Es müssen nicht immer die Alpen sein: Die Skigebiete in unseren Mittelgebirgen kommen auch ohne unzählige Pistenkilometer aus. Ihre Vorteile bestehen vielmehr gerade in ihrer Übersichtlichkeit.

Zudem sind sie auch wunderbare Familienskigebiete, weil sie mit moderaten Preisen und überschaubaren Pisten punkten. Und wenn Du mal eine Auszeit vom Skifahren brauchst, laden die Wälder und sanften Hügel zu Schneeschuhwanderungen oder Skilanglauf ein. Komm mit uns in die wunderbar-winterliche Welt der Mittelgebirge.

INHALT
Was macht den Wintersport im Mittelgebirge besonders?
Skifahren im Harz
Skifahren im Schwarzwald
Skifahren im Fichtelgebirge
Skifahren im Bayerischen Wald
Dein perfektes Outfit für einen Skitag im Mittelgebirge

Was macht den Wintersport im Mittelgebirge besonders?

Gemeinhin wird das Skifahren mit den großen Skigebieten in den Alpen verbunden. Das bietet sich natürlich für Menschen, die in München oder Garmisch-Partenkirchen wohnen, auch bestens an. Doch für leidenschaftliche Wintersportler aus entfernteren Städten sind das lange Distanzen.

Warum schaust Du Dich nicht einfach in Deiner Umgebung um? In fast jeder Ecke des Landes mit Mittelgebirgscharakter gibt es Skigebiete. Sie zeichnen sich durch ihre Übersichtlichkeit und niedrigen Preise für Skipässe (zwischen neun und 36 Euro) aus. Wer braucht schon 100 Pistenkilometer für einen erfüllten Skitag? Das moderat abfallende Gelände eignet sich für die ganze Familie.

Wintersportgenuss auf sanften Hügeln

Wenn Du den Winter vor allem mit romantisch-verschneiten Wäldern und glitzerndem Schnee verbindest, dann nichts wie auf in den Harz, in den Bayerischen Wald, den Schwarzwald und das Fichtelgebirge!

Was ihre Höhe angeht, überschreiten Mittelgebirge mit nur wenigen Ausnahmen die Baumgrenze nicht. Ihre runden, baumbewachsenen Gipfel verdanken sie dem Umstand, dass sie mit 350 Millionen Jahren um einiges älter als die Alpen sind, deren Gipfel noch felsig und schroff in den Himmel ragen. Über Jahrmillionen hatten Wind und Wetter Zeit, die spitzen Gipfel abzuschleifen – das Ergebnis ist die sanfte Hügellandschaft, die Wintersportler zum Genießen einlädt. Wir stellen Dir die schönsten Skigebiete vor – lass Dich inspirieren:

Skifahren im Harz: Eisige Temperaturen am exponiertesten Ort Norddeutschlands

Skigebiete Mittelgebirge: Ski fahren im Harz
Skifahren im Harz | © Marco / Fotolia

Der Harz ist das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands und liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Brocken (1.141,2 m) ist der höchste Berg im gesamten Gebirge. Der Harz überzeugt durch zahlreiche Skigebiete, ein 80 Kilometer langes Langlaufloipennetz und mehrere Rodelbahnen als Wintersportgebiet.

Die wichtigsten Skiorte sind Altenau, Benneckenstein, Braunlage, Goslar (Hahnenklee-Bockswiese), Hasselfelde, Sankt Andreasberg und Schierke. Die Skigebiete am Bocksberg, Matthias-Schmidt-Berg, Ravensberg, Sonnenberg, Großen Wiesenberg und Wurmberg zählen zu den größten im Harz.

Das Skigebiet Wurmberg (971 m) ist das größte im Harz. Im Skigebiet befördert Dich die modernste Seilbahn Norddeutschlands zu Abfahrten mit insgesamt zehn Pistenkilometern. Im oberen Teil des Skigebietes befinden sich auch steilere Hänge wie zum Beispiel die Hexenrittabfahrt für erfahrene Skifahrer. Dort hast Du auch einen unvergleichlich schönen Blick auf den Brocken. Im Skiort Braunlage gibt es noch weitere kleine Skigebiete, die sich perfekt für Dich und Deine Familie eignen. Skischulen und Ausrüstungsverleih findest Du dort und in allen anderen größeren Skiorten.

