Langjähriges Engagement für die perfekte Kleidung: Im November haben wir 21 Jubilare, darunter auch einige Ehemalige, zu einer Feierstunde in unseren Hauptsitz nach Schwabmünchen eingeladen. Beim sogenannten „Jubi-Frühstück“ hat unsere Geschäftsleitung ihnen für ihren langjährigen und engagierten Einsatz gedankt. Mit dabei war auch Diana Schlicker. Katrin Lörch traf sie zum Gespräch und ging mit ihr auf eine Zeitreise.

Liebe Diana, du feierst in diesem Jahr dein 30-jähriges Jubiläum als Mitarbeiter bei Schöffel. Was überrascht, denn du siehst dafür eigentlich fast zu jung aus…

Danke für das Kompliment, aber ich habe auch jung, also mit 15 Jahren, meine Ausbildung als Schneiderin bei Schöffel angefangen.

Das heißt im Nähband, also in der heutigen Schöffel Service Factory. Wie waren deine Anfänge bei Schöffel?

Um ehrlich zu sein, es war hart. Meine damalige Chefin war sehr streng, die Anforderungen an die Qualität unserer Arbeit hoch und die zeitlichen Vorgaben ambitioniert. Aber ich habe das Handwerk von Grund auf gelernt und bin froh darüber. Dieses Wissen hilft mir sehr bei meiner heutigen Tätigkeit als Entwicklerin.

> Unsere Service Factory: Wir reparieren und pflegen deine Lieblingsstücke!

Stimmt. Heute sitzt du nicht mehr in der Service Factory, sondern im Development Center, in dem die Produkte entwickelt werden. Wie kam es dazu?

Nach meiner Ausbildung bekam ich das Angebot vom Nähband in die Modellabteilung zu wechseln und das habe ich gerne angenommen. Dort war ich für das Thema Schnittlagenbilder zuständig und habe damit den Stoffeinsatz mit möglichst wenig Verschnitt optimiert. Es war reizvoll, direkt noch in einen anderen Bereich einzutauchen.

Heute heißt es oft, die Sportbranche sei die schönste der Berufswelt. Viele denken dann an tolle Outdoor-Erlebnisse, sportliche Menschen, lockere Umgangsformen oder flache Hierarchien. Wie siehst du das, heute und früher?

Klar ist, in den letzten dreißig Jahren hat sich vieles verändert. Aus meiner Sicht gab es früher keine Unterschiede gegenüber anderen Branchen. Das “Du“, wie heute bei Schöffel üblich, war undenkbar, die Geschäftsleitung war weit außerhalb unserer Reichweite, auch wenn wir durch eine geringere Fachbereichstiefe eigentlich enger verknüpft waren. Heute sind wir alle per Du, die Geschäftsleitung ist viel nahbarer und das Sportthema durchdringt das ganze Unternehmen.

Woran merkt man das?

Zum Beispiel an den sportlichen Angeboten für die Mitarbeiter. Wir haben eine Lauf- und Spinninggruppe und ein gemeinsames jährliches Skiwochenende. Den Termin versuche ich mir immer einzuplanen, denn das Ambiente ist wunderschön, die Zeit mit dem Kollegen ungezwungen und die Themen oft auch ganz weit weg von der Arbeit. Und natürlich erleben wir gemeinsam, wofür wir stehen: den Skisport.

Eindrücke von unserem „Jubi-Frühstück“: 

Kollegen ist gutes Stichwort. Welche Rolle spielen sie für dich und deine tägliche Arbeit?

Die Kollegen sind mit das Wichtigste. Und hier hatte ich 30 Jahre lang das Glück, immer ein tolles Team um mich zu haben. Auch heute noch gibt es zudem viele Gesichter aus meiner Anfangszeit, die wie ich bei Schöffel geblieben sind. Das zeigt schon, dass sich die Mitarbeiter wohl fühlen und vermutlich auch, dass die HR-Abteilung diese gut auswählt.

Apropos HR-Abteilung. Was war für deine Entwicklung bei Schöffel wichtig und wie hat dich HR unterstützt?

Zum einen war mir natürlich wichtig, dass ich nicht stehen bleibe, sondern vorankomme mit spannenden Projekten. Das ist bis heute der Fall. So erstelle ich mittlerweile technische Zeichnungen und unterstütze die Entwicklung von Sonderkollektionen und Produkten für die Skischule. Auch die ersten ÖSV-Teile habe ich gezeichnet – das macht natürlich sehr stolz. Ermöglicht hat das aber auch die Tatsache, dass ich nach der Geburt meiner Tochter in Teilzeit wieder anfangen konnte. Und manchmal sind es auch die kleinen Dinge, wie ein fester Arbeitsplatz als Teilzeitkraft, die einen zufrieden machen.

Viele kennen dich auch von deinem Einsatz auf der ISPO oder Outdoor, wenn du das gesamte Team als Messe-Hostess unterstützt.

Ja, das ist eine Aufgabe, die ich seit 5 Jahren leidenschaftlich gerne übernehme. Man muss wissen, dass ich selbst ein echter Sportfan bin und als ausgebildete Trainerin auch Kurse gebe. Die Messen lassen mich in die Sportwelt eintauchen, ich bekomme Einblicke in andere Bereiche und unterstütze viele Kollegen ganz direkt, die ich im Berufsalltag sonst eher selten sehe. Diese Messetage sind anstrengend und aufladend zugleich.

> zum Beitrag: Wir feiern 50 Jahre Outdoor 

Ganz direkt gefragt: Wieso kommst du seit 30 Jahren jeden Tag gerne wieder in die Arbeit?

(Lacht.) Es gab sicher den einen oder anderen Tag, da war das nicht der Fall, alles andere wäre aber auch unrealistisch. Für mich bei Schöffel besonders wertvoll ist die Offenheit und das Miteinander unter den Kollegen, die geregelten Arbeitszeiten und die Freiheiten, die das Gleitzeitmodell bietet. Die Sportangebote sind das Tüpfelchen auf dem I. Im Mittelpunkt stehen aber die Menschen, ich habe hier echte Freundschaften gefunden. Das macht den Unterschied.

Vielen Dank für das Gespräch und natürlich deinen langjährigen Einsatz, Diana!