Trüb, nass, kalt? Das ist nur die halbe Wahrheit. Der goldene Herbst punktet mit stabilerem Wetter und angenehmen Temperaturen. Ab September leuchtet nicht nur die Natur in den schönsten Farben, sondern Deine Stadt wird endlich bunt. Die gelb-roten Alleenbäume in Deiner Straße durchbrechen das Einheitsgrau – und zaubern Dir auf dem Weg zur Arbeit ein Lächeln ins Gesicht.

INHALT
1. Zeit für ausgefallene Outdoor-Aktivitäten 
2. Letzte Chance für ausgedehnte Wanderungen 
3. Bunt, bunter, Herbst: innere Einkehr im farbigen Blätterhimmel 
4. Auf Schatzsuche im Raschelwald
Das perfekte Outfit für den Herbst

Raus gehen heißt die Devise! Ob Pilze sammeln, Geocaching, ein Ausflug in den Baumwipfelpfad oder ausgedehnte Wanderungen: Der Herbst ist DIE Jahreszeit zum Naturerleben. Damit auch Du ihn richtig auskosten kannst, haben wir für Dich die schönsten Aktivitäten für jedes Wetter zusammengestellt: Ob trüb oder golden, Dein Herbst kann kommen!

1. Zeit für ausgefallene Outdoor-Aktivitäten

© deepspacedave / Fotolia

Jede Jahreszeit hat ihre Vorzüge: An heißen Sommertagen fährst Du lieber an den See oder kühlst Dich bei einer spektakulären Schluchtenwanderung ab. Der Herbst eröffnet Dir ganz neue Möglichkeiten. Herbsttage, ob sonnig oder trüb, laden bei angenehmen Temperaturen zu Freizeit-Action ein. Wir haben zwei Vorschläge für Dich:

  • Geocaching ist ein Spaß für die ganze Familie und wetterunabhängig. Alles, was Du brauchst, ist ein GPS-Gerät, ein eigenes Geocaching-Benutzerkonto, die dazugehörige App auf Deinem Smartphone und viel Abenteuerlust. Auf einer Karte werden Geocaches, also versteckte Schätze, in Deiner Umgebung angezeigt. Deine Aufgabe ist es, sie aufzustöbern und Dich in das Logbuch einzutragen. Geocaching gibt es überall. Du kannst Deine Herbstwanderung spielend in eine spannende Schatzjagd verwandeln – Deine Familie wird begeistert sein.
  • Auch Disc Golf, eine Mischung aus Frisbeespiel und Basketball, ist ein Spaß für jedermann. Die Herausforderung ist, von einem festgelegten Abwurfpunkt, genannt Tee, mit möglichst wenigen Würfen Körbe zu treffen. Üblicherweise wird der Sport in öffentlichen Grün- oder Sportanlagen ausgeübt. Raus auf die Wiese und ran an die Scheibe! (Eine Übersicht über Disc Golf-Anlagen in Deutschland findest Du beispielsweise > hier.)

2. Letzte Chance für ausgedehnte Wanderungen

© djama / Fotolia

Gute Nachrichten: Der Herbst besteht nicht nur aus Regen und Sturm. Im Gegenteil. Das Wetter ist stabiler als in den Sommermonaten. Die Gewitterneigung ist geringer, es fällt durchschnittlich weniger Niederschlag (der Goldene Oktober gilt als der trockenste Monat in den Nordalpen) und die Fernsicht ist besonders klar, weil sich morgendliche Nebelfelder häufig auflösen.

In den Alpen kannst Du auf zusätzliche Effekte hoffen: Den Alpenföhn, ein warmer, trockener Fallwind, der für angenehmes, aber auch windiges Bergwetter sorgt und die Inversionswetterlage. Sie ist ein besonderes Phänomen, bei dem sich über Täler und Ebenen eine trübe Nebelglocke legt. Es lohnt sich, an solchen Tagen in die Berge zu gehen. Ab einer bestimmten Höhe durchbrichst Du die Wolkenschicht, erlebst strahlenden Sonnenschein und blickst auf ein Wolkenmeer. Die Zivilisation kannst Du in diesen Momenten komplett ausblenden.

Tipps für die Tourenplanung im Herbst:

  • Behalte die Wettervorhersage im Blick. Es kann empfindlich kalt werden. Selbst Schnee ist keine Seltenheit. Eine Daunenjacke im Gepäck ist Pflicht! (zum Beispiel unsere neuen Daunenjacken Kashgar für Damen und Keylong für Herren)
  • Starte zeitig. Die Tage sind kürzer als im Sommer.
  • Informiere Dich vor Deiner Tour, ob eine Einkehr möglich ist. Viele Hütten schließen bereits im September. Falls nicht, nimm Dir eine Brotzeit und warmen Tee mit.
  • Lust auf Holzhacken und Ofen anschüren? Ab Oktober kann man in den Winterräumen ausgewählter Berghütten übernachten.
  • Vorsicht bei Regen. Es gibt zwar gute Gründe, auch bei schlechtem Wetter rauszugehen. Aber: Wähle keine schwierigen Routen mit felsigem Gipfelaufbau. Nasses Gestein ist glatt wie Schmierseife und die Ausrutschgefahr sehr hoch.
  • Wandere auf der Sonnenseite: Bei der Auswahl Deiner Tour solltest Du auf Südausrichtung achten.

