Sabrina Simader ist eine kleine Sensation: Als erste und einzige Skirennläuferin überhaupt vertritt sie ihr Geburtsland Kenia beim aktuellen Ski-Weltcup. Im Februar 2018 wird sie nun bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea antreten – und all das in einem Schöffel-Rennanzug mit Leopardendesign.

Bereits seit 10 Jahren sind wir Ausstatter der Ski Alpin Athleten des Österreichischen Skiverbandes. Diese Saison gesellt sich zu den rot-weiß-roten Rennanzügen allerdings noch ein weiterer Schöffel-Rennanzug – und der bringt farbenfrohe Tupfer auf die weißen Skipisten:

In diesem Rennanzug steckt die 19-Jährige Sabrina Simader. Sie ist nicht nur die erste kenianische Ski-Rennläuferin im Weltcup, sondern wird auch bei den diesjährigen Olympischen Spielen für ihre Heimat Kenia antreten.

Das Design des Rennanzuges mit ihrem Lieblingstier, dem Schneeleoparden, haben wir übrigens eigens auf Wunsch von Sabrina angefertigt:

„Der Schneeleopard ist ein wundervolles Tier, ich wurde durch eine sehr gute Freundin auf ihn aufmerksam. Den Schneeleoparden und mich verbindet sehr viel, wir sind beide leidenschaftlich im Schnee, wir sind schnell und lieben die Berge und die Natur dort.“

Und Sabrina ist keineswegs nur der Beweis, dass wir modetechnisch noch mehr können als rot-weiß-rot. Sondern sie passt mit ihrer Leidenschaft für den Skisport und die Berge, mit ihrer authentischen Art und ihrer Heimatverbundenheit auch perfekt zu unserer Marke. Und deswegen sind wir stolz, sie sowohl beim aktuellen Weltcup als auch bei Olympia mit einem Schöffel-Rennanzug ausstatten zu können.

Interview mit Sabrina Simader: „Mein großer Traum wird wahr!“

Mit drei Jahren kam die heute 19-Jährige mit ihrer Mutter nach Österreich. Es war ihr Stiefvater Joseph Simader, ein leidenschaftlicher Skifahrer, der die kleine Sabrina das erste Mal auf Skier stellte – und ihr Talent und ihre Leidenschaft förderte.

Sabrina Simader: Ihre ersten Erfolge

© GEPA pictures / Christopher Kelemen

Ihre ersten Erfolge konnte sie in der Saison 2012/13 verbuchen: Sie wurde dreifache steirische Schülermeisterin im Riesenslalom, Super-G und Kombination. Darauf folgten drei Saisons des Internationalen Skiverbands (FIS) mit Höhepunkten bei der Jugend-Olympiade in Lillehammer 2016, ihren ersten Auftritten beim Weltcup in Maribor Anfang 2017 und bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Bei ihrem Debüt in Maribor brachte Sabrina Simader ihren bisher größten Erfolg in einem Internationalen Rennen ins Ziel: Bei einem FIS-Slalom fuhr sie auf Rang sieben. Aktuell wird sie vom ehemaligen ÖSV-Trainer Christian Reif trainiert.

Nun hat sich Sabrina Simader für die Olympischen Winterspiele in Südkorea qualifiziert und ist damit die erste Kenianerin, die als Skirennläuferin bei Olympia startet.

Im Interview verrät sie uns, dass das schon seit langer Zeit ein großer Traum von ihr ist:

„Seit ich zum ersten Mal im Fernsehen die olympischen Spiele gesehen habe, war mein Entschluss klar: Ich will Skirennläuferin werden und
einmal bei Olympia an den Start gehen. Und jetzt wird dieser große Traum endlich wahr!“

Sabrina, Du wurdest ja vergangenes Jahr auch zur „Sportlerin des Jahres“ bei den African-Women-in-Europa-Awards-2017 gewählt. Welche Verbindungen hast Du noch zu Kenia? Bist Du regelmäßig dort? Wie reagieren die Menschen dort auf Deine Karriere im Skirennsport?

„Ja richtig! Es war mir eine sehr große Ehre diesen Titel schon mit 19 Jahren von so einem großen Kontinent verliehen zu bekommen. Ich war das letzte Mal 2013 in Kenia bei meinen liebevollen Großeltern. Meine Familie steht voll hinter mir und gibt mir viel Mut & Kraft.

