Verschneite Landschaften, gezuckerte Nadelwälder, glitzernder Schnee: Das Schneeschuhwandern ist die ursprünglichste Form, um im Winter in den Bergen unterwegs zu sein. Komm mit uns auf eine Entdeckungsreise rund um das Thema Schneeschuhwandern. Wir stellen Dir den Sport und die schönsten Gebiete für Einsteiger in den Mittelgebirgen und Bayerischen Voralpen vor!

INHALT
Schneeschuhwandern als besonderes Naturerlebnis
Richtig starten: Tipps für Einsteiger
Schneeschuhwandern im Schwarzwald: Den Feldberg erkunden
Schneeschuhwandern im Fichtelgebirge: Tourenparadies im Nordosten Bayerns
Schneeschuhwandern in den Bayerischen Voralpen: Zünftige Einkehr auf der Aueralm
Das perfekte Outfit: Hauptsache atmungsaktiv

Winterlandschaften entdecken: Schneeschuhwandern als besonderes Naturerlebnis

Schneeschuhwandern hat einen besonderen Reiz: Es ist vielseitig! Der Sport verlangt keine großen technischen Vorkenntnisse, wobei bei anspruchsvollen Touren alpines Knowhow notwendig ist. Egal ob ruhiger Spaziergang oder Gipfelsturm, Du kannst mit jedem Leistungsniveau einsteigen. Auch als Fitnessprogramm ist das Training mit Schneeschuhen beliebt. Beim Nordic Snowshoeing, dem Pendant zum Nordic Walking, kommst Du gut ins Schwitzen.

Perfekte Entschleunigung

Nicht nur das „wie“ ist variabel, sondern auch das „wo“. Ob im Mittelgebirge, im Voralpenland oder im hochalpinen Gelände, Deine Schneeschuhe werden Dir ein guter Begleiter sein. Der schönste Aspekt beim Sport ist, dass Du der Natur ganz nahe kommst und dabei perfekt Entschleunigen kannst. Kaum ein anderer Wintersport bietet Dir ein vergleichbar meditatives Erlebnis. Du erkundest die Natur in Deinem eigenen Tempo. Nebeneffekte: Du genießt die Stille und beobachtest Wildtiere in ihrem Habitat, weil Du sehr vorsichtig in ihren Lebensraum vordringst. Hierbei sind die Alpenvereinsregeln für verantwortungsvolle Skitouren zu beachten.

Ähnlich einer Bergwanderung steht das Naturerlebnis absolut im Mittelpunkt. Schneeschuhwandern ist bei allen Schneeverhältnissen möglich. Aber Vorsicht: Die Bedingungen sind im Winter ganz anders als im Sommer! Wichtig sind eine perfekte Vorbereitung und tadellose Ausrüstung. Wir stellen Dir die schönsten Gebiete für Einsteiger vor – und geben Dir essentielle Tipps an die Hand, die Deine Wintererlebnisse unvergesslich machen.

Richtig starten: Tipps für Einsteiger

Gewissenhafte Vorbereitung Deiner Schneeschuhtour ist unabdingbar. | © petejau / Fotolia

Schneeschuhwandern ist eine uralte Art der Fortbewegung bei Schneelage. Schon vor mehr als 2000 Jahren benutzten die Menschen im Kaukasus flache Lederflächen, um beim mühsamen Gehen in Tiefschnee Energie zu sparen. Moderne Schneeschuhe (Kostenpunkt: zwischen 140 und 300 Euro) bieten Dir eine große Auflagefläche, die ein Einsinken verhindern. Alles, was Du brauchst, sind warme Wanderschuhe mit guter Isolierung und Teleskopstöcke.

Wie funktioniert die Bindung?

Die Bindung funktioniert in etwa so wie die bei Tourenski. Deine Schuhe werden in der Bindung fixiert. Eine Steighilfe, zumeist ein Bügel, den Du in verschiedenen Höhen nach oben klappen kannst, unterstützt das Gehen auch in steilerem Gelände. Durch die große Oberfläche der Schneeschuhe schwimmst Du sozusagen auf.

