Du willst Wandern und dabei die Natur erleben? Höhenmeter sind eher Nebensache? Du freust Dich über optische Reize und atemberaubende Ausblicke in einer eigenwilligen Landschaft? Dann wird Dich die Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge begeistern.

INHALT
Über die Sächsische Schweiz
Tour 1: Auf den Wegen der Romantiker wandern
Tour 2: Anspruchsvolle Stiegentour mit Klettersteig (Häntzschelstiege)
Tour 3: Schluchtenwanderung bei Stadt Wehlen
Mit Schöffel unterwegs im Elbsandsteingebirge
Karte

Über das Elbsandsteingebirge und den Nationalpark Sächsische Schweiz

Die Elbe und ihre Nebenflüsse haben den Sandstein kunstvoll in Form gebracht. Ein Steinmetz hätte es nicht besser gekonnt: Tafelberge, freistehende Felsnadeln aus Sandstein und Felsriffe ragen aus den dichten Wäldern in die Luft. Die höchste Erhebung misst gerade einmal 562 Meter. Romantisch, mystisch, schroff: Das ist sie, die Sächsische Schweiz, wie der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges in der Nähe von Dresden auch genannt wird.

Und wer hat es erfunden? Die Schweizer natürlich. Die Künstler Adrian Zingg und Anton Graff, Studenten der Dresdener Kunstakademie, gaben einst aus Sehnsucht nach ihrer Heimat der Region den Namen Sächsische Schweiz.

 

Das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz

© mp1982_06 / Fotolia

Schon Künstler der Romantik ließen sich von der malerischen Schönheit der Felsen inspirieren, komponierten Musik und verewigten ihre Eindrücke in berühmten Kunstwerken.

Carl Heinrich Nicolai, einer der ersten Wanderführer dieser Region, schrieb 1801:

“Welche hohe Empfindungen gießt das in die Seele!
Lange steht man, ohne mit sich fertig zu werden.
Schwer reißt man sich von dieser Stelle fort.”

Er sprach von der Bastei, dem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Das Felsriff fällt hier auf über 194 Metern steil zur Elbe ab und bietet Fernsicht in das Elbtal. Eine Treppe mit 487 Stufen führt auf den Fels, die Bastei-Brücke weiter zur Felsenburg Neurathen aus dem frühen 13. Jahrhundert.

Die Bastei ist aber auch ein trauriges Indiz dafür, dass Schönheit vergänglich ist. Ein Teil des weltberühmten Aussichtspunktes ist für immer gesperrt, weil der Sandstein buchstäblich unter den Füßen der vielen Tausend Besucher pro Jahr zerbröckelt ist.

 

Wiege der Freikletterei

Sächsische Schweiz: Wiege des Freikletterns
© Visions-AD / Fotolia

Der Reiz der Sächsischen Schweiz beruht nicht nur auf der landschaftlichen Schönheit, sondern hat auch viel mit der Historie zu tun. Hier wurde Klettergeschichte geschrieben: Schon Ende des 19. Jahrhunderts verzichteten Kletterer auf geschlagene Griffe und Tritte, um auf den Gipfel zu kommen. Die Sächsische Schweiz gilt somit als Wiege der Freikletterei. Zur Fortbewegung in der Vertikalen darf nur der Fels und der eigene Körper eingesetzt werden, das Seil dient lediglich der Absicherung. Und noch heute sind metallene Hilfsmittel wie Klemmkeile verboten, um den empfindlichen Fels zu schonen. Diese strenge Kletterethik ist einmalig in der Welt.

 

Kraxelspaß mit Aussicht

Aber keine Sorge, Du brauchst keineswegs große Kletterambitionen, um in der Sächsischen Schweiz Spaß zu haben. Die Wanderrouten sind überaus gut abgesichert und enthalten dabei auch steile Passagen. Diese überwindest Du über Stiegen – eine sächsische Spezialität.

Auf hölzernen, metallenen oder in Stein geschlagenen Trittstufen, Metallstäben und Leitern kletterst Du Kamine empor oder lässt Dich an Eisengeländern über schmale Grate leiten. Stiegen gibt es in vielen Varianten: von familienfreundlich bis schwindelerregend. Anspruchsvollere Routen sind als Klettersteige ausgebaut, hier brauchst Du Klettersteigset und Helm.

Wir stellen Dir drei ganz besondere Wanderungen und Klettersteige in der Sächsischen Schweiz vor. Für ein verlängertes Wochenende oder gleich eine ganze Woche in den Sommerferien.

1. Elbsandsteingebirge: Auf den Wegen der Romantiker wandern

Schrammsteine | © ARochau / Fotolia

Der bekannteste Wanderweg der Sächsischen Schweiz ist der vielfach ausgezeichnete Malerweg. Auf 112 km entdeckst Du in acht Etappen die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz.

Übernachtungsmöglichkeiten bieten kleine Stadtunterkünfte und Campingplätze. Auf den ersten sechs Etappen folgt man in Teilen der historischen Malerwegroute. Aber keine Angst: Kunsthistorie war nicht maßgeblich bei der Routenauswahl. Hier steht ganz klar das Naturerlebnis im Vordergrund. Einer der schönsten Abschnitte  des Malerweges ist die vierte Etappe:

Diese führt von Altendorf zur Neumannmühle. Auf der Tour erkundest Du auf einem Gratweg die Schrammsteine, die größte Felsformation der Sächsischen Schweiz. Weiter geht’s zum Lichtenhainer Wasserfall und zum Kuhstall. Diese große Höhle auf dem Neuen Wildenstein fungierte im Dreißigjährigen Krieg als Versteck der Bauern für ihre Kühe. Auf das Dach des Kuhstalls führt Dich die Himmelsleiter, eine schmale Metalltreppe. Von dort aus genießt Du eine tolle Aussicht bis zum kleinen Winterberg und zum großen Zschand.

