Auch wenn der innere Schweinehund das vielleicht manchmal anders sieht: Kalte Herbstwinde, klirrende Kälte oder gar Schnee sind keineswegs eine Ausrede, sich nicht nach draußen zu bewegen. Und wer über einige Grundsätze Bescheid weiß, wird auch garantiert bei Minusgraden Spaß im Freien haben.

Deswegen haben wir für Dich wissenswerte Fakten zusammengefasst, die Dir helfen zu verstehen, wie Dein Körper auf Kälte reagiert und worauf Du beim Sport im Winter achten solltest. Unsere Tipps helfen Dir nicht nur beim Joggen, sondern natürlich auch beim Radfahren, Langlaufen, Rodeln, Schneeschuhwandern, Skifahren… So ist winterlicher Sportspaß garantiert.

INHALT
1. Wie spürt der Mensch Kälte?
2. Warum solltest Du den Kopf warmhalten?
3. Bei Kälte mehr oder weniger trinken?
4. Sollte man lieber durch die Nase atmen?
5. Wird Kälte durch Wind wirklich kälter?
6. Wie kann ich schnellem Frieren vorbeugen?
Tipps für Dein Sport-Outfit im Winter

Bewegung in winterlicher Landschaft lässt Alltagsstress so schnell schmelzen wie Deine warme Nasenspitze eine Schneeflocke. Schnee strahlt etwas Friedliches aus. Das tut der Seele gut und sorgt für innere Ruhe. Außerdem ändert sich im Winter die Geräuschkulisse: Eine dicke Schneeschicht „schluckt“ den Lärm regelrecht. Die Welt, so scheint es, liegt unter einer friedvollen Käseglocke.

Wo Schnee liegt, ist es natürlich auch kalt. Aber auch, wenn das Thermometer tief unter Null sinkt, kannst Du draußen sportlich aktiv sein. Klar, Bewegung ist bei kalten Temperaturen die beste Möglichkeit, warm zu bleiben oder warm zu werden. Schließlich werden 70 Prozent der Muskelenergie in Wärme umgesetzt. Also nichts wie raus mit Dir. Aber gönn’ Dir gerne vorher noch einen Blick auf unsere Tipps:

1. Wie spürt der Mensch Kälte?

© Halfpoint / Fotolia.com

Der menschliche Körper ist mit rund 250.000 Kälterezeptoren ausgestattet. Ausgehend von 1,5 bis 2 Quadratmetern Haut, hast Du auf jedem Quadratzentimeter zirka 12 Reizempfänger, die mögliche Wärmeverluste sofort ans Gehirn melden. Eine wichtige Eigenschaft, denn Dein Organismus kann nur bei konstant 37 Grad Celsius optimal arbeiten. Vor Kälte hat Dein Körper großen Respekt, denn die körpereigenen „Kältemelder“ entsprechen dem 10-fachen an „Wärmesensoren“.

Kältestrategien: Du hast ein rotes Gesicht, Hände, Arme und Beine? Dann trotzt Dein Körper der Kälte und pumpt vermehrt Blut in die Extremitäten. Wird von Deinen Kältemeldern weiterhin „Kalt“ ans Gehirn gemeldet, wird die Durchblutung der Hautoberfläche gedrosselt. Deine Hautfarbe wechselt zu blass. Höchste Zeit zu reagieren! Denn Dein Körper hat auf Schutzmodus geschalten: Die wichtigsten Organe versorgen, Wärme zentrieren.

Tipp: Verwende bei sehr kalten Temperaturen eine Kältecreme fürs Gesicht, sie wirkt wie eine Schutzbarriere gegen frostige Temperaturen. Außerdem zum Joggen und Radfahren immer Handschuhe und Mütze tragen.

2. Warum solltest Du den Kopf warmhalten?

Die Fakten liegen auf dem Tisch: 40 Prozent der Wärme verlierst Du über den Kopf! Zwar nimmt der Kopf flächenmäßig weniger als 10 Prozent der Körperfläche ein, kann aber viel Wärme abgeben, da er viele oberflächliche Blutgefäße hat und somit sehr gut durchblutet ist. Bei Wind solltest Du eine windabweisende Mütze tragen, damit keine kalte Luft eindringen kann, die den Auskühlungsprozess „befeuert“.