Frontkrallen, Spikes und seitliche Führungsbleche unter der Bindung sorgen für den notwendigen Grip und dadurch für mehr Trittsicherheit. Achte beim Kauf auf ein möglichst geringes Gewicht und eine schmale Bauweise. Falls Du das Schneeschuhgehen erstmal ausprobieren möchtest, kannst Du auch in allen Wintersportzentren oder beim Alpenverein Schneeschuhe ausleihen.

Vorsicht bei Lawinengefahr

Falls Du in steilerem bzw. alpinen Gelände unterwegs bist, beziehe unbedingt die Lawinengefahr in Deine Planung mit ein. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS-Gerät, trägst Du über der ersten Bekleidungsschicht am Körper, eine Sonde und eine Schaufel gehören in Dein Gepäck. Vor einer ersten Tour absolviere einen Lawinenkurs, zum Beispiel beim Alpenverein oder in der Skischule Deines Vertrauens. Sicherheit geht immer vor! Für weitergehende Informationen empfehlen wir Dir unseren Text zum Thema Skitouren.

Schneeschuhwandern: Das gehört in Deinen Rucksack

  • Befestigungsmöglichkeit für die Schneeschuhe
  • Gamaschen oder warme Stulpen
  • Brotzeit und Thermoskanne mit einem heißen Getränk
  • warme Daunenjacke (zum Beispiel Down Jacket Kashgar für Damen / Down Jacket Keylong für Herren)
  • komplette Lawinenausrüstung: LVS-Gerät, Schaufel und Sonde
  • Erste-Hilfe-Set, Handy, Biwacksack, Stirnlampe
  • Kartenmaterial, Tourenbeschreibung und falls nötig ein GPS-Gerät

Mit Kindern kannst Du ab einem Alter von sechs Jahren Schneeschuhwandern gehen: Technisch stellt das kein Problem dar. Den Einstieg erleichterst Du, wenn Du mit kurzen, wenig steilen und landschaftlich abwechslungsreichen Touren beginnst. In den meisten Wintersportgebieten gibt es ausgeschilderte Schneeschuhwanderwege. So kannst Du Dich auch ohne Guide auf den Weg machen. In alpinem Gelände ist eine perfekte Tourenplanung das Wichtigste. Du darfst nicht vergessen, dass Dein Lieblingsberg im Winter keine Wege mehr aufweist. Ein guter Orientierungssinn und bestenfalls ein GPS-Gerät helfen Dir bei der Wegfindung. Nachfolgend stellen wir Dir die schönsten drei Gebiete Deutschlands vor: den Schwarzwald, das Fichtelgebirge und die Bayerischen Voralpen.

Schneeschuhwandern im Schwarzwald: Den Feldberg erkunden

Winterlandschaft im Schwarzwald | © stefan257 / Fotolia

Der Schwarzwald ist ein Mittelgebirge im Südwesten Deutschlands. Durch die moderaten Steigungen und die waldreiche Landschaft ist es besonders gut für Schneeschuhwanderungen geeignet. Das Naturerlebnis ist in dieser sanft-hügeligen Landschaft umso intensiver, weil es weniger Gefahrenstellen wie etwa steile Hänge und felsige Gipfelgrate gibt. Aber unterschätzen solltest Du die möglichen Wetterkapriolen nicht. Vor allem am Feldberg, dem mit 1.493 Metern höchsten Berg im Schwarzwald, können Wetterstürze zu Sturm, Nebel und eisigen Pisten führen. Auch Lawinenabgänge kommen vor. Besonders betroffen sind leeseitige (dem Wind abgekehrte) Steilhänge wie am Seebuck, am Herzogenhorn und am Baldenweger Buck. Informiere Dich vor Deiner Tour über die aktuellen Bedingungen.

