Die Schweizer Skicrosser haben einige der weltweit erfolgreichsten Athleten in der Trendsportart in ihren Reihen. Um Siege feiern zu können, muss man auch ein bisschen verrückt sein – und die passende Kleidung haben. Da passt es perfekt, dass Schöffel seit diesem Winter der neue Ausrüster ist.

Was ist eigentlich Skicross?

Romain DÇtraz in Aktion beim Ski Cross | © FIS Freestyle

Skicross gehört zu den spannendsten Trendsportarten im Schnee. Vier Skifahrer begeben sich auf einen aus Sprüngen, Wellen und Kurven bestehenden, sehr anspruchsvollen Kurs. Bei großen Events wie Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften oder Weltcup wird im K.O-System gefahren, wobei jeweils die ersten zwei jedes Laufes eine Runde weiterkommen. Das geht so bis zum Finale, wo dann die Plätze eins bis vier vergeben werden. Das ist für die Zuschauer perfekt: Wer zuerst unten ankommt, hat tatsächlich gewonnen. Auf dem Weg dahin ist eine Kombination aus außergewöhnlichen skifahrerischen Fähigkeiten und die im Mann-gegen-Mann- oder Frau-gegen-Frau-Duell nötigen Wettkampffinesse gefragt. Dabei werden auch mal die Ellenbogen ausgepackt. Der Sport ist nichts für zarte Seelen: Stürze können bei vier Skifahrern auf engstem Raum einfach passieren.


Wer hat den Sport Skicross erfunden?

Mehrfache Weltcup Siegerin Fanny Smith im Sprung. | © FIS Freestyle

Im Gegensatz zum Schweizer Kräuterzucker nicht die Eidgenossen. Die erste Idee hatte ein Mann namens Jim Essick Ende der 80iger Jahre. Er wollte die Faszination des Motocross in den Schnee bringen. Dazu sollten die Sportler nicht wie im Alpin-Skifahren üblich einzeln gegen die Uhr fahren, sondern zu viert in einem Lauf gegeneinander. Um den Entertainment-Faktor weiter zu erhöhen, sollten wie im Motocross Sprünge und Kurven eingebaut werden. Zunächst fand sich kein Geldgeber, um das innovative Projekt zum Leben zu erwecken. Dann jedoch fand ein Unternehmen Gefallen daran, tauschte die Ski durch Snowboards aus und nannte den Wettbewerb Boardercross. Die Begeisterung war so groß, dass schließlich doch der Skicross seinen erfolgreichen Weg beginnen konnte. Im Winter 2002/2003 gab es erstmals einen Weltcup, seit Olympia 2010 ist Skicross olympisch. Und inzwischen nicht mehr wegzudenken. Weil der coole Sport bei Fans an der Strecke und im TV sehr beliebt ist und bei den Nachwuchs-Skifahrern ein riesiger Renner.


Wie gut sind die Schweizer im Skicross?

Armin Niederer zwischen seinen Teamkollegen. | © FIS Freestyle

Sie gehören definitiv zu den besten Skicrossern der Welt. Bei der Olympia-Premiere 2010 krönte sich der Schweizer Michael Schmid zum ersten Olympiasieger in der neuen Sportart. Eine echte Skicross-Ikone ist Fanny Smith. Sie wurde 2013 Weltmeisterin und gewann im gleichen Winter auch den Skicross-Gesamtweltcup – genau wie Alex Fiva. Fanny Smith stand auch bei den jüngsten Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang als Bronzegewinnerin auf dem Podest. Sogar Silber holte Marc Bischofberger, der im vergangenen Winter zudem den Gesamtweltcup gewann. Auch im laufenden Winter ist das Swiss Skicross Team eine Klasse für sich: Fanny Smith führt nach vier Weltcup-Siegen die Gesamtwertung an, bei den Männern haben mit Jonas Lenherr, Joos Berry und Alex Fiva gleich drei verschiedene Sportler schon einen Weltcup-Sieg gefeiert.


Warum die Schweizer auch ein bisschen verrückt im Skicross sind

Was irritiert den Schweizer? | © FIS Freestyle

Vielleicht erklärt die Geschichte von Marc Bischofberger bei den Olympischen Spielen von Pyeongchang am besten, worauf es beim Skicross wirklich ankommt. Und warum die Schweizer in dieser Trendsportart so gut sind. Bischofberger war am Vortag der Olympia-Entscheidung in Südkorea gestürzt und hatte Rückenprobleme. „Beim Einfahren habe ich dann noch gedacht, dass ich wegen der Schmerzen nicht starten kann. Nach dem Aufwärmen habe ich mich immer besser gefühlt und dann habe ich Olympiasilber gewonnen. Diese Sportart ist schon verrückt. Und unglaublich faszinierend.“

Zum Video: So gewann Fanny Smith den Weltcup

So sind auch ihre Protagonisten aus dem Schweizer Team. Spaßvogel Bischofberger ist zum Beispiel in seiner Freizeit ein Extrem-Kiter, der Olympiazweite praktiziert den Sport selbst im Winter auf Schnee. Die Olympiadritte und aktuelle Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Fanny Smith arbeitet trotz aller Erfolge immer wie eine Besessene, um noch besser zu werden.

