Hoch über dem Tal erstreckt sich über gut 150 Kilometer der Karnische Höhenweg. Von Osttirol nach Kärnten und immer haarscharf an der Grenze zu Italien entlang führt dich dieser Traumpfad. Auf 8 bis 11 Etappen geht es von der hochalpinen Bergszenerie Osttirols ins sanft-hügelige Almgebiet Kärntens, wo sich im Süden der Dunst des Mittelmeers erahnen lässt.

18 glückliche Wanderfreunde sind Gewinner eines Schöffel-Events und haben  den Karnischen Höhenweg gemeinsam mit Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner getestet.

INHALT
Der Karnische Höhenweg – KHW 403
Der Karnische Höhenweg – Hard Facts
Der Karnische Höhenweg: Fernwanderweg und Friedensweg
Das Outfit zum Gehen – für deinen persönlichen „ich bin raus.“-Moment
Der Karnische Höhenweg: Highlights am Wegesrand
Der Karnische Höhenweg: Wanderung mit Gerlinde Kaltenbrunner

Der Karnische Höhenweg – KHW 403

der Karnischer Höhenweg ist auch bekannt als KHW 403 | ©TVB Osttirol/Trauner

Wenn man über den „Karnischen Höhenweg“, kurz „KHW“ spricht, fällt es nicht leicht womit man beginnen soll, denn neben den klassischen Attributen wie „grandiose Landschaft“, „imposantes Panorama“, „ausgewählt gute Hütten“ und  „kulinarische Überraschungen“ bietet der Fernwanderweg noch einiges mehr:

Der KHW ist Teil des Friedenswegs – und in dieser Funktion ein wichtiger Zeitzeuge im erbitterten Stellungskrieg des Ersten Weltkriegs.  Außerdem ist der Karnische Höhenweg Teil des „Via Alpina“ – einem gut 5000 Kilometer umfassenden Wanderwegs der von Triest bis Monaco führt.  Der KHW ist Grenzgänger – Wanderer stehen quasi immer mit einem Fuß in Italien, was kulinarisch betrachtet, einen famosen Mix an Köstlichkeiten darstellt.

Karnischer Höhenweg: Die Hard Facts

Unterwegs auf dem Karnischen Höhenweg – die Natur ist hier sehr abwechselungsreich.
Unterwegs auf dem Karnischen Höhenweg – die Natur ist hier sehr abwechselungsreich.

Fangen wir bei der näheren Betrachtungsweise des Fernwanderwegs mit den „harten Fakten“ an: Der KHW weist eine Streckenlänge von ca.150 Kilometern auf (je nach Streckenbeschreibung werden auch bis zu 168 Kilometer angegeben). Der Weg verläuft größtenteils auf der Kammlinie der Karnischen Alpen, die die natürliche Grenze zwischen Österreich und Italien darstellt. In Regionen gesprochen: Auf österreichischer Seite: Osttirol und Kärnten auf italienischer Seite: Venetien und Friaul-Julisch-Venetien.

Insgesamt musst du 9604 Höhenmeter bergauf und ca. 10.050 Höhenmeter bergab überwinden, die reine Gehzeit wird mit ungefähr 27 Stunden vorangeschlagen.

Du kannst den Fernwanderweg in 8 bis 11 Etappen gehen. Insgesamt stehen auf der Strecke 30 Gipfel zur Erstürmung parat. Höchster Punkt der Tour ist die Pfannspitze, 2678 Meter.  Fürs leibliche Wohl sorgen auf jeder Teilstrecke Almen, Hütten oder –eine Etage tiefer im Tal – urige Gasthäuser.

> Sicherheit in den Bergen

Dein Ausgangspunkt ist das Dorfzentrum in Sillian/Osttirol. Den Endpunkt hast du in Unterthörl/Kärnten erreicht. Der KHW ist über die gesamte Strecke perfekt beschildert, seine Wegnummer lautet 403.