Tipp: Besonders kälteempfindlich sind die Ohrläppchen! Beim Mützenkauf darauf achten, dass die neue Kopfbedeckung über die Ohren geht und fest abschließt. An sehr kalten Tagen vor der Wintersport-Einheit Ohrringe und Piercings im Gesicht entfernen. Das Metall kann an die Haut frieren – Autsch.

Der Wind bläst kräftig? Dann setze eine Skibrille (Goggle) auf. Sie schirmt Deine Augen vor kaltem Wind und peitschenden Schneeflocken ab. Bei diffusem Licht verstärken orangefarbene Gläser die Konturen. Besonders wichtig, wenn Du im Gebirge auf Schneeschuh-, oder Skitour unterwegs bist. Übrigens auch super wenn Du als Commuter das ganze Jahr mit dem Rad in die Arbeit pendelst.

Aussehen? Egal, Hauptsache keine roten, tränenden Augen, die ohnehin mit der trockenen Heizungsluft schon genug zu kämpfen haben. Und außerdem machst Du das mit einer stylischen Mütze garantiert wieder wett:

  • Für Damen: Hält den Kopf warm und bietet dank Fleece-Innenfutter im Stirnbereich immer schön „heiße Ohren“: » Knitted Hat Konstanz 1
  • Für Herren: Der ideale Kopfschutz an windig-kalten Tagen, denn der Gore-Windstopper-Liner wirkt wie ein Windschott. Das Fleece-Innenfutter im Stirnbereich sorgt für ein kuscheliges Gefühl auch an rauen Winterwettertagen: » Knitted Hat Uppsala 1

3. Bei Kälte mehr oder weniger trinken?

© Andrii IURLOV / Fotolia.com

Viel trinken ist auch bei Kälte das A und O für einen guten Wärmehaushalt, denn wenn Du zu wenig trinkst, wird das Blut zähflüssiger – die Anfälligkeit für Erfrierungen steigt.

Wer jetzt allerdings auf die (Schnaps)idee kommt und anführt: ‚Schnaps wärmt!‘, dem müssen wir leider mitteilen: Nur bedingt. Zwar suggeriert der Alkohol kurzfristig ein Wärmegefühl, indem er die Gefäße erweitert, aber das beschleunigt letztlich den Wärmeverlust, weil der Körper die Wärme von der Körpermitte abzieht.

Tipp: Gipfelkaffee aus dem eigenen Kocher zum Wärmen? Lieber nicht! Kaffee verengt die Gefäße, das Blut zirkuliert langsamer, die ohnehin schon auf Notversorgungs-Modus laufenden Extremitäten wie Hände und Füße werden dadurch noch schlechter versorgt. Ingwer-Tee hingegen ist ein heißer Tipp für kalte Tage. Die Superfood-Wurzel fördert sanft die Durchblutung und seine Schärfe wärmt ganz natürlich.

4. Sollte man lieber durch die Nase atmen?

Bei großer Kälte ist es tatsächlich ratsam, durch die Nase zu atmen. Dadurch wird die kalte, trockene Luft ein wenig angewärmt und angefeuchtet, bevor sie die Lunge und die Bronchien erreicht.

Tipp: Schütze Mund und Nase mit einem atmungsaktiven Tuch. Dann kannst Du bei schnellen Sportarten wie Joggen, Skitouren oder Langlaufen durch den Mund atmen und dennoch Deine Bronchien vor Kälte schützen. Als Nebeneffekt können die Lippen nicht so stark austrocknen und rissig werden. Und auch Deine Nasenspitze ist vor „Mikro-Erfrierungen“ geschützt.

5. Wird Kälte durch Wind wirklich kälter?

© pexels.com

Absolut! Man spricht hier vom sogenannten Windchill-Faktor. Dieser ist in kalten, windigen Regionen, wie sie besonders auch im Hochgebirge vorkommen, von entscheidender Bedeutung.

Der Windchill beschreibt den Unterschied zwischen real gemessener und gefühlter Temperatur. Die Unterschiede sind unter Umständen aber auch schon bei leichtem Wind deutlich spürbar. So fühlen sich 0 Grad bei Windstärke 4 (20 bis 28 km/h) wie -10 Grad, bei Windstärke 8 (stürmische 62 bis 74 km/h) sogar wie -20 Grad an. Wohlgemerkt bei einer real gemessenen Temperatur von 0 Grad!