3. Bunt, bunter, Herbst: innere Einkehr im farbigen Blätterhimmel

© rudiernst / Fotolia

Ab September bereitet sich die Natur auf ihre Winterpause vor. Ihr Rhythmus verlangsamt sich. Auch für Dich bedeutet der Herbst Entschleunigung – nach den ausgelassenen Sommermonaten findest Du wieder Zeit für innere Einkehr. Eine Winterdepression musst Du aber nicht fürchten, wenn Du regelmäßig Ausflüge in die Natur unternimmst.

Der Herbst ist eine vielseitige Jahreszeit – und hat mehr als Einheitsgrau zu bieten. Im Herbst zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Alles erstrahlt in warmen Gold- und Rottönen. Die Temperaturen können nochmal richtig in die Höhe schnellen. Mehr als 20 Grad sind keine Seltenheit. Man spricht dann vom Altweibersommer, der durch ein Festlandhoch über Osteuropa ausgelöst wird. Er bringt trockene Luft zu uns.

Die deutlich längeren und kühleren Nächte sorgen für den typischen Bodennebel. Die Böden kühlen über Nacht aus, werden aber im Vergleich zur Luft nicht von der Sonne erwärmt. Die warme Luft nimmt viel Wasser auf, Wasserdampf bildet sich. Nach Sonnenuntergang kühlt die Luft vor allem bodennah stark ab, so dass der Wasserdampf kondensiert und die feinen Wassertröpfchen sich zu Nebel formieren. Mit dem Sonnenaufgang lösen sich die mystisch anmutenden Nebelfelder auf – Sonnenschein und blauer Himmel versüßen Deinen Tag. Das augenscheinlichste Herbstphänomen ist jedoch das bunte Blätterwerk der Bäume.

Aber warum färben sich eigentlich die Blätter bunt?

Mit dem Laubabwurf verhindern die Bäume, dass sie im Winter über die Blätter zu viel Wasser verdunsten. Das wäre fatal, weil auch der Boden gefriert und die Wurzeln kein Wasser mehr aufnehmen können. Bevor die Blätter fallen, geben sie ihre Nährstoffe an den Baum ab, der sie als Nährstoffvorrat im Holz einlagert. Auf diese Weise werden Farbstoffe sichtbar, die vorher vom Chlorophyll verdeckt wurden. Das Ergebnis ist ein Farbenmeer aus rot, orange und gelb. Die Blätter fallen schließlich vom Baum, weil zeitgleich eine Korkschicht die Verbindungskanäle zwischen Blattstiel und Zweig schließt und sich das Blatt löst.

Drei Ideen, das bunte Farbspiel der Sonne in den Bäumen besonders intensiv erleben zu können

  • Besuche einen Baumwipfelpfad: Du wandelst in hohen Höhen auf Pfaden, die sich bis zu 1500 Meter durch die Baumwipfel winden – mitten durch den bunten Blätterhimmel.
  • Lass einen Drachen steigen (den Du vorher selbst gebastelt hast): Wenn im Herbst die kalte Polarluft auf warme Luftmassen trifft, entstehen starke Winde und Stürme. Das sind die besten Bedingungen, um Deine schönsten Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen.
  • Unser Tipp für Tirol: Eine Wanderung im Karwendel-Gebirge ist in jeder Jahreszeit ein besonderes Erlebnis, aber im Herbst ergeben die bis zu 600 Jahre alten Bergahorne am Ahornboden wunderschöne Farbtupfer in der malerischen, von hohen Bergen umgebenen Landschaft. Ein Augenschmaus! Ausgangsort der Tour ist der Parkplatz in der Eng, Hinterriss. (> Link zur Tour)

4. Auf Schatzsuche im Raschelwald

© mpix-foto / Fotolia

Spaziergänge sind nur was für Erwachsene? Im Herbst ist das anders. Dann wird ein schnöder Ausflug schnell zur Schatzsuche – und zum Wettstreit mit Eichhörnchen: Wer findet wohl die schönsten Eicheln, Kastanien, Bucheckern, Tannenzapfen und bunte Blätter? Was die emsigen Tierchen sammeln, um für den Winter vorzusorgen, dient Dir und Deinen Kindern als Grundlage für einen schönen Bastelspaß zuhause.

