Wusstest Du, dass unser Kontinent einige der spektakulärsten Naturphänomene der Welt beheimatet? Komm mit uns auf eine Abenteuerreise in Wort und Bild und entdecke ein paar der beeindruckenden Naturschauspiele, die Europa zu bieten hat:

Vulkanismus: Unter Dir brodelt die Lava
Giant’s Causeway: Wie von einem Riesen erbaut
Wattenmeer: Spaziergang in den endlosen Weiten
Riesenwellen: Beobachte die besten Surfer der Welt
Blautopf: Leuchtendes Auge aus der Tiefe
Outfit-Tipps: Die perfekten Begleiter für Dein Abenteuer

Europa ist nach Australien der zweitkleinste Kontinent der Welt. Auf einer Fläche von gut zehn Millionen Quadratkilometern variiert das Klima von warm-gemäßigt (West) bis kontinental (Ost), von arktisch (Norden) bis zu mediterran (Süden). Vielfalt und Platz genug, um einige der schönsten und spektakulärsten Naturphänomene der Welt zu beherbergen.

Was sind Naturphänomene?
Naturphänomene bestechen durch ihre Schönheit, Seltenheit – oder auch ihre Lebensfeindlichkeit. Sie beschreiben einen natürlichen Vorgang oder Zustand, der meist in Form von Wasser, Eis, Feuer, Gestein oder anderen Elementen auftritt. Einige Naturgewalten sind unberechenbar und führen nicht selten zu gefährlichen Situationen. Andere sind einfach nur schön anzusehen und verzaubern durch ihre mystische Art.

1. Vulkanismus: Unter Dir brodelt die Lava

Ausbruch des Strokkur-Geysirs, Golden Circle, Island | © Puripat / Fotolia

Heiß und zerstörerisch: Vulkanismus prägt vor allem den Norden und Süden unseres Kontinents. Obwohl wir auch in Deutschland vulkanische Gebiete haben, ist die brodelnde Erde unter uns doch nirgendwo besser zu beobachten als in Island. Der bekannteste Geysir ist der Strokkur im Süden der Insel, der seine kochend heiße Fontäne bis zu 35 Meter in die Höhe schießen lässt. Diese Eruptionen ereignen sich in etwa zehnminütigen Abständen. Die Kraft, mit der die vor dem Ausbruch anschwellende Wasserblase dann regelrecht explodiert, ist atemberaubend:

Ebenfalls in Island, im Jahre 2010: Hier führte der Ausbruch des Eyjafjallajökull, des sechstgrößten Gletschers Islands, zu einer beispiellosen Sperrung des Flugraums über Europa – die Vulkan-Asche hatte die Sicht stark beeinträchtigt:

Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island im Jahr 2010 | © Jochen Scheffl / Fotolia

 

Teide: Dritthöchster Inselvulkan der Erde

Aber auch im Süden Europas ist der Vulkanismus noch erlebbar: So sind die kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Dunkles Lavagestein, schwarzer Sand und Lavakies bestimmen beispielsweise das Landschaftsbild auf La Palma und Teneriffa. Der Teide auf Teneriffa ist mit seinen 3.718 Metern der höchste Berg Spaniens. Vom Meeresboden aus gemessen ist er sogar 7.500 Metern hoch und damit der dritthöchste Inselvulkan der Erde. Der letzte Ausbruch im Teide-Massiv ist allerdings bereits eine Weile her: Er fand im Jahr 1909 statt.

Der Teide auf Teneriffa | © Ingo Bartussek / Fotolia

Der aktivste europäische Vulkan ist zweifelsfrei der Ätna auf Sizilien in Süditalien (Titelbild), der mit 3.323 Meter einer der höchsten Vulkane Europas ist. Erst 2017 ereignete sich eine Eruption, die Lava-Fontäne schoß dabei bis zu 200 Meter in den Himmel.

