Ein Urlaub in Sankt Peter Ording ist was ganz Besonderes: Deine Gedanken werden verschlungen von der Weite des Wattes und des Meeres. Der Wind braust Dir um die Ohren, Du riechst und schmeckst die salzige Meeresluft und Abend für Abend eröffnet sich Dir ein atemberaubender, farbintensiver Sonnenuntergang. Sofort fühlst Du Dich frei und erholt.

INHALT
↓ Urlaub in St. Peter Ording: Küstenflair in St. Peter Ording
↓ Urlaub in St. Peter Ording: Wattwanderung zum Westerhever Leuchtturm
↓ Urlaub in St. Peter Ording: Wanderung über Salzwiesen und zum Kiefernwald
↓ Urlaub in St. Peter Ording: Mit Schöffel unterwegs an der Nordsee

Urlaub in St. Peter Ording: Küstenflair in Sankt Peter Ording

Gestreifte Strandkörbe sind ein Markenzeichen von St. Peter-Ording
Gestreifte Strandkörbe sind ein Markenzeichen von St. Peter-Ording | © fotolia.com / pusteflower9024

Wer in Sankt Peter Ording Urlaub macht, hat alles was man für einen Nordsee-Urlaub braucht: Wattenmeer, einen zwölf Kilometer langen und ungewöhnlich breiten Strand und Dünen, soweit das Auge reicht.

Die Strände sind bewohnt von den typisch rot-weiß oder blau-weiß gestreiften Strandkörben, und auf dem Meer kannst Du ambitionierten Surfern beim Reiten der Wellen zusehen. Die Möwen segeln in der Luft und picken Dir – wenn Du nicht aufpasst – Deinen Snack frech aus Deiner Hand.

Um den Kopf so richtig frei zu bekommen, lädt der Strand zu kilometerlangen Strandspaziergängen ein. Schatten bietet Dir der Kiefernwald, der sich hinter dem Deich befindet. Auf zahlreichen Wander- und Fahrradwegen ist das Gebiet gut zu erkunden.

Vier Ortsteile für Wassersportler und Strandliebhaber

Romantische Dünen in St. Peter-Ording laden zu langen Spaziergängen ein
Romantische Dünen in St. Peter-Ording laden zu langen Spaziergängen ein | © fotolia.com / pusteflower9024

Sankt Peter-Ording besteht aus den vier Ortsteilen Böhl, Dorf, Bad und Ording – allesamt Wassersport- und Badeparadiese. Ihre Strände sind so weitläufig, das genügend Platz für Wasser- und Strandsportler sowie Ruhesuchende ist. Du erreichst den Strand zu Fuß entweder direkt durch die Salzwiesen (Böhl) oder wie in Berg über eine kilometerlange Seebrücke.

Ob Wind- und Kitesurfen, Kitebuggy-Fahren oder Beachvolleyball, der Strand in Ording ist vor allem bei sportlich Aktiven beliebt. In Böhl und Ording kannst Du mit dem Auto direkt am Strand parken. Das Strandbild von Sankt Peter Ording ist von den bis zu sieben Meter hohen Pfahlbauten geprägt. An jedem Strand in Ording, Bad, Dorf und Böhl befinden sich seit mehr als 100 Jahren Pfahlbauten dieser Art am Strand. Einige sind zu Restaurants umgewidmet und verwöhnen mit lokalen Spezialitäten.

Frische und regionale Fischspezialitäten

Sehr beliebt ist das Restaurant „Strandhütte Axels Restaurant“, das auf einer Pfahlbaute zu finden ist. Auf der Speisekarte stehen Nordsee-Seezunge, Küstenkabeljau und Wildfanggarnelen. Weitere Spezialitäten aus dem Meer sind Miesmuscheln, Austern, Languste und Nordseekrabben.

Letztere gehören quasi zum Kulturgut der Nordseeregion und werden in den verschiedensten Variationen angeboten: als Krabbenbrötchen, Krabbensalat, Krabbentoast oder Krabbensuppe.

Urlaub in St. Peter Ording: Wattwanderung zum Westerhever Leuchtturm

Eine Wattwanderung macht Groß und Klein Spaß und tut den Füßen gut
Eine Wattwanderung macht Groß und Klein Spaß und tut den Füßen gut | © fotolia.com / FB-Foto

Eine Wattwanderung ist ein Muss für alle Nordseebesucher. Das Wattenmeer der Nordsee ist das größte zusammenhängende europäische Feuchtgebiet und das mit Abstand größte Wattenmeer der Welt. Bei einer geführten Tour erlebst Du das Wattenmeer bei Ebbe und entdeckst die hiesige Flora und Fauna wie Seegräser, Algen, Seehunde, Kegelrobben, Wattwürmer, Schollen, Möwen, Quallen und Strandkrabben.

