Welche Wolken kündigen Unheil an? Wie vermeidet man Steinschlag? Und welche Alpenblume war das nochmal? Wir haben 10 spannende Fragen mit jeweils 3 Antwortmöglichkeiten.

Einfach die richtige Antwort tippen und aufklappen. Falsch getippt? Macht nichts, einfach nochmal versuchen. Wir versorgen Dich zudem überall mit praktischem Know-How.

Teste jetzt Dein Bergwissen in unserem Quiz:

1. Welches Wetter kündigt eine Ambosswolke an?

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Richtig! 🙂
Als Ambosswolke bezeichnet man die voll entwickelte Gewitterwolke (Cumulonimbus), die in ihrem oberen, aus Eisteilchen bestehenden Teil eine ambossähnliche Form besitzt. Sie entsteht, wenn im Verhältnis zur Umgebung wärmere und somit eine geringere Dichte besitzende Luftpakete massiv aufsteigen. Der Aufstieg endet erst mit dem Erreichen des thermischen Gleichgewichtes an der Tropopause. Die Ambosswolke zählt zur Gattung der tiefen Wolken und kann eine beträchtliche vertikale Ausdehnung erreichen. Im Zusammenhang mit Ambosswolken kommt es fast immer zu Gewittern. Diese können mit massiven Schauern und Hagel einhergehen.

Mehr zum Thema Sicherheit in den Bergen findest Du hier: So erkennst und vermeidest Du Gefahren

Leider falsch. Eine Kaltfront ist eine Wettererscheinung im Zusammenhang mit einem Tiefdruckgebiet. Die Kaltluft bewegt sich hier in Richtung der Warmluft. Wie der Name es sagt, leitet das Aufziehen einer Kaltfront eine kühle Schlechtwetterperiode ein. Die Ankunft einer stärkeren Kaltfront wird durch recht starken, etwas abgekühlten Wind und Quellwolken angekündigt. In extremeren Fällen entstehen im Vorfeld auch Ambosswolken, aber sie sind nicht die Regel.

Ambosswolken sind absolut keine Schönwetterwolken! Schönwetterwolken sind Wolken, die sich tagsüber an sonnigen Tagen in einheitlicher Höhe bilden und sich abends wieder auflösen. Ihre größte Ausdehnung haben sie meist kurz nach Mittag.

2. Welche Alpenpflanze ist das?

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Leider nicht richtig.
Alpenveilchen siehst Du hier auf dem Bild:

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Nur eine Art der 22 Alpenveilchen-Arten, die europäische, ist auch in den Alpen beheimatet. Die zu den Primelgewächsen gehörenden Alpenveilchen tragen auf Stielen stehende einzelne Blüten, die zwar nach unten hängen, deren Kronblätter jedoch stark nach oben gebogen sind. Ihre Farbe reicht von Weiß über Rosa bis Purpurrot.

Richtig! 🙂
Der Enzian ist eine der bekanntesten Alpenpflanzen. Insgesamt gibt es etwa 300 bis 400 Arten, allein in Europa etwa 35. Beheimatet ist der Enzian in Gebirgen der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden. Du findest ihn auf Wiesen mit nährstoffarmen Böden.

Außerdem genießt der Enzian die Gemeinsamkeit mit anderen Pflanzen wie beispielsweise der pinkfarbenen Mehlprimel. Der Enzian mag Sonne, doch sobald sich der Himmel bewölkt, schließt der Enzian seine royalblauen Blüten. Gleiches passiert als Schutz vor Regen, Hagel und Kälte.

Aus der Enzianwurzel wird auch Schnaps hergestellt – allerdings enthält Enzianschnaps weder Blüten noch Wurzeln des blauen Enzians, auch wenn dieser oftmals auf den Etiketten aufgedruckt ist. In der Regel sind es jedoch die Bitterstoffe aus den Wurzeln des „Gelben Enzians“, die dem Alpenschnaps seine Note geben.

Leider falsch.
Der Blaue Eisenhut sieht so aus:

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Der Blaue Eisenhut ist eine traditionelle Zier- und Arzneipflanze. Alle Teile der Pflanze sind stark giftig. Bereits zwei Gramm der Wurzel sind tödlich. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 200 Zentimeter und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Seine zahlreichen, blauen Blüten stehen dicht in einem verzweigten, traubigen Blütenstand.