Marc Bischofberger nach einem erfolgreichen Rennen. | © FIS Freestyle

Jeder im Team der Eidgenossen ist ein ganz besonderer, individueller Charakter. Aber was sie so stark und erfolgreich macht ist der Teamspirit und Zusammenhalt in der coolen Truppe.

„Ein Team, das an einem Strang zieht, kann Höhen und Tiefen besser durchsegeln. Wir trainieren viel mit dem ganzen Team, so dass die Jungen von den Älteren profitieren können“, erzählt der Schweizer Chefcoach Ralph Pfäffli: „Wir machen vieles zum Wettkampf: Sei es Kartenspielen, Fußball, Fußballtennis oder wie viel Sushi jemand essen kann. Auch beim Konditionstraining misst man sich immer mit den Besten und es entsteht selbst beim Gewichtheben ein Wettkampf.“ Dieser Spaß im Team ist spürbar – und er geht auch nach dem Training oder Wettkampf weiter. Viele Sportler sind auch in der Freizeit befreundet und unternehmen viel miteinander. Sei es beim Freeriden, Kiten, Downhillbike oder Wassersport.

So sieht Cheftrainer Ralph Pfäffli sein Team: 

Fanny Smith: Die Selbstkritische, die stur immer noch besser werden will. Mit Erfolg: Seriensiegerin in diesem Winter, Olympiadritte, zudem schon Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin.

Marc Bischofberger: Der Spaßvogel und Extrem-Kiter er geht selbst im Winter bei jeder Möglichkeit zum Kiten (Snowkiten). Olympiazweiter 2018, Gesamtweltcupsieger 2017/2018.

Alex Fiva: Der Gescheite und Team-Hirsch, der schaut das alles passt. Er hat „a hell of experience“. War schon Gesamtweltcupsieger und kämpft auch in diesem Winter um den Gesamtsieg mit.

Jonas Lenherr: Der Explosions-Mann, der in der Schnellkraft fast nicht zu schlagen ist, die Harley ist sein Hobby. Schon ein Weltcup-Sieg in diesem Winter.

Joos Berry: Der Ruhige. Der – ohne, dass es die anderen merken – der neue Supermann ist. Auch schon ein Weltcup-Sieg in diesem Winter.

Armin Niederer: Er ist der eigentliche Chef mit seinen über 100 Weltcup-Starts.

Sanna Lüdi: Die kleine Chaotin, die im Gleiten nicht zu schlagen ist.

Der Teamspirit und das abwechslungsreiche Training sind aber nur die Basis für die Erfolge. Es braucht auch Hightech-Material. Und bei den Rennen muss dann die Kombination aus skifahrerischen Fähigkeiten und dem nötigen Durchsetzungsvermögen her. Pfäffli: „Der Start ist die halbe Miete. Und dann muss man Zähne zeigen, ohne unfair zu sein. Es kommt auf die Taktik an und zu wissen, was zu tun ist, wenn andere im Rennen etwas Unerwartetes machen.“ Das wird im Training in direkten Duell-Situationen geübt. Am Ende, so Topfahrer Jonas Lenherr, entscheidet aber nur eines: “Go fast or go home.”

Schweizer Ski Crosser Joos Berry in Action. | © FIS Freestyle

Diesen Spirit transportiert auch die neue Teamkleidung von Schöffel. Die neue Partnerschaft mit den weltbekannten Schweizer Trendski-Athleten im Skicross, Moguls und Aerials ist zunächst auf vier Jahre angelegt. Neben hochwertigen Materialien und funktionalen Schnitten präsentiert sich die neue Kollektion „all in black“. Die Sportler sind begeistert. Joos Berry lobt die die „3 F`s: Farbe Freude Feeling.“ Fanny Smith liebt die trendigen schwarzen Klamotten, die zudem jederzeit „warm und trocken“ halten. Und Alex Fiva die „Qualität der Produkte und die Motivation des Schöffel-Teams.“ Schon seit zehn Jahren unterstützt Schöffel den Schweizer Ski- und Schneesport und rüstet dabei auch die Schweizer Skiklubs, Schneesportschulen und -lehrer sowie die Mitarbeiter der Schweizer Bergbahnen aus.

So ist die beliebte Bekleidungsmarke überall in der Schweiz mit dabei, wenn sich immer mehr Nachwuchssportler dem Skicross verschreiben. Dabei kommen die meisten Talente nach einer Grundausbildung im Alpinen Skifahren zu dem rasanten Trendsport. „Die Grundtechnik ist wichtig, danach die Freude am Kampf Mann gegen Mann“, sagt Joos Berry. Und Jonas Lenherr erklärt noch einmal, was den ganz speziellen Reiz ausmacht: „Die Kids, die mit Skicross beginnen, haben alle glänzende Augen und das zählt. Es macht einfach verdammt Spaß.“ Gerade deshalb, weil es manchmal so verrückt ist.

Titelbild: FIS Freestyle