Harz: Alternativen zum Skifahren

Auch der nordische Skisport hat im Harz eine große Bedeutung: Internationale Wintersport-Wettbewerbe werden in der Biathlonanlage am Sonnenberg ausgetragen. Die ehemalige Wurmbergschanze bei Braunlage wurde im Jahr 2014 abgerissen – noch bis 2011 fanden hier internationale Sprungwettkämpfe statt. 2018 soll an derselben Stelle ein neuer Aussichtsturm gebaut werden, der dann knapp tausend Meter über Null einen grandiosen Blick über den Harz liefern wird.

Im Kunsteisstadion in Braunlage kannst Du Dich im Schlittschuhlaufen oder Hockeyspielen ausprobieren – oder mal zur Eisdisco gehen. Für einen Familientag bietet sich der Rodellift in Torfhaus an.

Oder Du besuchst die Snowtubinganlage in St. Andreasberg: Dabei setzt Du Dich in einen Tube (Reifen) und saust die 100 Meter lange, präparierte Bahn hinunter. Ein Lift zieht Dich danach wieder den Hang hoch.

Skifahren im Schwarzwald: Am Feldberg die längste Skisaison Deutschlands außerhalb der Alpen erleben

Skifahren am Feldberg
Skifahren am Feldberg | © stefanasal / Fotolia

Der Schwarzwald ist ein Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands. Ganze 150,5 Pistenkilometer warten darauf, von Dir erobert zu werden. Kein Wunder: Es gibt mehr als 70 Gipfel von über 1.000 Metern Höhe in der Region. Der Feldberg ist mit 1.493 Metern die höchste Erhebung im Gebirge. Die Skigebiete im Schwarzwald reichen bis auf 1.448 m.

Das mit Abstand größte Skigebiet der Region ist der Liftverbund Feldberg mit 63 Pistenkilometern und 38 Liften. Im Verbund sind acht Gebiete zusammengefasst. Der Skipass kostet hier 36 Euro am Tag. Falls Dir ein Skigebiet reicht, lohnen sich auch Ausflüge in weitere große und beliebte Skigebiete: Feldberg – Seebuck/Grafenmatt/Fahl (26 km), Belchen (8 km), Unterstmatt (2 km), Mehliskopf (1,5 km), Todtnauberg (13 km) und Münstertal/ Wieden (10 km).

Rasante Abfahrten und Powderhänge

Du magst es etwas rasanter? Auch das ist im Schwarzwald möglich. Die drei schwarzen Abfahrten an der Rothausbahn am Feldberg sind sehr anspruchsvoll – und steil! Die schwerste Abfahrt ist die FIS Weltcupabfahrt Nr. 14 mit einer Länge von 1,8 Kilometern und einem Höhenunterschied von 400 Metern. Für Freerider gibt es im Skigebiet Todtnauberg Skirouten am Kapellenlift und am Scheuermattlift. Tiefschnee findest zwischen dem Stübenwasenlift und Kapellenlift. Weitere kleine Powderhänge befinden sich neben der Panoramaabfahrt und Hauptabfahrt.

Schwarzwald: Alternativen zum Skifahren

Im Februar finden verschiedene Veranstaltungen am Feldberg statt. Zum einen der FIS Snowboard Cross Weltcup vom 2. bis 4. Februar 2018. Die besten Snowboardcrosser kämpfen um die letzten wichtigen Punkte vor den Olympischen Spielen. Snowboard Cross ist eine von fünf Olympischen Snowboard-Disziplinen. Verfolge das Event auf einer großen Videowall.

Außerdem finden am 17.2.2018 die badenova Masters am Feldberg statt. Im Rahmen der QPark Tour werden Freeskier und Snowboarder im Snowpark ihr Können unter Beweis stellen.