3) Welcher Kartenmaßstab ist der richtige für Wanderungen?

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Karten im Maßstab 1:50.000 können zum Wandern geeignet sein – allerdings solltest Du Dich nicht blind darauf verlassen.

Der Maßstab gibt das Verhältnis zwischen der Abbildung auf der Karte und der Realität wieder. Bei einem Maßstab von 1:50.000 entspricht ein Zentimeter 500 Gelände-Metern. Orientierung ist damit schwieriger, weil die Karte weniger Details anzeigt.

Diese Karten bieten einen guten Überblick (was natürlich gerade bei längeren Touren / Mehrtagestouren wichtig ist), und wenn eine Tour bspw. gut ausgeschildert ist, reichen sie sicherlich auch.

Für anspruchsvolle Tagestouren oder gar im Hochgebirge solltest Du jedoch immer auf eine Karte mit einem größeren Maßstab (in diesem Fall 1:25.000) zurückgreifen.

Richtig. 🙂
Eine topografische (wirklichkeitsgetreue) Karte mit dem Maßstab 1:25.000 bildet das Gelände mit Höhenprofil ab und ist deswegen am besten für Wanderungen geeignet. Bei einem Maßstab von 1:25.000 entspricht die Distanz von einem Zentimeter auf der Karte 250 Metern im Gelände. Gute Karten zeigen alle wichtigen Geländemerkmale wie Bewuchs, Straßen, Schutzhütten, Wege, Flüsse, Bäche oder Seen an.

Für lange Wanderungen oder gar Mehrtagestouren kann hier allerdings die Übersicht verloren gehen – hier kann es ratsam sein, zusätzlich noch eine Karte im kleineren Maßstab (1:50.000) mitzunehmen.

Vier Karten mit dem Maßstab 1:25:000 decken das Gebiet einer Karte mit dem nächstkleineren Maßstab ab, also in diesem Fall 1:50:000.

Dieser Maßstab ist für Wanderungen viel zu ungenau. Meistens werden Fahrradkarten im Maßstab 1:75.000 erstellt, weil lediglich Radwege angezeigt werden müssen. Unwegsames Gelände und kleine Serpentinen sind in einem solchen Maßstab nicht mehr abzubilden.

4) Wie deutet man Höhenlinien in einer Karte?

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Richtig. 🙂
Punkte gleicher Höhe sind durch feine, braune Linien verbunden. Je dichter sie aufeinanderfolgen, desto steiler ist das Gelände. Sie sind somit die wichtigste Orientierungshilfe im Gelände. Die Höhenlinien sollen dazu dienen, sich das Gelände räumlich vorstellen zu können. Das Gelände wird in gleichen Abständen horizontal in einzelne Scheiben geschnitten.

An einer Kartoffel lässt sich das leicht veranschaulichen: Halbiere die Kartoffel einmal. Damit hast Du einen Berg. Diese schneidest Du mit einem scharfen Messer in ganz dünne Scheiben. Diese legst Du von unten nach oben auf ein Blatt und markierst ihren Umriss mit einem Stift. Als Ergebnis hast Du das Höhenlinienbild der halben Kartoffel.

Die Höhenlinien werden zwar zur Bestimmung der Steilheit des Geländes eingesetzt, dieses Merkmal ist aber nicht ohne Hilfsmittel genau ablesbar.

Der senkrechte Abstand zweier benachbarter Höhenlinien wird als Äquidistanz bezeichnet. Die Äquidistanz ist für das gesamte Kartenblatt gleich und hängt vom Landschaftstyp ab. In bergigem Gelände beträgt die Distanz 20 Meter.

Der Planzeiger ist das Mittel Deiner Wahl. Er ist auf transparentes Kunststoffmaterial gedruckt und misst 12 mal 20 Zentimeter. Auf dem Planzeiger ist ein Neigungsmaßstab zur Bestimmung der Hangneigung aus der Karte gedruckt (Einheit: Grad). Durch den Vergleich der Skalenabstände mit dem Abstand zweier benachbarter Höhenlinien lässt sich die Hangneigung zwischen zehn und 60 Grad ermitteln.