Natürlich können sie nicht wirklich verstehen, wie die Arbeit im Skirennsport abläuft, aber das ist mir persönlich nicht so wichtig. Sehr wichtig aber ist es mir, dass ich die Verbindung zu meinen Wurzeln nie verliere.“

Auch Du kannst Sabrina Simader unterstützen


Auch wenn Sabrina die Qualifikation für Olympia bereits in der Tasche hat – es warten noch weitere Herausforderungen auf die Athletin. Das kenianische Olympische Komitee und auch ihre anderen Sponsoren und Ausrüster unterstützen Sabrina natürlich nach Kräften – dennoch sind weit entfernte Wettkämpfe wie die Olympischen Spiele in Südkorea eine hohe finanzielle Belastung. Zusätzlich zu den Reise- und Gepäckkosten für Sabrina und ihr Team kommen weitere Kosten wie beispielsweise Aufenthaltskosten, Verpflegungskosten oder Kosten für die Miete von wichtiger Trainingsausrüstung vor Ort dazu.

Deswegen ist Sabrina aktuell auf der Suche nach Unterstützern, die sie – gerne auch mit kleinen Geldbeträgen – bei der Verwirklichung ihres großen Traumes unterstützen.

Hier findest Du Sabrinas Crowdfunding-Kampagne:
» Schau mal vorbei

Deine Spende wird es Sabrina auch ermöglichen, ihre Mutter Sarah mit zu den olympischen Spielen mitzunehmen – eine wichtige Stütze bei ihren Skirennen:

Dein Stiefvater hat ja in Dir die Liebe zum Skilaufen geweckt und Dein Talent gefördert. Wie hat Deine Mutter auf Deine neue Leidenschaft reagiert? Fährt sie auch Ski?

„Mein Vater war extrem leidenschaftlicher Sportler und Skifahrer. Er hat mich zum einen gelehrt, dass im Leben nichts von alleine geht, sondern dass man für sein Ziel und seinen Traum konsequent arbeiten muss. Aber dass es nichtsdestotrotz das Allerwichtigste ist, dass man es mit sehr viel Spaß macht!

Meine Mutter lernte erst im späten Alter das Skifahren. Bei meinen Rennen ist sie bis heute so gut es geht immer live dabei.“

Was war für Dich persönlich Dein bisher größter Erfolg? Welcher war der schönste Moment Deiner Karriere?

„Mein größter Erfolg und gleichzeitig auch schönster Moment war die Teilnahme an den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer.“

 

Welcher Mensch ist für Dich Dein größtes Idol? Wer inspiriert und motiviert Dich?

„Da gibt es sehr viel inspirierende Menschen von denen ich sehr viel Positives lerne.
Z.B. Michelle Deprince, die erste schwarze Primaballerina, oder Mikaela Shiffrin, die US-amerikanische Skirennläuferin.“

 

Worin besteht für Dich die größte Herausforderung beim Profisport? Welche Methoden hast Du entwickelt, um dem Druck standhalten zu können?

„Natürlich versucht man jeden Tag das Maximum aus sich herauszuholen, was manchmal auch an die mentalen und körperlichen Grenzen geht. Aber dieses Gefühl, sich dann überwunden zu haben, ist unbeschreiblich.

Mit dem „Brain & Body Management“ von Globallife arbeiten wir gemeinsam sehr stark in der Vorbereitung an meiner Entwicklung, um für die Saison zu 100% fit zu sein. Dabei umfasst die Behandlungsmethode individuelle Trainings- und Ernährungspläne, Persönlichkeitsentwicklung und auch mentale Betreuung.“

 

Du hast im Herbst Deine Schule abgeschlossen. Wann sind Deine finalen Abschlussprüfungen? Hast Du schon Pläne für die Zukunft – oder widmest Du Deine gesamte Aufmerksamkeit dem Sport?

„Meine schlussendlichen Abschlussprüfungen habe ich im Frühjahr 2018. Die ersten habe ich gut bestanden. Für mich ist es immer wichtig, auf zwei Standbeinen zu stehen. Mit meinen erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen habe ich eine sehr gute Grundlage gelegt. Somit werde ich mich erstmal zu 100% auf meine Karriere als Skirennläuferin konzentrieren. Viel Zeit außenrum bleibt da sowieso nicht.“

 

Wie verbringst Du Deine Freizeit, wenn Du mal nicht auf Skiern stehst? Welche Interessen und Sportarten bereiten Dir sonst noch Freude? Wie lenkst Du Dich ab?

„Ich liebe es, Yoga zu machen, um im Lot zu bleiben und den Kopf frei zu bekommen. Ich tanze und singe auch recht gerne (vielleicht liegt das im afrikanischen Blut 😉 ). Ich bin auch gerne an der frischen Luft, um zu Laufen oder in die Berge zu gehen.“

 

Wir bedanken uns bei Sabrina herzlich für das Interview und drücken ihr für Olympia natürlich ganz fest die Daumen!

 

Titelbild: © GEPA pictures/ Andreas Pranter