Darauf musst Du bei einer Wattwanderung achten

Zweimal täglich werden weite Teile der Flächen überflutet. Das kann gefährlich werden, da die Flut das Wasser oft schneller zurück an die Küste bringt, als Du laufen kannst. Vorsicht ist auch in der Nähe von Prielen geboten, weil durch den schnell steigenden Wasserstand in den Prielen Rückwege abgeschnitten werden können. Seenebel kann erschwerend hinzukommen und Deine Orientierung beeinträchtigen.

Allein solltest Du Dich nicht ins Watt wagen. Auf einer Wattwanderung erfährst Du alles über den Lebensraum Watt. Woraus besteht Schlick, wie ernähren sich Vögel und Fische im Watt, wo verstecken sich die Meeresbewohner bei Ebbe?

Hier erfährst Du noch mehr über Naturphänomene.

  • Anreise: Anmeldung im Nationalparkhaus im Erdgeschoss der Dünen-Therme in Sankt Peter Ording (Anschrift: Maleens Knoll 2, 25826 St. Peter-Ording)
  • Start der Touren: individuell vereinbaren
  • Dauer der Touren: etwa eineinhalb Stunden
  • Kosten: auf Spendenbasis (5 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Kinder)
  • Angebote für Gruppen: Wattwanderungen, Strandwanderungen, vogelkundliche Führungen, Entdeckertouren für Kinder
  • Ausrüstung: wetterfeste Kleidung, Gummistiefel (bei warmem Wetter gern barfuß); Teilnahme an den Veranstaltungen erfolgt auf eigene Gefahr
  • Hier geht es zum Veranstaltungskalender
Leuchtturm Westerheversand
Leuchtturm Westerheversand | © fotolia.com / DOC RABE Media

Eine besondere Wanderung mit Nordseeflair wird bei einem der bekanntesten Leuchttürme Deutschlands und Wahrzeichens Nordfrieslands angeboten – dem typisch rot-weiß gestreiften Westerheversand.  Der Turm steht etwa 1.000 Meter vor dem Außendeich auf einer Warft (eine Aufschüttung zum Schutz vor Hochwasser) vor dem Ort Westerhever. 1908 war das Leuchtfeuer erstmals in Betrieb.

  • Eckdaten: 41,5 Meter hoch; bis zur Turmspitze sind es 157 Stufen; die Tragweite des Lichtes ist rund 21 Seemeilen (39 Kilometer)
  • Anreise: 15 Minuten nördlich von Sankt Peter Ording entfernt; vom Parkplatz sind es nochmals zweieinhalb Kilometer zu Fuß
  • Turmbesichtigung: nur mit Führung möglich, Anmeldung im Info-Haus am Parkplatz, Ahndelweg 4 in Westerhever
  • Ticketpreis: drei Euro für Kinder; sechs Euro für Erwachsene; Kinder müssen mindestens acht Jahre als sein
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober; Führungen finden montags, mittwochs, donnerstags und samstags jeweils zur vollen Stunde von 10.00 bis 16.00 Uhr, 12.00 Uhr ist Pause. Hier erhältst Du noch mehr Informationen.

Ebenso kannst Du in Sankt Peter Ording ganzjährig eine Tour buchen. Die „Small five“ entdecken, an einem Strandfunde-Workshop teilnehmen, bei dem Du Deinen eigenen Bernstein schleifst oder eine Wattwanderung bei Sonnenuntergang unternehmen. Insgesamt gibt es 20 Schutzstationen an der Wattenmeerküste von Schleswig-Holstein, die ganzjährig viele Naturerlebnis-Veranstaltungen anbieten.

Urlaub in St. Peter Ording: Wanderung über Salzwiesen und zum Kiefernwald

Böhler Leuchtturm und Salzwiese
Böhler Leuchtturm und Salzwiese | © fotolia.com / oxie99

Der Lebensraum Salzwiesen ist von besonderer Natur: Das Gebiet verbindet das Meer mit dem Land und befindet sich nur wenige Zentimeter über dem mittleren Hochwasserstand. Daher werden die Wiesen regelmäßig überschwemmt. In Sankt Peter Ording gibt es insgesamt 720 Hektar Salzwiese, die auch natürliche Bestände vorzuweisen haben, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden.