Natürlich veranschaulichen Höhenlinien die Umgebung, aber sie haben wie in Punkt a) und b) erläutert eine sehr wichtige Funktion. Anhand der Höhenlinien kannst Du nämlich auch erkennen, wie steil ein Weg verläuft. Geht der Weg auf der Karte parallel zu den Höhenlinien, so ist er recht flach. Verläuft er hingegen senkrecht zu den Höhenlinien, handelt es sich um einen Weg, der genauso steil wie das Gelände ist.

5) Warum ist es wichtig, Kompass und Karte einzunorden?

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Das ist richtig. Ohne den Abgleich mit dem Gelände wüsstest Du nicht, wo Du Dich befindest und könntest Dich nicht orientieren. Das Ziel ist es, Dich so im Gelände zu positionieren, dass Deine Karte möglichst genau gen Nord ausgerichtet ist. Zur groben Einnordung ohne Kompass gleichst Du das Gelände mit der Karte ab und richtest die Karte entsprechend aus. Dafür musst Du aber Deinen Standpunkt auf der Karte kennen.

Die Karte musst Du so lange drehen, bis die Peilrichtung vom Standort zu einem fernen Objekt in der Karte (z. B. Hütte, Wegkreuzung, Berggipfel) mit der Peilrichtung im Gelände übereinstimmt. Das funktioniert natürlich nur bei guter Fernsicht.

Ohne Weitblick und Standortkenntnis benötigst Du einen Kompass. In diesem Fall drehst Du die Karte so lange, bis die seitliche Kartenblattkante, der seitliche Kartenrahmen oder die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gitterlinien (sofern vorhanden) parallel zur Magnetnadel des Kompasses liegen, wobei das Nordende der Magnetnadel zur Nordseite der Karte zeigt. Etwaige Abweichungen werden aber bei diesem Verfahren nicht berücksichtigt.

Die Karten sind immer Richtung Nord ausgerichtet. Nord ist somit immer oben und Süd unten. Es kann Dir natürlich trotz Einnordnung „passieren“, dass Du die Karte auf dem Kopf deuten müsstest, weil es darauf ankommt, wohin Du Dich orientieren willst. Die Karten sind aber so konzipiert, dass Dir das keine größeren Probleme bereiten sollte.

Um zu wissen, wo Du stehst, ist das Einnorden ein wichtiger Schritt. Aber es müssen noch weitere folgen. Am Einfachsten ist natürlich, wenn Du ein GPS-Gerät dabei hast oder ein Handy mit Wanderapp. Dieses gibt Dir Deinen genauen Standort an, den Du dann anhand der Koordinaten auf die Karte übertragen kannst.

Ohne eine solche Hilfe wird es ein bisschen komplizierter. Dann kommt die sogenannte Kreuzpeilung zur Anwendung. Wie die funktioniert, verraten wir Dir hier: Wie lese ich einen Kompass richtig?

6) Woran kann man sich in der Natur orientieren, um die Himmelsrichtung zu erkennen?

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Steinmanndln sind sehr hilfreich, weil sie neben Wegweisern, die vom Alpenverein angebracht werden, Orientierung bieten. Die Steinhaufen am Wegesrand haben schon den ein oder anderen Wanderer davor bewahrt, am Ende einer Serpentine die Biegung zu verpassen. Aber Du solltest Dich trotzdem nie allein auf diese Wegmarkierungen verlassen, weil sie natürlich auch falsch sein können.

Das hat wirklich selten Aussagekraft. Teilweise missdeutet man auch Tierfährten und findet sich auf einmal gamsengleich in steilem Gelände wieder. Doch die Natur gibt Hinweise genug für eine grobe Orientierung: Die Wetterseite von freistehenden Objekten befindet sich im Nordwesten. Die Rinde eines einzeln stehenden Baumes ist auf der Wetterseite häufig rissig und bemoost. Sonnenblumen drehen ihre Köpfe tagsüber immer mit der Sonne mit.

Richtig. 🙂
Ein toller Merkspruch ist folgender:

„Im Osten geht die Sonne auf, im Süden steigt sie hoch hinauf, im Westen wird sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn.“

Somit kann der Sonnenstand zu bestimmten Tageszeiten eine Orientierung für die Himmelsrichtung sein. Am Morgen geht gegen sechs Uhr die Sonne im Osten auf, mittags um etwa 12 Uhr steht sie im Süden und am Abend, um 18 Uhr, geht sie im Westen unter. Das variiert je nach Jahreszeit, aber dient zur groben Orientierung. Voraussetzung ist natürlich, dass die Sonne scheint!