Neben den Tagesetappen gliedert sich der Fernwanderweg in zwei Teilabschnitte, deren Mitte das Bergsteigerdorf Kötschach-Mauthen kennzeichnet. Von Sillian bis „Mauthen“ verläuft der hochalpine Teil. Die zweite Weghälfte führt dann zumeist über weitflächige Almböden und ist technisch einfacher bewertet.

KHW: Fernwanderweg und Friedensweg

Der Fernwanderweg auf dem Karnischen Höhenweg wird Jahr für Jahr unter die Top-Ten der schönsten Weitwanderwege gewählt
Der Fernwanderweg auf dem Karnischen Höhenweg wird Jahr für Jahr unter die Top-Ten der schönsten Weitwanderwege gewählt | © Franz_Gerdl TVB Lesachtal

Der Fernwanderweg, der jedes Jahr wieder von den Wanderern auf die Top-Ten-Liste der schönsten Weitwanderwege Europas gesetzt wird, lädt zur Erholung ein, zum Durchatmen, zur Besinnung aufs Wesentliche. Seine Entstehung hingegen hat mit Erholungs-Attributen nichts gemein, denn von den Karnischen Alpen aus begann 1915 der erbitterte Stellungskrieg im Gebirge.

Die österreichisch-italienische Frontlinie verlief im Ersten Weltkrieg entlang des Hauptkamms der Karnischen Alpen.  Die dafür angelegten Versorgungswege beiderseits der Staatsgrenze können Wanderer, Erholungs- und Natursuchende jetzt im Rahmen des Karnischen Höhenweges gehen. Auf dem Weg gibt es immer wieder verfallene Stellungsbauten, Gänge und Geschützstellungen zu sehen.

In den 1970er-Jahren wurden die teils schwer beschädigten Wege wieder instand gesetzt und miteinander verbunden. Aus den ehemaligen Kriegssteigen ist ein Via della Pace, ein Friedensweg geworden – und ein Höhenweg, der allerhand alpine Schmankerl bietet.

Die Ausblicke auf das Panorama der imposanten Sextener Dolomiten mit ihren vielen Zacken und Türmen, die Fernsicht auf die Julischen Alpen. Und ganz im Süden, dort wo Kärnten Slowenien und Italien küsst, kann man den Dunst des Mittelmeers erahnen.  Der Weg von Nord nach Süd führt über duftende Blumenwiesen, vorbei an glitzernden Bergseen und einer mächtigen Bergszenerie.

> Packliste für deine Hüttentour

Das Outfit zum Wandern – für deinen persönlichen „Ich bin raus.“-Moment!

Mit der Schöffel Active Line bist du gegen jedes Wetter geschützt

Wenn du den Karnischen Höhenweg gehen möchtest, musst du dein Gepäck für die gesamte Wanderzeit selbst mittragen. Was bedeutet: Minimalismus ist dein neues Fashion-Credo! Deine Wanderhose muss leicht sein, einen hohen Tragekomfort bieten und dich bei Regen und Wind perfekt schützen:

> Zu den Damen Hosen

> Zu den Herren Hosen

Morgens beim Start in den Wandertag ist es noch sehr kühl und im Tal hängt der Bodennebel, während dich hier oben schon die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht kitzeln. Der Wetterbericht auf der Hütte hat für den Nachmittag eine Regenwahrscheinlichkeit ausgegeben. Du bist bereit für den Tag, egal was passiert: Mit der ZipIn! Jacke kannst du verschiedene Schichten miteinander kombinieren. Falls es zu regnen beginnen sollte, bist du mit einer unserer Regenjacken perfekt gewappnet.

> Zu den Damen Regenjacken

> Zu den Herren Regenjacken

Gerade noch auf dem Gipfel, jetzt schon auf der Hüttenterrasse. Dazwischen umziehen? Ach, nö, der Kaiserschmarren wartet doch … Was Du in solchen Situationen brauchst ist ein schnelltrocknendes Longsleeve!