Skifahren im Fichtelgebirge: Adrenalinrausch auf den längsten Abfahrtspisten Nordbayerns

Skifahren am Ochsenkopf
Skifahren am Ochsenkopf  | © sonne_fleckl / Fotolia

Das Fichtelgebirge befindet sich im Nordosten Bayerns und ist Teil des Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirges. Die höchste Erhebung ist der Schneeberg mit 1.051 Metern. Im Fichtelgebirge gibt es zehn, teils sehr kleine Skigebiete, die mit insgesamt 18 Skiliften ausgestattet sind. Einige der Pisten werden auch bis 22 Uhr mit Flutlicht ausgeleuchtet. Die Skigebiete liegen auf einer Höhe zwischen 525 und maximal 1.024 Metern. Die Skipässe kosten zwischen neun und 21 Euro.

Bekannt und beliebt: Skigebiet am Ochsenkopf

Das bekannteste und größte Skigebiet im Fichtelgebirge ist das am Ochsenkopf (1.024 m). 14 Skilifte erschließen Dir zehn Kilometer blauen und roten Pistenspaß. Die Skiorte rund um die Gebiete sind Bischofsgrün auf der Nordseite und Warmsteinach, Fichtelberg und Mehrlmeisel im Süden. Zwei Seilschwebebahnen (Nord- und Südbahn) befördern Dich zum Ochsenkopfgipfel. Die Auffahrt Nord beschert Dir die mit 2,3 Kilometern längste alpine Skiabfahrt Nordbayerns, die sogar künstlich beschneit wird. Im Süden wartet eine immerhin 1,9 Kilometer lange Abfahrt auf Dich.

Für Skianfänger lohnt sich ein Besuch des Gebietes allemal. Die Schneesportschule Nordbayern in Bischofsgrün lehrt mit der Methode der „ansteigenden Skilängen“, die ebenda in den 1960er Jahren erfunden worden ist. Du startest mit einer Skilänge von 65 cm. Laut Skischule kannst Du mit der Methode schon nach einer Stunde die ersten Parallelgrundschwünge ziehen. Die Längen staffeln sich in der Folge von einem Meter über 1,30 m bis hin zu Deiner eigentlichen Skilänge. Probier es aus!

Fichtelgebirge: Alternativen zum Skifahren

Das Fichtelgebirge überzeugt auch mit Vielseitigkeit: geführte Schneeschuhwanderungen, Skitouren, rasante Abfahrten auf der Rodelbahn, Ausflüge auf den zahlreichen Winterwanderwegen und Powerfahrten auf den (Nacht-)langlaufloipen versüßen Dir Deine Tage, an denen Du mal nicht Ski fahren möchtest. Die entsprechende Ausrüstung und Guides findest Du entweder in Bischofsgrün oder auf der Südseite in Warmsteinach.

Für das absolute Wellness-Erlebnis sorgen Abstecher in das Kneippheilbad in Bad Berneck oder das Mineral- und Moorbad in Bad Alexandersbad, das sich aus Mineralquellen speist. Auch Bischofsgrün gilt als heilklimatischer Kurort.

Skifahren im Bayerischen Wald: Wintersport im schneereichsten Mittelgebirge Deutschlands

Winterlandschaft am Großen Arber
Winterlandschaft am Großen Arber  | © bietau / Fotolia

Der Bayerische Wald ist ein Mittelgebirge an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien mit dem größten Anteil in Niederbayern. Der Große Arber (1.456 m) ist die höchste Erhebung des Gebirges und befindet sich in der Nähe von Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen und Cham.

Der „König des Bayerischen Waldes“ beherbergt auch das größte Skigebiet rund um die Skiorte Bodenmais, Bayerisch Eisenstein, Zwiesel, Lohberg und Lam. Das familienfreundliche Gebiet hat zehn Pistenkilometer und neun Lifte zu bieten – es gilt als das modernste Skigebiet im Bayerischen Wald. Der Skipass kostet in der Hauptsaison 33 Euro. Auch fortgeschrittene Fahrer kommen hier auf ihre Kosten: zwei Abfahrtskilometer sind als schwarze Pisten markiert. Bis 2011 fanden hier noch Slalom- und Riesenslalomwettkämpfe um den Europacup und Skiweltcup statt. Am Fuße des Großen Arber finden aktuell noch Biathlon und Langlauf-Europacup-Rennen statt.

