Heute nehmen wir Dich mit auf einen Ausflug in die Schweiz. Das Land ist reich an Naturschätzen. Insbesondere das Kanton Wallis überbietet sich mit Superlativen: Hier im Südwesten der Schweiz befinden sich der größte Gletscher der Alpen, einer der bekanntesten Berge der Welt und die längste Hängebrücke weltweit. Außerdem startet im Wallis eine der spektakulärsten Panorama-Zugfahrten überhaupt.

Komm mit uns ins Wallis, wandern und staunen:

INHALT
1. Wissenswertes über das Kanton Wallis
2. Wallis für Naturliebhaber: Entdecke den größten Gletscher der Alpen im Aletschgebiet
3. Wallis für Familien: Bestaune das Wahrzeichen der Schweiz – das Matterhorn/Zermatt
4. Wallis für Adrenalin-Junkies: Wandere über die längste Hängebrücke der Welt
5. Wallis für Genießer: Durchfahre die atemberaubendste Natur mit dem Glacier-Express

Über das Kanton Wallis

Das Wallis ist ein Kanton im Südwesten der Schweiz, das für Naturliebhaber und Abenteurer gleichermaßen das ganze Jahr viel zu bieten hat. Die bekannten Skigebiete in Saas-Fee, Zermatt, Fiesch und Verbier laden im Winter zum Skifahren ein. Und im Sommer locken im Wallis zahlreiche Berge und Ausflugsziele:

Wallis: Geographie und Berge

Das Wallis besteht hauptsächlich aus dem Tal der Rhone vom Rhonegletscher bis zum Genfersee und den Rhone-Seitentälern. Im Norden liegen die Berner und Waadtländer Alpen, im Süden die Walliser Alpen mit den mächtigsten und höchsten Bergmassiven der Alpen – Monte Rosa, Mischabel und Weisshorngruppe. Der höchste Berg der Walliser Alpen und der Schweiz ist die Dufourspitze mit 4.634 Meter. Insgesamt gibt es in der Schweiz über 3.350 Gipfel über 2.000 Meter Höhe. Die 16 höchsten Gipfel der Schweiz liegen alle in den Walliser Alpen.

Neben dem Aletschgletscher befinden sich im Wallis zwei weitere der größten Gletscher der Alpen: der Gornergletscher und der Fieschergletscher.

Das Klima im Haupttal des oberen Wallis ist sehr trocken und warm, weil die umliegenden, bis zu 4.000 Meter hohen Berge das Gebiet einkesseln. Der tiefste Punkt liegt bei 372 Meter am Genfer See. Das Wallis teilt sich in das französischsprachige Unterwallis und in das deutschsprechende Oberwallis. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im deutschsprachigen Raum.

Wandern Wallis Naturliebhaber:
Entdecke den größten Gletscher der Alpen im Aletschgebiet

Aletschgletscher | © Ricr / Fotolia.com

Einen besonderen Ausblick auf den Aletschgletscher bieten die Aussichtspunkte Moosfluh, Bettmerhorn und Eggishorn, die Du problemlos mit der Gletscherbahn erreichst. Auf einer Höhe von bis zu 2.300 Metern wird Dir das Ausmaß des Gletschers überhaupt erst bewusst. Der Aletschgletscher ist mit 22,75 Kilometern Länge und einer Fläche von 81,7 Quadratkilometern der größte und längste Gletscher der Alpen. Flächenmäßig ist der Gletscher in etwa so groß wie der Chiemsee. Das Gebiet rund um den Gletscher sowie der einzigartige Aletschwald, ein alter Arven-Lärchenwald, gehören seit 2001 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der riesige Eisstrom mit einem Gewicht von 27 Milliarden Tonnen erstreckt sich von seinem Einzugsgebiet in der Jungfrauregion auf 4.000 Meter bis auf die rund 2.500 Meter tiefer gelegene Massaschlucht. Doch auch der größte Gletscher der Alpen unterliegt den Einflüssen des Klimawandels. Seinen letzten Hochstand hatte der Grosse Aletschgletscher um 1860: Er war rund drei Kilometer länger als heute, der Gletscherrand lag im Bereich des Aletschwaldes gut 200 Meter höher. Dieses Gebiet zeichnet sich noch immer als helles Band mit recht junger Vegetation in der Landschaft ab. Seither zieht sich der Gletscher immer mehr zurück – zwischen 1973 und 2010 nahm die Fläche aller Gletscher in der Schweiz um 28 Prozent auf etwa 940 Quadratkilometer ab.