> Zu den Damen Oberteilen

> Zu den Herren Oberteilen

Der Karnische Höhenweg: Highlights am Wegesrand

Die Wolayerseehütte ist eines der Highlights auf dem Karnischen Höhenweg
Die Wolayerseehütte ist eines der Highlights auf dem Karnischen Höhenweg | © Wolayerseehütte/ Archiv TVB Lesachtal

Die Wolayerseehütte und ihr Hüttenwirt Helmut Ortner

Auf 1960 Metern Höhe, in einer absoluten Prachtlage thront die Wolayerseehütte. Das Hütten-Schmuckstück wurde 1896 am Ufer des Wolayersees erbaut – dem Namensgeber der ÖAV-Unterkunft. Inmitten der Karnischen Alpen und damit im Grenzland zwischen Österreich und Italien ist sie eines der Etappenziele des Fernwanderwegs „Karnischer Höhenweg“. Wie stramme Zinnsoldaten schützen die imposanten Gipfel von Hohe Warte, Seewarte und Seekopf die Hütte – eine Szenerie, die jedes Jahr aufs Neue Wanderer, Bergsteiger und Kletterer in Ihren Bann zieht.

Das „Hüttenregiment“ mit viel Herz und einer kulinarischen Hand führt der Lesachtaler Bergführer Helmut Ortner. Ein Tausendsassa, denn er leitet die Alpinschule Lesachtal, betreibt mit seiner Frau die Pension Oberhof am Xaveriberg samt kleiner Landwirtschaft, ist Hüttenwirt, zweifacher Familienvater und hat sich mit der Besteigung des Mount Everest einen langgehegten Traum erfüllt –selbstverständlich hat er das Dach der Welt ohne zusätzlichen Sauerstoff erreicht. Genügend Stoff für spannende Hüttenabende. Entsprechend lohnt es sich für die Wolayerseehütte ein wenig mehr Zeit einzuplanen, damit man Panorama, Kulinarik sowie den Hüttenwirt ausgiebig erleben kann. Hier erhältst du noch mehr Infos zur Hütte.

Tipp: Du liebst das Klettern? Dann findest Du in unmittelbarer Hüttennähe zwei Klettergärten mit insgesamt 70 Routen vom 4. bis 8. Schwierigkeitsgrad.

Die perfekten Berggeschichten

Nachmittags die letzten Sonnenstrahlen im Herbst auf der Terrasse genießen, dann noch einen kurzen Abstecher an den See machen und bei perfektem Licht die perfekte Aufnahme schießen. Die Temperaturen werden kühler, danach rein in die gute Stube – in die Fleecejacke kuscheln – und Helmut Ortner´s Berggeschichten zuhören.

> Zu den Damen Fleecejacken

> Herren Fleecejacken

Lesachtal – Ein ganzes Tal ist Bergsteigerdorf

Im Leichsachtal fühlst du dich der Natur ganz nah. Dein Handyempfang ist in weiten Teilen auch nicht vorhanden.
Im Lesachtal fühlst du dich der Natur ganz nah. Dein Handyempfang ist in weiten Teilen auch nicht vorhanden.

Zwischen Lienzer Dolomiten und Karnischen Alpen schmiegt sich das Lesachtal malerisch in die Landschaft, die von sanften Almböden bis zu prachtvollen, steil aufragenden Berggipfeln eine abwechslungsreiche Szenerie bietet.

Das als naturbelassenstes Tal Europas bekannte Hochtal liegt abgeschieden – die Erreichbarkeit über den Karnischen Höhenweg kann man ruhig als ideal bezeichnen, denn mit Auto, Bus und Bahn gleicht die Anreise ins Lesachtal einer kleinen Expedition, auch im 21. Jahrhundert … Ein Umstand, der dazu geführt hat, dass die Lesachtaler Bewohner aus der Not eine Tugend machten – das Resultat: viel unberührte Natur, ein sanfter Tourismus, gelebte bäuerliche Kultur und Tradition.