Schneeschuhtrails: Gipfeltour auf den Feldberg

Für Schneeschuhwanderer gibt es am Feldberg spezielle Schneeschuhtrails – also ungeräumte Wanderwege. Die Gipfeltour auf den Feldberg ist anspruchsvoll und dauert rund zwei Stunden. Du startest am „Haus der Natur“, läufst auf einem Winterwanderweg durch den Wald auf den Seebuck, dem mit 1.448,2 Metern zweit höchsten Gipfel. Über den Abstieg zur Scharte, die „Grüble“ genannt wird, gelangst Du anschließend auf den Gipfel des Feldberges. Achte beim Aufstieg auf genügend Abstand zur Wechte! Oben angelangt erwartet Dich ein unvergleichlicher Panoramablick! Den Rückweg wanderst über den Panoramaweg zurück zum „Haus der Natur“. Eine Einkehr im Naturschutzzentrum Südschwarzwald lohnt sich. Hier lernst Du viel über die einheimische Flora und Fauna. (» Mehr Infos)

Familientour: Rundtour zum Windeck

Ein beliebtes Familienerlebnis ist die Rundtour zum Windeck – eine schöne Tour mit Weitblick. Du startest hinter dem Kurhaus und gehst entlang des Zartenbaches, später über schneebedeckte Wiesen. Du passierst das Skigebiet Winddeckkopf und erreichst den mit 991 Metern höchsten Punkt der Tour. (» Mehr Infos)

Geführte Tourenangebote im Schwarzwald

Traust Du Dir am Anfang noch nicht zu, allein eine Tour zu unternehmen, kannst Du aus einer Vielzahl von geführten Tourenangeboten wählen: Touren zum Sonnenaufgang, zur blauen Stunde bei Dämmerung, Fackelwanderungen und Vollmondtouren bringen Dir die Natur ein Stück weit näher. Bei einem Hüttenabend mit Glühwein und Käsefondue oder Wellness mit Sauna kannst Du einen erlebnisreichen Tag ausklingen lassen. (» Mehr Infos)

Schneeschuhwandern im Fichtelgebirge: Tourenparadies im Nordosten Bayerns

Winterlandschaft im Fichtelgebirge mit Blick vom Goethefelsen ins Land | © rhessedenz / Fotolia

Das Fichtelgebirge besticht ebenso durch einen großen Waldbestand und traumhafte Weitblicke. Das Mittelgebirge befindet sich im Nordosten Bayerns, ein kleinerer Teil im Nordwesten Tschechiens. Die höchste Erhebung ist mit 1.051 Metern der Schneeberg.

Erkundungstouren rund um den Ochsenkopf

Die Region rund um den Ochsenkopf (1.024m) ist für Erkundungstouren sehr gut geeignet. Ein gutes Netz aus Wanderwegen und die Benutzung der Seilbahnen ermöglichen Dir schöne Tourenerlebnisse. Eine Auswahl von Touren inklusive Kartenmaterial und Höhenprofil findest Du bspw. » hier.

Tolle Ausgangspunkte für Schneeschuhwanderungen sind der Ort Bischofsgrün, der Parkplatz Fleckl an der Talstation am Osterkopf Süd oder das Bayreuther Haus in Mehlmeisel, das sich am Gipfel der Skipiste befindet. Im Skigebiet Ochsenkopf findest Du übrigens die mit 2,3 und 1,9 Kilometern zwei längsten Abfahrten Nordbayerns. Geübte können die Ochsenkopf-Tour auf den Backöfeleweg über den Schneeberg bis zum Fichtelsee ausdehnen.

Auch Zweitagestouren mit Übernachtung auf der Gänskopfhütte sind möglich. Falls Du nicht auf eigene Faust losziehen möchtest, probiere eine geführte Tour. » Hier findest Du mehr Informationen.