Weitere, etwas größere Skigebiete sind das Eck-Wintersportzentrum (5,5 Pistenkilometern), der Geißkopf (8 km), das Pröller Skidreieck in St. Englmar (6 km), Hohenbogen in Neukirchen bei Hl. Blut (6 km), Mitterdorf in Mitterfirmiansreut (6 km) und Eck-Riedelstein in Arrach (5,4 km). Die Tagesskipässe kosten um die 20 Euro. Auch hier gibt es neben größtenteils blauen und roten jeweils auch schwarze Pisten. In allen Skiorten findest Du ein sehr gutes Angebot an Skischulen und Ausrüstungsverleihern.

Bayerischer Wald: Alternativen zum Skifahren

Die Region zwischen Großer Arber, Eck-Riedelstein (1.134 m) und Silberberg (955 m) gilt als das schneesicherste Skigebiet und ist besonders vielseitig. Skifahren, Langlaufen, Wandern und Rodeln machen Deinen Aufenthalt im Bayerischen Wald zu einem rundum winterlichen Erlebnis. Die Region steht den Alpen in nichts nach. Selbst eine Hüttenübernachtung auf der Zwieseler Hütte (1.443 m) am Arber ist kein Problem. Es ist die höchstgelegene (Selbstversorger-)hütte im Bayerischen Wald.

Luchs im Schnee
Luchs im Schnee | © Martin / Fotolia

Ein besonderes Erlebnis bieten Dir die Eisstadien in Grafenau, Regen und Deggendorf: Du kannst Dich im Schlittschuhlaufen, Eisstock- und Hockeyspielen ausprobieren – was im Übrigen auch auf Natureis auf einem der zahlreichen Seen möglich ist.

Außerdem kannst Du dem Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen einen Besuch abstatten. Auch im Winter sind die Wege geräumt. Zu bestaunen gibt es unter anderem Luchse, Wölfe, Wildpferde und Braunbären.

Dein perfektes Outfit für einen Skitag im Mittelgebirge

Keine Sorge, für Deine tollen Ausflüge in die Skigebiete in unseren Mittelgebirgen haben wir die richtigen Outfits für Dich: Unsere leichte Dauenjacke mit 650 Cuin Fillpower und kleinem Packmaß gehört auf jeden Fall in Deinen Rucksack – wenn Du mal einen Hüttenstopp einlegst und gern draußen sitzen möchtest, ist die Jacke Gold wert. Natürlich ist sie auch ein treuer Begleiter auf Rodelfahrten und Schneeschuhwanderungen. Ein richtiges Lieblingsstück:

Unsere Skijacken und -hosen bieten Dir die größtmögliche Performance auf der Piste – und dank der ZipIn! Funktion lassen sich die Daunenjacken hier auch ganz fix einzippen:

Für Damen empfehlen wir die Venturi Ski Jacket Karthago. Die Jacke schützt Dich dank 2-Lagen-Material prima vor Wind und Nässe und überzeugt mit dem abnehmbaren Schneefang und den durchdachten Taschenlösungen. Passend hierzu empfehlen wir Dir die Venturi Stretch Ski Pants Pinzgau1. Das atmungsaktive, elastische, wind- und wasserdichte Venturi Stretch Material schützt Dich bestens vor Wind und Schnee – das nächste Schnee-Abenteuer kann kommen!

Für Herren empfehlen wir die Venturi Ski Jacket Val d Isere1. Die multifunktionelle Skijacke ist aus wind- und wasserdichtem Venturi Material und schützt Dich zuverlässig vor Wind und Wetter. Eine Hose haben wir natürlich auch für Dich: Die Venturi Stretch Ski Pants Bern1. Dank ihres atmungsaktiven, elastischen, wind- und wasserdichten Materials ist sie ein prima Begleiter für Deinen Skitag im Mittelgebirge.

Titelbild: © bietau / Fotolia