7. Wie verhältst Du Dich bei Gewitter richtig?

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Naja, Du kannst es ja mal versuchen. Aber Du wirst schnell merken, dass es effektiver ist, einen kühlen Kopf zu bewahren und die Situation zu bewerten. Wo befindest Du Dich? Stehst Du auf einer großen Wiese und bist die höchste Erhebung? Dann ist das schlecht. Stehst Du unter einem einzeln stehenden Baum? Das wäre ebenso schlecht.

Wegrennen hilft nichts, im Gegenteil: Von der Einschlagstelle breitet sich die Spannung kreisförmig aus und verliert dabei an Stärke. Stehen die Füße nun, weil man gerade einen Schritt macht, auseinander, dann besteht zwischen ihnen ein Spannungsunterschied und der Strom kann durch den Körper fließen.

Abhilfe schafft dabei, sich mit geschlossenen Beinen hüpfend aus dem Zentrum des Gewitters zu bewegen. Achte darauf, nicht den höchsten Punkt im Gelände zu bilden, denn ein Blitz sucht sich immer den höchsten Gegenstand in seiner Umgebung aus. Am besten suchst Du Dir also eine Mulde im Boden und gehst in der Vertiefung mit geschlossenen Füßen in die Hocke.

Was tun bei Gewitter am Klettersteig? 

Das ist richtig, aber auch hier gilt es einiges zu beachten. Zunächst musst Du darauf achten, dass der Unterschlupf (zum Beispiel ein Felsvorsprung) so groß ist, dass er Dich von kleinen Sturzbächen abschirmt, weil (fließendes) Wasser Strom weiterleitet.

Außerdem musst Du darauf achten, dass sich Dein Unterschlupf nicht mit Wasser füllen kann, sonst droht Ertrinkungs- bzw. Einschlussgefahr.

Setze Dich in Deinem Unterschlupf auf Deinen Rucksack, der dringend frei von Metall sein muss. Wanderstöcke und andere metallischen Gegenstände lagerst Du außer Reichweite.

Isolierend wirkt ebenso ein Seil, auf das Du Dich setzen kannst. Gehe dabei in die Hocke und stelle die Beine möglichst dicht zusammen.

Halte Abstand zu anderen Personen.

Bloß nicht! Im Gegenteil: Du musst alle metallenen Gegenstände und auch Dein Handy so weit entfernt wie möglich von Dir platzieren. Ebenso solltest Du schnellstmöglich Klettersteig, Leitern und Gipfelkreuze verlassen, weil sie den Strom direkt in Deinen Körper leiten. Es besteht absolute Lebensgefahr!

6 Sätze, die ein Wanderer niemals sagen würde

8. Wie vermeidest Du Steinschlag?

Alpine Gefahren: Schild Achtung, Steinschlag
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Das wäre eine weise Entscheidung – wenn es nur so einfach wäre. Oft lässt es sich nicht gänzlich vermeiden, in exponiertem Gelände unterwegs zu sein. Das gilt vor allem für Klettersteige. Wichtig ist, dass sich alle an Grundregeln halten und gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen. Fremde Gruppen von Wanderern und Bergsteigern, vor allem, wenn sie oberhalb steigen, solltest Du im Auge behalten.

Verhalten bei Steinschlag:
Beobachtest Du Steinschlag oder löst ihn selbst aus, rufe lauf und deutlich „Stein!“, damit alle anderen gewarnt sind. Löst sich Gestein über Dir, schau nicht nach oben, sondern lehne Dich möglichst nah an die Wand mit dem Kopf nach unten. Eventuell kannst Du Dir auch den Rucksack über den Kopf halten.

Häufig sind aber auch Tiere Auslöser von Steinschlag. Das lässt sich leider nicht beeinflussen.

Das ist ein wichtiger Hinweis, er gilt vor allem für das Gehen in Serpentinen. Bist Du in einer Gruppe im steinschlaggefährdeten Gelände in Serpentinen unterwegs, so solltest Du an der Kehre auf das Aufschließen der anderen Wanderer warten, und erst dann in die nächste Strecke einsteigen.

Richtig! Als Wandergruppe solltet ihr nah beisammenbleiben, damit der Stein nicht durch die lange Flugstrecke an Fahrt aufnimmt. Je länger die Strecke, die ein ausgelöster Stein fällt bzw. rollt, desto gefährlicher wird er.