Anspruchsvolle Tour im südlichen Fichtelgebirge

Für ausdauernde Wanderer empfehlen wir eine Tour im südlichen Fichtelgebirge. Die Rundtour startet am Wanderparkplatz Sophienthal in Weidenberg, Ziel ist der Kreuzstein. Folge dem Rundweg 5. Zurück führt Dich Deine Wanderung über den Tressenbergweg und den Westweg zum Ausgangsort. Die Tour dauert in etwa fünf Stunden, Du legst knapp 13 Kilometer und 500 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zurück. (» Mehr Infos)

Schneeschuhwandern in den Bayerischen Voralpen: Zünftige Einkehr auf der Aueralm

Herzogstand | © Fabian / Fotolia

Die bayerischen Voralpen bieten eine schier unendliche Auswahl an Schneeschuhtouren auch für Einsteiger. Die höchste Erhebung der Gebirgsgruppe, die zu den nördlichen Kalkalpen gehört, ist mit einer Höhe von 2.086 Metern der Krottenkopf im Estergebirge. Die Bayerischen Voralpen erstrecken sich über das Gebiet zwischen der Loisach im Westen und dem Inn im Osten. Aufgrund des alpinen Charakters der Gebiete musst Du Dich zwingend mit der Lawinenlage auseinandersetzen. Der Lawinenwarndienst Bayern informiert Dich täglich über die aktuellen Bedingungen.

Schneeschuh-Klassiker am Tegernsee

Die bekanntesten Gebiete der bayerischen Voralpen befinden sich rund um Murnau, Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen und Kochel am See. Ein absoluter Klassiker ist eine Tour auf die Aueralm (1.299) in Bad Wiessee am Tegernsee, die auch sehr gut für Familien geeignet ist. Die Tour dauert etwa drei Stunden und Du legst 500 Höhenmeter zurück. Auf der Alm wartet eine urgemütliche Hütte mit den leckersten bayerischen Schmankerln und einer rundum Sonnenterrasse auf Dich. Der Ausblick auf Hirschberg, Wallberg sowie Roß- und Buchstein wird Dich verzaubern. ( » Mehr Infos)

Schneeschuhwanderung auf den Herzogstand

Ein weiterer Tourenklassiker unweit des Kochel-Sees ist eine Schneeschuhwanderung auf den Herzogstand (1.731 m). Die Rundtour startet und endet auf der Passhöhe des Kesselbergs (864 m). Bei dieser Tour musst Du Deine Lawinenausrüstung bei Dir führen. Da Du einige steile Hänge passierst, solltest Du bei akuter Lawinengefahr von der Tour absehen. Für die Rundtour mit knapp 1000 Höhenmeter benötigst Du in etwa sechs Stunden. Starte zeitig! Das Herzogstand Haus lädt zur Einkehr ein – und die Ausblicke auf den Walchensee werden Dir den Atem rauben.( » Mehr Infos)

Das perfekte Outfit für Schneeschuhwanderungen: Hauptsache atmungsaktiv

Schneeschuhwandern ist eine der schönsten Aktivitäten im Winter. Damit es zu einem rundum schönen Erlebnis wird, solltest Du auch bei der Auswahl Deiner Kleidung auf gewisse Kriterien achten. Ganz oben steht die Atmungsaktivität. Egal ob im steilen oder flachen Gelände: Du wirst ins Schwitzen kommen. Mit unseren ZipIn!-Produkten kannst Du auf unterschiedliche Anstrengungen perfekt reagieren, weil Du je nach Bedürfnis Isolierungsschichten kombinieren kannst.

Für den Aufstieg eignen sich unsere super leichten, technischen Midlayer aus einem Materialmix aus Glattfließ an den Ärmeln und Wattierung am Oberkörper, der Dir Bewegungsfreiheit und ein angenehmes Klima bietet:

Am Gipfel, bei Pausen oder einem plötzlichen Wetterumschwung zauberst Du Deine wind- und wasserdichte Gore-Tex®-Regenjacke aus dem Rucksack. Eine wärmere Isolierungsschicht kannst Du spielend einzippen:

Eine passende Outdoor-Hose haben wir ebenso für Dich. Diese PFC-freien Hosen sind warm, sportlich, strapazierfähig und wasserdicht. Zudem punkten sie mit einer praktischen Beintasche, UV-Schutz 50+ und dank Comfort Fit mit elastischem Bund und vorgeformten Knie mit optimaler Bewegungsfreiheit:

Titelbild: © okram84 / Fotolia