Schneeschuhgeher, Skitourengeher, Langläufer und Alpin-Skifahrer sind hiervon deutlich betroffen. Aber auch wenn Du in der Stadt Deine Joggingrunde drehst oder mit dem Rad in der City unterwegs bist solltest Du den Wind nicht unterschätzen.

6. Wie kann ich schnellem Frieren vorbeugen?

Abhärtung! Dein Kälteempfinden verändert sich, wenn Du Deinen Körper öfter Kältereizen aussetzt. Wechselduschen helfen und regelmäßige Saunabesuche, wo Du nach dem Saunagang das eiskalte Tauchbad zum Abkühlen nutzt, härten ebenfalls ab. Und: raus gehen! Egal, welches Wetter, Wind, Kälte, Nässe draußen herrscht. Wenn Du die ersten Minuten „überwunden“ hast, entspannt sich Dein Körper und der Wärmemotor ist ohnehin schon gestartet.

Tipp: Kleide Dich nach dem Zwiebelprinzip. Dabei gilt: Funktionstextilien transportieren Schweiß schnell ab und sorgen für ein gutes Klima. Das ist wichtig, solltest Du mal eine Pause machen: Dann kühlst Du nicht so schnell aus, weil die Kleidung nicht nass auf der Haut klebt.

  • Warme Unterwäsche: die gute alte lange Unterhose und ein Unterhemd mit verlängertem Rücken geben dem Körper Wärme und sagen als unterste Schicht den Kampf gegen Kältebrücken an.
  • Firstlayer: Hier bieten sich beispielsweise flexible Halfzips mit 4-Wege-Stretch und hochschließendem Kragen mit Kinnschutz an.
  • Als Midlayer eine warme Isolationsschicht aus Daune oder Kunstfaser wählen.
  • Schließlich einen 3rd-Layer aus wind- und wasserabweisendem Material wählen, bei dennoch guter Atmungsaktivität wie sie beispielsweise Gore-Tex®, Dermizax®EV oder Venturi bieten.

Die Membrantechnologie kann allerdings nur perfekte Ergebnisse erzielen, wenn durch alle Schichten hindurch Funktionsmaterialien zum Einsatz kommen, die dann praktisch wie am Fließband warme Luft nach außen befördern.

Tipps für Dein Sport-Outfit im Winter

  1. Ideales Bindeglied im Kampf gegen Kälte und Schweiß bei voller Bewegungsfreiheit: Unsere technischen Halfzip sind aus bequemem Stretch Material, halten zuverlässig warm und  führen Feuchtigkeit gezielt vom Körper weg:
    » Für Damen: Firstlayer Saalbach1
    » Für Herren: Firstlayer Partenkirchen1
  2. Frostige Temperaturen lassen den Schnee unter Deinen Füßen knirschen und an den Dächern bilden Eiszapfen ein fragiles Gemälde? Dann sind unsere Ventloft Jacken im Zwiebellook die Mittelschicht und heizen Dir ordentlich ein:
    » Für Damen: Ventloft Jacket Alyeska
    » Für Herren: Ventloft Jacket Adamont
  3. Mit der Nagano Jacke für Damen und der Padova Jacke für Herren kannst Du getrost Dein Schild „Wind und Schnee müssen draußen bleiben“ aufhängen. Denn die 2-Lagen-Gore-Tex®-Jacke ist Dein idealer Begleiter an stürmisch-feuchten Tagen.
    » Für Damen: Jacket Nagano1
    » Für Herren: Jacket Padova1
  4. Und wenn Du noch eine zusätzliche Schicht oder für die Pausen mehr Wärme benötigst: Unsere schicken Fleece-Hoodies verteilen dank intelligenter Materialtechnik überschüssige Feuchtigkeit im Gewebe. Die Jacke trocknet schneller und Dir ist auch in den Pausen, bei der Gipfelrast oder im Sessellift warm:
    » Für Damen: Fleece Hoody Belfort 1
    » Für Herren: Fleece Hoody Trentino