Ein besonderes Erlebnis sind geführte Touren ins ewige Eis des Aletschgletschers. Mit viel Mut kannst Du Dich sogar in eine Gletscherspalte abseilen lassen. Außerdem erfährst Du Wissenswertes über Gletscherkunde, den Verlauf der Eiszeiten sowie über die Flora und Fauna im Aletschgebiet. In der Gletscherwelt Bettmerhorn wartet zusätzlich eine multimediale Ausstellung rund um das Thema Gletscher auf Dich. » mehr Infos

AlteschwaldAletschwald | © Marco / Fotolia.com

Der Rückgang des Gletschers lässt sich an den glattgeschliffenen Bergrücken der höchsten Erhebungen im Aletschgebiet – Bettmerhorn und Eggishorn – erkennen. Nur die Gipfel der Berge waren nicht vom Eis bedeckt und weisen eine schroffe Form auf. Gletscher sind markante Landschaftsgestalter. Auch am Aletschwald wird das auf eindrückliche Weise deutlich. Die Pflanzen erobern sich durch Neubesiedlung der Seitenmoränen des Gletschers ihren Lebensraum zurück.

Praktische Informationen

Anfahrt: Das Aletschgebiet erreichst Du mit dem Auto über den Ort Fiesch.
Unterkunft: Allgemein gilt, dass die Preise in der Schweiz recht hoch sind. Informiere Dich vorab nach günstigen Unterbringungsalternativen. Im Ort gibt es verschiedene Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und sogar Campingplätze. Somit lohnt sich auch eine Anreise im Camper oder mit dem Zelt.

Was kannst Du unternehmen?

  • Tourentipp auf den Gletscher mit Bergführer:
    Genieße eine Rundwanderung auf dem Aletschgletscher mit einem erfahrenen Bergführer. Am Seil gesichert, entdeckst Du spannende Gletscher-Phänomene und genießt beeindruckende Ausblicke.
    Start: Bergsteigerzentrum Aletsch in Fiesch
    Dauer: sechs Stunden Gehzeit
    Zeitpunkt: jeweils dienstags, freitags und sonntags, Juni – Oktober
    » mehr Infos
  • Tourentipps ohne Bergführer:
    • Der Aletschwald kann zu Fuß erreicht und auf mehreren Wanderwegen durchlaufen werden. Für die 10 Kilometer lange Rundtour benötigst Du in etwa fünf Stunden und überwindest 460 Höhenmeter. » mehr Infos
    • Die Aletschgletscher-Panoramawanderung bietet grandiose Ausblicke auf den Gletscher. Du wanderst vom Bettmergrat an der Nordflanke des Bettmer- und Eggishorns entlang zum Märjelensee. Beste Zeit für die Tour ist von Juli bis September/Oktober. Wegen erhöhter geologischer Aktivitäten wurden im September 2016 mehrere Wanderwege gesperrt. Informiere Dich vor Deiner Tour im Tourismusbüro vor Ort oder » hier.

Wandern Wallis Familien:
Bestaune das Wahrzeichen der Schweiz, das Matterhorn in Zermatt

Zermatt mit Matterhorn im Hintergrund | © BigGabig / Fotolia.com

Das kleine Ferienörtchen Zermatt (1.620 m) ist nicht nur bekannt für seine Schönheit. Von hier aus hast Du auch die einmalige Gelegenheit, das Matterhorn (4.478 m) zu besichtigen. Das Matterhorn ist eine eindrückliche Felspyramide mit Starcharakter. Der Berg gilt als Wahrzeichen der Schweiz und musste unter anderem für Schokoladenwerbung herhalten. Wer das Matterhorn das erste Mal sieht, versteht auch, warum der Berg so berühmt ist: Seine Form ist absolut einmalig. Fast wie mit dem Lineal vermessen, fallen seine Flanken im perfekten Winkel zu beiden Seiten hin ab.