> Alle Etappen des Malerweges

 

Tipps fürs Wanderoutfit

Packe eine Softshell-Weste ein: Sie schützt Dich vor Wind, wenn Du auf einer luftigen Passage unterwegs bist. Morgens gibt sie Dir das kleine bisschen Extra-Wärme, das Du brauchst, um auf Touren zu kommen, ohne Dich zum Schwitzen zu bringen:

Die Windbreaker-Jacke ist so leicht wie ein Apfel und nimmt fast keinen Platz weg. Falls es auf der Tour mal windig werden sollte oder leicht regnet, bist Du mit der Jacke optimal geschützt:

2. Elbsandsteingebirge: Anspruchsvolle Stiegentour mit Klettersteig (Häntzschelstiege)

Blick vom Carolafelsen | © thomass211 / Fotolia

Diese Tour ist nicht nur aufgrund der Länge recht anspruchsvoll. Im Verlauf bewältigst Du mehrere Stiegen und einen kurzen Klettersteig, die Häntzschelstiege, für den Du ein Klettersteigset benötigst.

Höhepunkte der Tour sind Aussichtspunkte wie der Carolafelsen und der Reitsteig. Die Wilde Hölle und das Bauerloch gleichen einer urwaldähnlichen Landschaft. Tagesverpflegung sollte mitgeführt werden.

> Mehr Infos zur Tour

 

Tipps fürs Wanderoutfit

Du steigst teilweise durch enge und feuchte Kamine dem Gipfel entgegen. Felskontakt ist dabei sehr wahrscheinlich. Unsere Venturi Stretch Jacken sind wind- und wasserdicht und schützten Dich optimal, auch bei schwierigen Bedingungen. Durch das Stretch-Material hast Du beste Bewegungsfreiheit und erklimmst problemlos Stiegen und Klettersteige:

Wenn du am Klettersteig warten musst, weil eine größere Gruppe vor Dir ist, bietet Dir eine Steppjacke den nötigen Komfort. Sie ist leicht, wasserabweisend und wärmt dank der PrimaLoft® Black Eco Wattierung:

3. Elbsandsteingebirge: Schluchtenwanderung bei Stadt Wehlen

Das Felsentor im Uttewalder Grund | © franke182 / Fotolia

Die Schluchtenwanderung ist eine familienfreundliche Unternehmung abseits viel begangener Pfade durch dschungelartige Schluchten und vorbei an außergewöhnlichen Felsformationen wie dem Uttewalder Felsentor.

Wegpunkte sind der Uttewalder Grund, Wehlener Grund, Höllengrund, Zscherregrund und der Schleifgrund. Im Sommer herrscht in den schattigen Schluchten ein angenehmes Klima.

> Mehr Infos zur Tour

 

Tipps fürs Wanderoutfit

Unsere langärmligen und krempelbaren Funktionsblusen und –hemden sind ideal für eine Wanderung in der erfrischend kühlen Klamm:

Mit Schöffel unterwegs im Elbsandsteingebirge

Auch wir waren natürlich schon im Elbsandsteingebirge unterwegs – zwei Tage erkundeten 22 Teilnehmer eines unserer Händlergewinnspiele die wunderschöne Natur rund um das Bio und Nationalpark Refugium Schmilka an der Elbe, direkt an der Tschechischen Grenze. Dabei bekamen sie natürlich auch Schöffel Outleisure– und Active Outfits zum Testen.

Und getestet wurde fleißig: Die Wanderung am ersten Tag führte die Gruppe von Bad Schandau nach Schmilka. Erstes Highlight war der sogenannte Kuhstall. Das zweitgrößte Felsentor im Elbsandsteingebirge beeindruckt mit der Himmelsleiter, einer steilen Treppe durch einen schmalen Felsspalt, und einem Panoramablick über die Sächsische Schweiz. Nach einer kurzen Stärkung durch ein leckeres und rustikales Outdoor-Picknick mit Blick über das Elbsandsteingebirge ging es weiter Richtung Schmilka, wo die Wanderung nach ca. 15 km und 6-stündiger Gehzeit endete. Im Cafe Richter stärkten sich alle mit einem 4-Gänge Menu zum Abendessen und bereiteten sich schon mal auf den nächsten Tag vor.

Der wartete mit jede Menge Abwechslung: Zuerst ging es mit Fahrrädern und E-Bikes auf einer ca. 18 km langen Radtour von Schmilka elbaufwärts bis in die Tschechische Stadt Děčín. Dort wurden die Räder gegen Schlauchboote getauscht und es ging die Elbe wieder flussabwärts. In 4- und 6er Gruppen paddeln alle bei Sonnenschein und teilweise nicht zu verachtendem Gegenwind zurück bis nach Bad Schandau – auch hier durfte natürlich auf halber Strecke das Outdoor-Picknick am Elbufer nicht fehlen! Nach insgesamt 22 Kilometern auf dem Wasser erreichten alle glücklich und erschöpft Bad Schandau, wo der Tag bei gemeinsamem Kaffee und Kuchen gemütlich ausklang.

 

Mehr Eindrücke des sonnigen Wochenendes haben wir hier für Dich:

Karte

Wandern in der Sächsischen Schweiz

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Bastei: 50.961700, 14.072000
Altendorf: 50.934200, 14.183900
Parkplatz am Beuthenfall: 50.926643, 14.236355
Uttewalde: 50.976832, 14.031258
Bad Schandau: 50.918100, 14.153400
Schmilka: 50.891700, 14.231200

Titelbild: © Ronny Behnert / Fotolia