Kastanien kannst Du Zahnstocherbeine anstecken, ein Gesicht aufmalen und Pappohren aufsetzen: Fertig ist Dein Fantasietier. Blätter kannst Du zwischen dicken Büchern platt pressen und trocknen. Aus den Blättern und Tonpapier bastelst Du zum Beispiel bunte Eulen. Pünktlich zu Halloween (aus dem Amerikanischen für Erntedankfest) gibt es überall Kürbisse zu kaufen. Schnitz Dir Dein eigenes Grusel-Windlicht: Erst schneidest Du dem Kürbis den Deckel ab, dann schabst Du das Innere des Kürbis’ so lang aus, bis man mit der Taschenlampe durch die Schale hindurchleuchten kann. Nun kannst Du die Kürbis-Fratze schnitzen. Und eine Kerze einsetzen. Mit dem Kürbis kannst Du aber auch andere Dinge anstellen – Kürbissuppe mit Kokosmilch und Ingwer ist der leckere Klassiker.

Beim Pilze sammeln belebst Du Deine ureigensten Instinkte. Du schlenderst durch den Wald und gewinnst der Natur eine der leckersten Früchte selbst ab. Doch Pilze sind weder Pflanzen noch Lebewesen. Sie bilden ein eigenes Reich in der Natur, weil sie weder Chlorophyll herstellen können noch fähig sind, sich selbst fortzubewegen. Sie vermehren sich durch Sporen. Neben Speisepilzen gibt es bekanntlich auch giftige Pilze. Die wichtigste Grundregel für Anfänger lautet daher: Sammle nur die Pilze, die Du zweifelsfrei erkennen kannst.

Pilze findest Du vor allem im Zeitraum zwischen Juli und November in feuchten Regionen – nach einigen Regentagen im Wald wirst Du besonders gut fündig. Transportiere sie am besten in einem Korb nach Hause. Bereite sie noch am selben Tag zu. Aber wasche sie nicht mit Wasser, weil sie sonst ihr spezielles Aroma verlieren. Beseitige den Schmutz besser sanft mit einer Bürste.

Eine kleine Pilzkunde

  • Steinpilze: König unter den Speisepilzen. Du findest sie im Laub- und Nadelwald. Getrocknet kannst Du sie das ganze Jahr über genießen.
  • Pfifferlinge: ein beliebter, dotter- bis goldgelber Gourmet-Pilz. Du findest ihn im Laub- und Nadelwald, besonders bei Fichten, Kiefern, Rotbuchen und in moosigem Gelände. Nicht kultivierbar.
  • Champignons: der Popstar unter den Pilzen, der die Zuchtform des wild wachsenden zweisporigen Egerlings ist. Den Wilden findest Du überall dort, wo es nahrhaften, gedüngten Boden gibt.
  • Maronenröhrlinge: ein Klassiker mit braunem Schirm und schwammiger Unterseite. Leicht zu verwechseln mit dem Steinpilz. Vorkommen im Laub- und Nadelwald, vorwiegend unter Kiefern und Fichten, vor allem auf sauren Böden.

Das perfekte Outfit für den Herbst

Natürlich hoffen wir mit Dir auf einen goldenen Herbst mit Sonnenschein satt. Aber Du solltest Dich auch auf schlechteres Wetter einstellen. Mit unseren Outfit-Tipps bereiten wir Dich auf alle Eventualitäten vor:

  • Dein wichtigster Begleiter ist Deine Herbstjacke. Ob bei Spaziergängen im Park oder Wandern in den Bergen: Unsere Doppeljacken kleiden Dich nicht nur, sondern machen Dich zu einem echten Hingucker. Das Besondere ist die herauszipbare, wattierte Innenjacke, die Du auch separat tragen kannst. Das Außenmaterial aus GORE-TEX® ist atmungsaktiv, wind- und wasserdicht. Stürmisches Herbstwetter kann Dir so nichts anhaben:
  • Mit dem Fleecehoody Trentino für Herren bist Du für jede Situation gewappnet. Das Glattfleece besteht aus elastischem Altai Fleece Material, wärmt zuverlässig und garantiert Dir dank des 4-Wege-Stretch perfekte Bewegungsfreiheit. Und Du siehst richtig gut darin aus!
  • Der Fleece Coat Lauca ist extra auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten, die bei Spaziergängen rundum stylish eingepackt sein wollen. Der Fleece-Mantel ist absolut kuschlig, sieht aber trotzdem sportlich aus. Kühlere Temperaturen dringen nicht zu Dir durch.
  • Mit unserer Outleisure-Linie kommst Du nicht nur sportlich daher, sondern auch noch schick. Unsere Blusen sind absolut bürotauglich, begleiten Dich aber auch gern beim Spaziergang im Baumwipfelpfad. Der hohe Stretchanteil erlaubt es ebenso, dass Du aktiv wirst. Beim Discgolf oder Geocaching gibst Du mit den schicken Karohemden und Blusen gleichermaßen eine gute Figur ab. (für Damen: Bluse Madrid1 | für Herren: Hemd Miesbach1 )

Titelbild: © Franco Bissoni / Fotolia