Kein Wunder also, dass das Matterhorn auch eine eindrückliche Besteigungsgeschichte aufzuweisen hat. Die Erstbesteiger rund um Edward Whymper ereilte nach der erfolgreichen Begehung ein schweres Schicksal: Vier der sieben Bergsteiger aus der Seilschaft stürzten in den Tod. Die Umstände dieses Unfalls sind noch immer nicht restlos aufgeklärt. Der Berg hat eine italienische (Südwand) und eine schweizerische (Ost-, Nord- und Westwand) Seite. Alle Wege auf das Matterhorn sind äußerst anspruchsvolle, alpine Unternehmungen.

Praktische Informationen

Anfahrt: Der Ort Zermatt ist autofrei und nur mit der Bahn zu erreichen. Die Anreise für Autofahrer endet in Täsch, etwa fünf Kilometer vor Zermatt. Dann geht es weiter per Bahn-Shuttle oder Taxi in den autofreien Kurort.
Unterkunft: Auch hier gilt, dass Du Dich unbedingt vorab über Preise informieren solltest. Zermatt, als weltweit beliebter Touristenmagnet, ist noch einmal teurer als der Rest der Schweiz. Ferienwohnungen und Hotels findest Du in Zermatt sehr zahlreich.

Was kannst Du unternehmen?

  • Wanderung auf dem Fünf-Seenweg: Die Route führt Dich von Blauherd nach Sunnegga an fünf Bergseen vorbei, die von bunten Alpenblumen umsäumt sind. Das Besondere: Am Stellisee, Grindjisee und Leisee spiegelt sich das Matterhorn auf der Wasseroberfläche. Der Leisee und Grünsee lädt zu einem erfrischenden Bad ein. Die Wanderung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Am Leisee hast Du überdies einen Kinderspielplatz und Picknick-Möglichkeiten. Brotzeit nicht vergessen! » zur Tour 
Matterhorn | © Bergfee / Fotolia.com
  • Ausflug auf den Gornergrat (3.089 m): Der Gornergrat gehört seit 1898 zu den beliebtesten Ausflugszielen der Schweiz. Mit der höchsten im Freien angelegten Zahnradbahn Europas gelangst Du das ganze Jahr über vom Bahnhof Zermatt (1.620 m) auf den Gipfel des Gornergrats. Die Fahrt dauert 33 Minuten und überwindet 1.469 Höhenmeter. Sie führt über eindrucksvolle Brücken, durch Galerien und Tunnels, und es geht vorbei an Wäldern mit Lärchen und Arven, an Steinschluchten und Bergseen.Oben warten auf Dich das höchst gelegene Hotel der Schweiz: das Kulmhotel Gornergrat (3.100 m), und ein besonderes Panorama. Denn vor Dir offenbart sich das Monte-Rosa-Massiv mit der Dufourspitze (4634 m) sowie 29 weiterer 4.000er einschließlich des Matterhorns. Auch den zweitgrößten Gletscher, den Gornergletscher, erblickst Du vom Grat aus. » zur Gornergratbahn
  • Schatzsuche für Kinder ab fünf Jahren: In Begleitung von Erwachsenen können Kinder in Zermatt auf Schatzsuche gehen und den Ort auf eine besondere Art entdecken. Mit einer Schatzkarte und zahlreichen Hinweisen bist Du mit Deinen Kindern auf einer einstündigen Schatzsuche unterwegs. Erkundige Dich im Tourismusbüro vor Ort über die Teilnahmebedingungen.