So findet man hier in den Salzwiesen auch Tümpel und Pfützen vor. Im landnäheren Teil werden die Wiesen nur noch gelegentlich von Salzwasser überflutet. Nur wenige Pflanzen siedeln am Rand des Wattenmeeres. Auf einer geführten Tour der Schutzstation in Sankt Peter Ording lernst Du die pflanzlichen und tierischen Bewohner der Salzwiesen kennen. Hier kannst Du Dich anmelden.

Salzwiesen sind vom Meer überflutete Bestände krautiger Pflanzen, die sich auf salzigen Böden wohlfühlen. Sie bilden den natürlichen Übergang zwischen Land und Meer. Damit sich Sedimente ablagern können, entstehen Salzwiesen nur an flachen, strömungsarmen Küsten mit Ebbe und Flut. So kann der Wattboden nach oben wachsen und sich erste Pflanzen, die sogenannten Queller ansiedeln.

Salzwiesen findet man weltweit in gemäßigten Klimazonen, aber auch in tropischen Gebieten. Das Wattenmeer an der Nordsee ist das größte Gebiet dieser Art in Europa. Nicht nur die Vegetation hat sich an die ungewöhnlichen Lebensbedingungen angepasst, sondern auch die Tiere.

Vögel brüten im Schutz der Graslandschaft im Frühjahr, Zugvögel nutzen die Gebiete für ihre Rast. Salzwiesen haben eine wichtige Funktion: Sie sind eine Art Sicherheitspuffer bei stürmischer See und dienen so dem Küstenschutz. Auf diese Weise reduzieren Salzwiesen die Höhe der an den Deich rollenden Wellen.

Eine schöne Tour, die Du auch allein unternehmen kannst, führt Dich über die Seebrücke zum Böhler Leuchtturm und durch die Salzwiesen. Die Tour dauert in etwa vier Stunden und Du legst 16 Kilometer zurück. Der Böhler Leuchtturm im Bereich Süderhöft ist ein runder, rotbrauner Ziegelturm auf dem Seedeich mit einer Gesamthöhe von 18,4 Metern. Er wurde 1892 als Tagessichtzeichen erbaut und diente als Quermarken- und Orientierungsfeuer, um das Eiderfahrwasser zu markieren.

Eine Besteigung des Turms ist nicht möglich. Beachte bei Deiner Tour, Deinen Hund an der Leine zu führen, nur auf markierten Wegen unterwegs zu sein und Dich ruhig zu verhalten, um brütende Vögel nicht aufzuschrecken.

Mit Schöffel unterwegs an der Nordsee

Auch Schöffel passt perfekt an die Küste: 23 Gewinner einer Händleraktion verbrachten mit Schöffel zwei Tage in St. Peter-Ording. Die Gruppe war mit 20 bis 70 Jahren bunt gemischt und mit Outleisure– und Active Outfits ganz entspannt unterwegs. Das Wetter war typisch nordisch: von Regen, über starken Wind bis hin zu Sonnenschein war alles geboten. Ideale Testbedingungen also für die Schöffel Bekleidung!

Zwei Tage Action und Natur pur rund um Sankt Peter Ording

Der erste Tag war Strandtag. Das Programm bestand aus Bernstein-Suche, Stand-Up-Paddling in der Nordsee und einer kleinen Wanderung durch die drei Klimazonen – von der Brandungszone über die Salzwiesen zum Kiefernwald. Bei kleinen Regenschauern hatte die Truppe einen herrlichen Ausblick über die Nordsee. Den Abend ließen sie mit einem sehr guten, regionalen Abendessen auf den Pfahlbauten „Strandhütte“ und „Axels Restaurant“ mit Blick auf das Meer ausklingen.

Am zweiten Tag spazierten die Teilnehmer durch das Naturschutzgebiet Wester-Spätinge zum Westerhever Leuchtturm. Dort bekamen sie eine Führung und wurden nach 159 Treppen mit einem wunderschönen, sehr windigen 360-Grad-Blick über den Nationalpark belohnt. Anschließend wanderten sie barfuß über den Westerhever Sand bis zur Wasserkante der Nordsee und lernten dabei einige tierische und pflanzliche Wattbewohner kennen. Beim Roten Haubarg stärkten sie sich mit einem Mittagessen und lernten bei einer Führung die Historie des Haubargs und der Umgebung kennen. Untergebracht waren sie im StrandGut Resort in Sankt Peter-Ording.

Weitere Eindrücke vom Wochenende in St. Peter-Ording bekommst Du hier:

© Titel: fotolia.com / Katja Xenikis