Der Walchensee in den bayerischen Voralpen ist ein Multisport-Hotspot: Hier treffen sich Windsurfer, Mountainbiker, Trailrunner und natürlich Wanderer. Die perfekte Location für die Produktion unseres Schöffel Lookbooks Sommer 2017. Und wir haben dort nicht nur tolle Fotos geschossen, sondern auch die Umgebung für Dich erkundet. Folge uns in die bayerische Idylle und erlebe atemberaubende Panoramatouren auf drei der schönsten Gipfel.

INHALT
Der Herzogstand: Auf den Lieblingsgipfel von König Ludwig
Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten
Jochberg für Sportliche

Gardasee-Feeling inmitten von Bayern. Hier treffen Lederhosen auf Boardshorts. Walchensee Wanderer fühlen sich wie im Paradies, wenn sie die atemberaubenden Aussichten der berühmtesten Münchner Hausberge wie Herzogstand, Heimgarten und Jochberg genießen. Übrigens waren schon unsere Bayern Könige Max und Ludwig fasziniert von deren Ausblicken und erklärten diese Gipfel zu ihren Lieblingsplätzen. Wir stellen Dir die schönsten Varianten dieser Klassiker vor, für Einsteiger, Aufsteiger und Genießer.

 

Der Herzogstand: Auf den Lieblingsgipfel von König Ludwig 

Wandern am Walchensee: Blick vom Herzogstand
Herzogstandhaus | © iStock / Tinieder

Wer die Begriffe Walchensee und Wandern kombiniert, landet automatisch beim Herzogstand Walchensee! Der Paradegipfel in den bayerischen Voralpen zählt zu den berühmtesten „Münchner Hausbergen“. Und das nicht zuletzt aufgrund seiner Vielseitigkeit.

 

Herzogstand für Einsteiger und Familien

Gemütliche Auffahrt mit der Herzogstandbahn. Den atemberaubenden Ausblick auf den türkis-grünen Walchensee gibt es kostenlos dazu. Oben angekommen, geht es am Herzogstandhaus vorbei über einen gut erkennbaren und technisch einfachen Pfad Richtung Herzogstandgipfel. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel läuft man in steileren Serpentinen nach oben. Die Gehzeit ab Bergstation beträgt zwischen 30 und 45 Minuten. Am Gipfel lädt ein Pavillon zur Pause mit der mitgebrachten Brotzeit und einem atemberaubenden Panorama: Im Süden liegt der Walchensee, im Hintergrund die imposante Karwendel Gipfelszenerie. Im Norden glitzert der Kochelsee, und der Blick geht weit ins Flachland Richtung München.

Sattgesehen geht es auf dem gleichen Weg zurück. Dann entweder wieder mit der Seilbahn oder zu Fuß über den Steig H2 ins Tal. Der Pfad startet direkt am Herzogstandhaus und endet an der Bergbahn-Talstation.

Herzogstand für Wanderer und Familien mit mehr Kondition

Du bist schon ein wenig trainiert und Dein Nachwuchs findet Wandern auch klasse? Dann kannst Du über den Waldsteig H2 aufsteigen. Los geht’s an der Talstation der Herzogstandbahn. Von hier führt der Steig bis hoch an das Herzogstandhaus, ab hier führt Dich der gleiche Weg zum Gipfel wie in der vorherigen Variante beschrieben. Der Abstieg erfolgt analog der Aufstiegsroute.

 

Toll für die Kids: Am Ufer des Walchensees liegt eine Wikinger-Siedlung. Michael „Bully“ Herbig drehte 2008 in der „Sachenbacher Bucht“ seinen Kinorenner „Wickie und die starken Männer“. Ein Teil der dafür errichteten Wikinger-Siedlung in der Ortschaft Walchensee steht heute noch und kann besichtigt werden.

Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten

Abendpanorama vom Herzogstand | © topics / Fotolia

Ein besonderes Schmankerl für geübte Bergwanderer ist die Gratwanderung vom Herzogstand auf den Heimgarten. Diese Tour sollte nicht unterschätzt werden. Sie setzt Schwindelfreiheit und Trittsicherheit voraus.

Auffahrt mit der Herzogstandbahn. Von der Bergstation geht es am Herzogstandhaus vorbei zum Herzogstand-Gipfelpavillon (1731 m). Hier startet die Gratwanderung zum Heimgarten: Über Latschenpfade und felsige Passagen (teilweise drahtseilversichert) geht es in stetem Auf und Ab in ca. 2 Stunden zum Gipfel.  Auf 1790 m erwartet Dich ein fantastischer 360° Rundblick. Die Heimgartenhütte liegt nur wenige Meter unterhalb. Nach einer Stärkung folgst Du dem Schild „Walchensee/Talstation“.

 

Jochberg: Für sportliche Wanderer, Familien und Trailrunner

Auf dem Jochberg | © iStock / FooTToo

Technisch einfach, das ist er, der Jochberg, aber mit seinem knackigen Start durch den steilen Bergwald nicht die erste Wahl für komplette Neulinge. Die erste Stunde hat es in sich: In vielen steilen Serpentinen, teils über Holzstiegen und Felstreppen, geht es bergwärts. Die Sportler unter euch können sich freuen: Diese Passage ist das ideale Trainingsgelände für die Oberschenkel und trainiert die Hubkraft. Ungeübte kommen hier schon mal aus der Puste, brennende Muskeln inklusive.

Wenn Dich der Bergwald wieder frei gibt, hast Du den steilsten Abschnitt der Tour erfolgreich absolviert. Der Blick nach rechts geht in liebliches Almgelände, mit der etwas tiefer gelegenen Jocheralm. Links kannst Du einen Tiefblick in die imposante und steilabfallende Jochberg Nordwand „riskieren“. Die letzten Höhenmeter geht es auf einem einfachen Pfad zum Gipfel. Die Almwiese mit ihren kleinen Terrassen bietet perfekte Sitzgelegenheiten für die müden Wanderer.

Während sich die Oberschenkel ein wenig erholen können, hast Du Zeit, das Panorama ausgiebig zu genießen: Im Nordwesten liegt der Kochelsee, weiter im Flachland glitzert der Ammersee. Ostwärts siehst Du die Benediktenwand und im Süden protzt das Karwendel mit der Birkkarspitze. Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg. Für eine leckere Brotzeit lohnt sich der kleine Abstecher zur Jocheralm.

Alternativ könnt ihr von der Jocheralm über den Fahrweg weiter ins Tal absteigen.  Am Uferweg geht es dann wieder zurück zum Parkplatz am Kesselbergpass (Ufermarsch: ca. 30 Minuten).

 

 

Jochberg für ambitionierte Bergwanderer: 2-Tages-Tour: Du willst mehr? Kein Problem: In 2 Etappen geht es vom Jochberg über die Tutzinger Hütte nach Lenggries. Die Tour führt von Urfeld über den Jochberg zum Rabenkopf nach Ried/Benediktbeuren. Am nächsten Tag geht es über die Tutzinger Hütte auf die Benediktenwand und weiter über den Latschenkopf zum Brauneck. Eine Gondelfahrt bringt Dich nach Lenggries. (Maximiliansweg, Etappe 12 und Etappe 13).

Wandern am Walchensee: Infos

… und Bilder zum Einstimmen auf Deine Wanderung am Walchensee findest Du in unserem aktuellen Schöffel Lookbook Sommer 2017.

Titelbild: © ULorenzer / Pixabay