Wandern Wallis Adrenalin-Junkies:
Über die längste Hängebrücke der Welt

Aletschwald | © Michal / Fotolia.com

Du willst in Deinem Urlaub Natur erleben, gewürzt mit einem kleinen Adrenalin-Kick? Dann haben wir genau das Richtige für Dich: die längste alpine Fußgängerhängebrücke der Welt. Nicht nur die technischen Daten der „Charles Kuonen Hängebrücke“ beeindrucken. Die Brücke ist

  • 494 Meter lang,
  • bis zu 85 Meter hoch und
  • weist eine Höhendifferenz von etwa 10 Metern auf.

Auch die Ausblicke sind absolut grandios. Die Brücke ist Teil des Europawegs, einem der wohl schönsten Zweitagestouren der Alpen. Das Alpenpanorama der Walliser Berge inklusive Matterhorn ist Dein ständiger Begleiter.

Das imposante Bauwerk ist installiert worden, um den Europaweg zwischen Grächen und Zermatt zu erhalten. Die zuvor errichtete Brücke wurde von Steinschlag zerstört. Zwischenzeitlich mussten die Wanderer hinab ins Mattertal steigen, um die Schlucht zu durchqueren. Jetzt ist die Brücke eines der Highlights der Tour – und nichts für Menschen mit Höhenangst. Als Laufsteg dienen verzinkte Gitterroste. Dein Blick nach unten offenbart Dir die unglaubliche Höhe, in der Du Dich befindest. Bist Du bereit für den besonderen Kick?

Infos zum Europaweg, einem der schönsten Höhenwanderwege der Alpen

Ausgangsort: Grächen
Länge: Der Höhenweg ist 31 km lang und eröffnet Aussichtspunkte auf die Weisshorngruppe. Der Europaweg ist auch Teil der Tour Monte Rosa, einer achttägigen Weitwanderung rund um das Monte-Rosa-Massiv.
Dauer: Dank der Europahütte kann der Weg in zwei Tagesetappen von je 6 – 7 Stunden bewältigt werden.
Einkehr: Europahütte (2.265 m) mit Übernachtungsmöglichkeiten
Beste Zeit: zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober
Route: Der Europaweg verläuft von Grächen über die Europahütte nach Sunnegga (2280 m) oberhalb von Zermatt.
» zur Tour

Wallis für Genießer:
Ausgangspunkt für den Glacier-Express

Glacier Express AG, Stefan Schlumpf
© Glacier Express AG, Stefan Schlumpf

Natürlich hat die Schweiz auch etwas für Genießer zu bieten: Den wohl langsamsten Schnellzug der Welt, der Dich durch eine atemberaubende Landschaft kutschiert. Der Glacier Express fährt in acht Stunden von St. Moritz nach Zermatt und überwindet 291 Brücken, fährt durch 91 Tunnel und über den 2.033 Meter hohen Oberalppass nahe der Quelle des Rheins. Die beeindruckendste Etappe führt zwischen Oberwald und Zermatt direkt durchs Wallis. Ein Zustieg an der Haltstelle Deiner Wahl ist problemlos möglich.

Der Schmalspurzug verkehrt auf der Strecke seit 1930. Im Panoramawaggon lehnst Du Dich zurück und genießt den Blick nach draußen, weil der Zug mitten durch die Natur fährt. » mehr Infos

Tipp: Bestelle Dein Dreigangmenü vorab. Durch die großen, sauberen Fenster kannst Du auch problemlos Fotos schießen und Dir Deine nächsten Bergziele ausgucken. Auch mit Kind ist die Bahnreise absolut empfehlenswert.

Outfit-Tipps:
Perfekt ausgestattet für Deinen Urlaub im Wallis

Wir haben das perfekte Outfit für Dich, in dem Du sowohl am Berg als auch im schicken Zermatt eine gute Figur machst, ohne Dich für einen Stadtbummel umziehen zu müssen: Unsere OUTLEISURE-Jacken sind alltagstauglich und stylisch, gleichzeitig aber auch atmungsaktiv, wind- und wasserdicht:

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Titelbild: © Victorflowerfly / Fotolia.com