Wusstest Du, dass Schöffel als einer der wenigen Hersteller in Deutschland noch eine eigene Näherei im Haus hat? Hier erfolgt noch jeder Schritt in Handarbeit und mit Liebe zum Detail.

Vor 50 Jahren hat unser heutiger Seniorchef Hubert Schöffel die Entscheidung getroffen, voll und ganz auf Outdoor- und Sportbekleidung zu setzen. Und auch, wenn sich seit damals natürlich sehr viel geändert hat, so sind wir unseren Ursprüngen treu geblieben:

„Grundlage für Innovation ist für uns auch,
hier am Standort die Schnitte zu entwickeln.
Hier am Standort nach wie vor eine Schneiderei zu haben,
um Nadel und Faden nicht zu verlernen.“
Peter Schöffel

Deswegen erledigen tagtäglich 20 fleißige Näherinnen am Werk ihre Aufgaben. Zu diesen zählen unter anderem auch die Erstellung von Prototypen und Musterkollektionen, sowie das Nähen kleinerer Serien.

Wir verraten Dir heute, wie die Fertigung eines Prototyps abläuft, wie viele verschiedene Materialien dabei verarbeitet werden und wer uns bei der Produktentwicklung unterstützt.

Was macht das perfekte Produkt aus?

Schöffel Bekleidung Skizze

Die Anforderungen an Outdoor-Bekleidung sind heute extrem hoch und vielfältig. Werfen wir doch einmal einen kurzen Blick auf drei Bereiche, die eine ganz besonders wichtige Rolle spielen:

  • Fokus auf Innovation und Funktionalität
  • Perfekte Verarbeitung und angepasster Einsatzbereich
  • Schlagworte: Griff, Robustheit, Tragekomfort, Funktionalität
  • Höchste Schnittkompetenz durch Erfahrung und Weiterentwicklung
  • Vielfältige Schnittvariationen garantieren optimale Passform
  • Schlagworte: Schrittlängen, Taillierungen
  • Design follows function: Designentwurf passend zum Einsatzbereich
  • Anpassung an Bedürfnisse der Zielgruppe
  • Outfit-Gedanke: Sicherstellung von passenden Farbkombinationen

Das sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Faktoren, die wir bei der Produktentwicklung immer im Blick behalten.

Aus wie vielen Teilen besteht eine Jacke?

Schöffel Jacke Genova
Unsere Damenjacke Genova1 hat es ganz schön in sich…

Hast Du Dich schon mal gefragt, aus wie vielen verschiedenen Teilen Deine Jacke besteht, die Dich tagtäglich begleitet? Wir verraten es Dir gerne:

250

Stoffteile

15

Materialien

150

Zutaten

30m

Schweißband

Eine Jacke besteht aus circa 200-250 Stoffteilen, die aus zwei bis drei Laufmeter Oberstoff gefertigt werden. Es kommen bis zu 15 verschiedene Materialien und etwa 150 Zutaten, wie Knöpfe, Reiß- und Klettverschlüsse zum Einsatz. Hinzu kommen diverse Futter, Einlagen sowie 30 Meter Schweißband. Bis die Jacke komplett fertiggestellt ist, vergeht eine Arbeitswoche. Dabei wird das Modell durch 10 Hände gereicht und nach jedem Arbeitsschritt sorgfältig kontrolliert.

Wo holen wir uns Inspiration und Feedback?

Schöffel Jacke Keylong Skijacke

„In der Natur testen wir unsere Produkte.“
Peter Schöffel

Am Anfang einer neuen Jacke erkundigen sich unsere Produktmanager welche Stoffe, Schnitte, Materialien und Farben aktuell im Trend liegen. Die Daten werden im Kollektionsrahmen erfasst, welcher die Grundlage für den Entwurf liefert. Anschließend beginnen unsere Designer die Skizze am PC umzusetzen.

Die Funktionalitäten planen wir dank unserer jahrlangen Outdoor-Erfahrung bis ins letzte Detail. Dabei spielen natürlich unser Know-How, unsere Erfahrung und unsere eigene Outdoor-Leidenschaft eine entscheidende Rolle: In der Natur holen wir uns nicht nur Inspiration, sondern testen dort natürlich auch unsere Produktideen.

Zudem ist die Unterstützung unserer Profi-Partner Gerlinde Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits und Benni Raich ein wichtiger Bestandteil in der Produktentwicklung. Und auch dank unserer Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) und den Skischulen bekommen wir wichtige Impulse von Outdoor-Experten, die viel Zeit am Berg verbringen und genau wissen, worauf es ankommt.

Oder, wie es unser Seniorchef Hubert Schöffel formulierte:

„Keiner prüft Funktionsbekleidung besser als der Berg.“

Wie wird die Jacke wasserdicht?

Wenn unsere Mitarbeiter den Entwurf des Prototyps fertiggestellt haben, wird die Jacke in Einzelteile aufgeteilt. Je nach Anzahl der verschiedenen Materialien werden Schnittlagenbilder erstellt, ausgedruckt und dem Zuschnitt übergeben. Hier werden Oberstoff, Futter, Einlage und Watte in Bahnen gelegt und zugeschnitten. Um den Überblick zu behalten, sortiert man alle Schnittteile nach Vorderteil, Rückteil, Ärmel und Kleinteile. Vor dem Zusammennähen werden Logos und Stickereien auf der Jacke angebracht. Danach wird das Produkt zusammengenäht. Alle Nähte müssen abschließend mit einem Nahtabdichtungsband gegen Nässe versiegelt werden. Erst dieser Arbeitsschritt macht die Jacke wasserdicht.

Anschließend geht die Jacke durch die prüfenden Hände unserer Endkontrolle, die sie nach internen Qualitätsvorgaben prüft und an die Produktion übergibt. Nach diesem geregelten Ablauf verlassen jährlich auch zahlreiche reparierte Kleidungsstücke unser Haus. Wir können voller Stolz sagen, dass das Nähband ein sehr wichtiger Teil unseres Unternehmens ist:

„Bekleidungskompetenz ist ein hohes Gut,
das wir uns erarbeitet haben und das wir behutsam pflegen.“
Peter Schöffel

Denn auch wenn die Massenfertigung ausgelagert wurde, bleiben alle Jacken, Oberteile und Hosen so ein Stück weit made in Schwabmünchen!