9. Kann man Biomüll einfach am Berg liegen lassen?

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Stimmt nicht. Als Beispiel eignet sich die Bananenschale, weil sie ein beliebter Snack zwischendurch ist. Sie verrottet tatsächlich extrem langsam – der Prozess kann bis zu fünf Jahre dauern. Zwar verändert sich die Bananenschale bereits zu Beginn. Sie schrumpft etwas, wird schwarz und bekommt eine ledrige Konsistenz. Aber so bleibt sie dann aber für den Rest des Prozesses einfach liegen.

Von daher: Abfallentsorgung ist ein Muss für alle – und ganz besonders für Natur- und Bergfreunde. Und wie viel Mühe kostet es, seinen Müll vom Berg wieder mit runterzunehmen und anständig zu entsorgen? Keine. Nimm einfach eine Tüte mit. Zur Not kannst Du die Tüte auch außen am Rucksack anbringen.

Übrigens ist die unsachgemäße Entsorgung von Müll auch strafbar. Das gilt auch für Obst- und Lebensmittelreste!

Das ist richtig!
Es kommt allerdings auch ein bisschen auf die Art des Biomülls an. Wie in Punkt a) erläutert, benötigt beispielsweise eine Banane fünf Jahren. Speziell Schalen von tropischen oder subtropischen Früchten verrotten in der Regel sehr viel langsamer als heimische. Das gilt für Orangen und Zitronenschalen, Ananas, Kiwi, Bananen und Mangos. Heimische Früchte wie ein Apfel zersetzen sich schneller und werden auch eher mal von Tieren gefressen. Der biologische Abbau hängt allerdings auch stark von der Umgebung, der Höhe und der Temperatur ab.

Das ist wenig bis gar nicht richtig. Höchstens ein Apfel oder eine Karotte schmeckt den Tieren, ohne ihnen zu schaden. Bananenschalen oder andere exotische Früchte werden liegen gelassen und verschandeln die Umwelt.

Die Natur kommt sehr gut ohne den Einfluss von Menschen aus. Deswegen solltest Du schon mit einer klugen Brotzeit-Planung entgegenwirken: ein lecker belegtes Brot mit einem gekochten Ei, heimisches Obst und selbstgemachte Energieriegeln verpackt in einer Tupper-Box – fertig ist Deine umweltverträgliche Stärkung. Den Müll sammelst Du entweder in einer extra Tüte oder in der Box.

Mehr zum Thema findest Du hier: Vom Umgang am Berg mit Mensch und Natur

10. Wie kann ich einschätzen, ob ich einer Tour gewachsen bin?

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Das ist optimistisch! Natürlich trägt eine gute Fitness zu einem erfolgreichen Gipfelsturm bei, aber es gehört noch viel mehr dazu. Und natürlich kommt es auch darauf an, wie weit Dein Arbeitsplatz von Deinem Zuhause entfernt ist? Fährst Du täglich 20 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit und zurück? Na gut, das ist eine Nummer. Drei Kilometer? Das reicht nicht aus.

Regelmäßige Kraftübungen und Ausdauertraining sind essentiell. Und natürlich Erfahrung! Du musst der Tour Deiner Wahl absolut gewachsen sein und in jeder Sekunde Herr/ Frau der Lage sein. Verlass Dich dabei auch nicht auf andere, es sei denn, Du bist mit einem Bergführer unterwegs.

Richtig! Nach einer Routenbeschreibung zu suchen, ist der wichtigste Schritt. Entweder findest Du diese Online oder in einem Wanderführer. Darin sind deutlich der Schwierigkeitsgrad der Tour und der Routenverlauf verzeichnet. Nun kommt es drauf an, wie gesund Deine Selbsteinschätzung ist. Eine Überschätzung ist eine der häufigsten Unfallursachen!

Davon darfst Du nicht automatisch ausgehen. Es gibt auch Touren, bei denen es keine Exit-Option gibt. (zum Beispiel bei Grattouren) Informiere Dich vorab über Umkehrmöglichkeiten oder Abkürzungen auf der Route. Diese sollten aber regulär verlaufen. Experimente in ausgesetztem Gelände können schnell in einer Katastrophe ende. Du solltest IMMER wissen, wo Du Dich befindest. Kartenmaterial und Routenverlauf solltest Du immer dabei haben.

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