Der Kriterienkatalog der zur Ernennung eines Bergsteigerdorfes erfüllt werden muss, ist lang. Das Lesachtal mit seinen vier Hauptorten Birnbaum, Liesing, St. Lorenzen und Maria Luggau hat die Aufnahmeprüfung mühelos bestanden.

Denn das „natürlichste Tal Europas“ – direkt am Karnischen Höhenweg, dem „alpinen Leuchtturm“ der Region – erfüllt alle wesentlichen Grundsätze für ein Bergsteigerdorf:

  • Bewahrung örtlicher Kultur und Tradition
  • Anspruchsvolles Bergsportangebot
  • Nachhaltiger Tourismus und der Verzicht auf technische Erschließungsmaßnahmen
  • Qualitativ hochwertige Unterkünfte, in begrenzter Anzahl, u. v. m.

> Entdecke weitere Bergsteigerdörfer

Tipp: Plane für den Karnischen Höhenweg mehr Tage ein und lass Dich von der Ruhe und Stille des weit verästelten Lesachtales mitreißen, tauche ein in bäuerliche Traditionen samt schmucker Höfe und vor allem: genieße!

Gemeinsam mit Gerlinde Kaltenbrunner auf dem KHW – ein Reisebericht

Achtzehn glückliche Gewinner aus vier Ländern haben im Oktober den Karnischen Höhenweg gemeinsam mit Gerlinde Kaltenbrunner für sich entdeckt. Auch mit dabei: Tereza, Schöffel-Mitarbeiterin und begeisterte Wanderin:

Treffpunkt war das Hotel Paternwirt in einem kleinen Dorf Namens Maria Luggau. Von Anfang an war klar, in diesem Tal tickt die Welt anders als wir es heutzutage gewohnt sind und die Lesachtaler sind stolz darauf. Nach einem musikalischen Intro der Familienband Lugger, haben wir unsere Bergführer Jan und Mario kennengelernt. Mario hat uns jeden Abend sein unerschöpfliches Repertoire an Volksliedern vorgestellt und immer für gute Laune gesorgt. Die große Überraschung des Wochenendes war für mich auch die Erkenntnis, dass im Lesachtal scheinbar jeder Jugendliche diverse Musikinstrumente von Gitarre bis Ziehharmonika spielen kann und dass das Smartphone hier keine wichtige Rolle spielt.

Am Samstag um 7:30 ging das eigentliche Abenteuer los. Ausgerüstet mit der funktionellen Schöffel Testbekleidung aus der aktuellen Active Linie waren wir für jedes Wetter gewappnet. Unsere Tour startete im Frohntal und führte uns durch die herbstliche in allen Farben erstrahlende Natur bis zu unserem Tagesziel dem Wolayersee, an dem wir im Schatten von Rauchkofels des höchsten Berges der Region den kurzweiligen Tag ausklingen ließen.

Am nächsten Tag haben wir dann die geologischen Schätze der Gegend bewundert und sind im gemütlichen Tempo in die Untere Valentinalm eingekehrt. Unsere Tour stellte mit etwas über 22 km und einem Anstieg von 1300 Höhenmetern lediglich einen Bruchteil des Karnischer Höhenwegs dar.

Insgesamt war es ein wunderschönes Wochenende inmitten der Natur und fast ohne Handy – weil wir die meiste Zeit keinen Funkempfang hatten: dank der Sonne konnten wir die atemberaubenden Schönheiten der Region in vollen Zügen genießen. Mir persönlich war es eine Ehre mit einer Legende wie Gerlinde Kaltenbrunner zu wandern. Ihre offene, empathische und positive Art mit ihren Mitmenschen umzugehen, ihre Liebe zu den Bergen, die so ansteckend ist, dass man am liebsten nur noch klettern und wandern möchte. Lesachtal, ich freue mich auf das nächste Wiedersehen!

Einige Impressionen vom Test-Wochenende: