau, Dunkelblau, Rot oder Grün – das sind nur einige Farben, mit denen unsere Damen ZipIn! Jacket Alyeska ums Eck kommt. Und auch unsere Herrenjacke Adamont muss sich farbtechnisch keineswegs hinter der grauen Felswand verstecken.

Das war aber keineswegs immer so. Vor 50 Jahren sah die Farbwelt noch ganz anders aus:

„Bergsport-Bekleidung war damals eine Art Tarnbekleidung in der Natur. Es gab nur sandfarben oder beige. Und oliv – das war schon eine verwegene Farbe.“
Hubert Schöffel

Oliv eine verwegene Farbe? Na zum Glück hat sich Hubert Schöffel damit damals nicht zufrieden gegeben und Farbe in den Bergsport gebracht.

Die Geschichte dazu findest Du übrigens hier: > Und plötzlich kommt Farbe in den Bergsport

Leicht und handlich? Keine Chance!

Aber sie war nicht nur recht farblos, die Outdoor-Bekleidung vor rund 50 Jahren – sie war auch ganz schön schwer:

„Vor 50 Jahren galt der Grundsatz: Je schwerer, desto besser. Man hält das heute für ganz unglaublich, aber: Die Hose musste schwer sein. Der Anorak musste was wiegen. Vom Rucksack wollen wir gar nicht sprechen. Von den Stiefeln, die genagelt waren.  Man schleppte da 20 Kilo von Hütte zu Hütte. Das war eine ganz andere Welt.“
Hubert Schöffel

Gewisse Packeselqualitäten benötigte man also damals als Wanderer. Sicher, manch einer benötigt die auch heute noch – aber keineswegs wegen der Jacke. Unsere Gore-Tex® Jacket Nagano1 für Damen wiegt beispielsweise rund 576 Gramm (Größe 38), die Daunenjacke Kashgar nur federleichte 314 Gramm (Größe 38), das Herrenmodell Keylong 368 g in Größe 50.

Funktionale Features? Fehlalarm!

Wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv? Eine Wassersäule von > 28.000 mm? Abriebfest, mit Belüftungsreißverschlüssen und abnehmbarer Kapuze? Das schafft beispielsweise unsere Jacke Padova mit links. Atmungsaktive Regenjacken gehören heutzutage zu den Leichtgewichten unserer Wanderbekleidung.

Vor gut einem halben Jahrhundert war das – wer hätte es gedacht – natürlich ganz anders. Eine Jacke hatte zwei Taschen. Eine Kapuze, ok, die war auch da. Aber dann wurde es langsam schon eng…

Ende der 70er Jahre jedoch war es soweit: neue Materialien, neue Beschichtungsverfahren und neue Trends bestimmen die Textilwirtschaft.

Die Erfindung der wind- , wasserdichten und strapazierfähigen  Membran, die – auflaminiert zwischen Innenfutter und Oberstoff – vor Wind und Regenwetter schützt und gleichzeitig die  Schweißmoleküle nach außen durchlässt, revolutioniert die Outdoor-Bekleidung. „GORE-TEX®“ wird geboren – und Hubert Schöffel ist maßgeblich daran beteiligt, dass GORE-TEX® nach einem sehr holprigen Start Mitte der 80er Jahre endlich seinen wohlverdienten Siegeszug antreten kann.

 Die ganze Geschichte erzählt Dir Hubert Schöffel  > hier.

Skibekleidung? Teuer und aus Baumwolle

Ein Skifahrer in den 30er Jahren. | © LiliGraphie / Fotolia

Aber nochmal zurück zu den 60ern: Wie war das eigentlich im Skisport? Der alpine Skilauf hat sich schließlich vor allem ab den 50er Jahren zum Breitensport entwickelt. Geschuldet war das dem verstärkten Bau von Skipisten mit Seilbahnen und Skiliften und dem zunehmenden Ausbau der touristischen Infrastruktur. Auf einmal musste man nicht mehr mühsam hinauflaufen, wenn man hinabfahren wollte.

Waren es im Jahre 1950 weltweit noch rund 5 Millionen Skifahrer, so stieg die Zahl auf rund 35 Millionen im Jahre 1975. Und die wollten natürlich auch ausgestattet werden…  Zu Beginn sind die Damen und Herren noch mit Strick- und Wollpullovern auf der Piste unterwegs. Aber auch das änderte sich nach und nach, und auch hier hat Hubert Schöffel ab den 60er Jahren kräftig mitgemischt:

„Wir haben dann Keilhosen gemacht, die erste Jet-Hose, kurzum:
Wir haben immer neue Ideen gebracht, die den Markt aufgemischt haben.”

Hubert Schöffel

Fakt am Rande: Skimode damals war übrigens weitaus teurer als heute, wenn man ihre Preise im Verhältnis zum damaligen Einkommen betrachtet.

Outdoor und Style? Inzwischen salonfähig!

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der für unsere Eltern und Großeltern damals wahrscheinlich unvorstellbar gewesen wäre: Outdoor ist heutzutage salonfähig geworden. Outdoor-Bekleidung ist stylish und inzwischen schon ganz selbstverständlich im alltäglichen Leben verankert.

Zusätzlich gibt es eigene Kollektionen, die den Anspruch haben, beides zu verbinden – wie beispielsweise unsere neue OUTLEISURE Kollektion:

„Denn Outdoor ist kein Ort, sondern ein Lebensgefühl. Und wir sind der Meinung, dass Outdoor-Kleidung lässig sein darf und Alltagskleidung funktionell.“
Peter Schöffel, CEO

Die Ausrüstung ist heute weitaus komfortabler als noch vor 50 Jahren. Sie ist bunt, funktional, attraktiv geschnitten. Und Bergsportbekleidung wird keineswegs nur noch von Leistungssportlern getragen. Sondern im Großstadtdschungel, von Alltagshelden und Asphaltcowboys. Outdoor, das ist inzwischen eben ein Lebensgefühl.

Und zu guter letzt gibt es da noch diese eine Sache, die auch nach einem halben Jahrhundert noch genauso ist wie sie damals war: Unsere Leidenschaft für die Berge, das draußen sein und die Natur. Und das wird sich auch in den nächsten 50 Jahren nicht ändern.

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