2. Giant’s Causeway: Wie von einem Riesen erbaut

Giant’s Causeway | © neropha / Fotolia

Es war ebenfalls der Vulkanismus, der dieses beeindruckende Naturschauspiel formte – auch, wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht: Der Giant’s Causeway, was so viel bedeutet wie „Damm des Riesen“, in Nordirland. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die rund 60 Millionen Jahre alt sind. Sie führen etwa fünf Kilometer entlang der Klippen und enden im Meer – und zwar in solch einer Perfektion, dass man kaum glauben mag, dass hier nicht irgendein Riesen-Steinmetz seine Hände im Spiel hatte.

Giant’s Causeway | © ANDREW NORRIS / Fotolia

Geologen führen die Entstehung des Basaltdammes allerdings auf die Abkühlung heißer Lava zurück. Die meisten Säulen sind sechseckig, andere haben vier, fünf, sieben oder acht Ecken und sind bis zu zwölf Meter hoch. Der Giant’s Causeway befindet sich an der nördlichen Küste des Countys Antrim in Nordirland, 80 km von Belfast entfernt. Er gehört seit 1986 zu den UNESCO-Welterbestätten.

3. Wattenmeer: Spaziergang in endlosen Weiten

Ebbe im Wattenmeer | © Volker Z / Fotolia

Auf dem Meeresboden entlang spazieren? Das geht wohl nur bei einer Wattwanderung. Und diese Wanderung ist ein einzigartiges Erlebnis. Der Horizont wirkt unendlich, weil sich in der Ferne nichts als Weite abzeichnet. Selbst vorgelagerte Inseln sind plötzlich zu Fuß zu erreichen. Wie in einer Wüste kann der Boden zu flimmern beginnen. Es fällt schwer, Entfernungen realistisch einzuschätzen. Das verführt dazu, die Zeit zu vergessen.

Das kann gefährlich werden: Die Flut kommt so schnell, wie die Ebbe das Watt zuvor freigelegt hat. Wanderst Du zu weit hinaus, können Dich die Wassermassen schnell einschließen. Denn das Wattenmeer ist stark von den Gezeiten beeinflusst. Niedrigwasserzeit (Ebbe) und Hochwasserzeit (Flut) wechseln sich etwa alles sechs Stunden zweimal täglich ab. Das Wasser fließt über tiefe Ströme – genannt Priele – ab.

Ein Priel im Wattenmeer | © helmutvogler/ Fotolia

Das Wattenmeer der Nordsee ist das bekannteste und zugleich auch größte Wattenmeer der Welt. Die 450 km lange und bis zu 40 km breite Landschaft zwischen Dänemark und den Niederlanden steht unter Naturschutz und gehört teilweise sogar zum UNESCO Weltkulturerbe. Wattenmeere kommen aber auch in anderen Regionen der Welt vor: So etwa an der koreanischen Gelbmeerküste und in Teilen der Bucht von San Francisco.

Seehunde im Wattenmeer

Seehund Baby am Strand | © naturepics / Fotolia

Das Wattenmeer ist eines der größten Biomasse-Produzenten überhaupt und Nahrungsquelle für Vögel und Fische. Ein Highlight im Wattenmeer der Nordsee sind neben den lustigen Wattwürmern, deren kleine Sand-Häufchen überall im Watt verteilt sind, die Seehunde. Die Nordsee hat große Populationen. Letztes Jahr konnte sogar ein Rekord verzeichnet werden: So viele Seehund-Welpen wie 2017 sind noch nie gezählt worden – immerhin ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die Säugetiere leben auf den Sandbänken, die bei Ebbe freigelegt werden.

4. Riesenwelle: Beobachte die besten Surfer der Welt

Blick auf den Leuchtturm von Nazaré in der Steilküste von Praia do Norte | © moedas1 / Fotolia

Auch dieses Naturphänomen befindet sich an einer Küste – aber der Gegensatz zum stillen Wattenmeer könnte nicht größer sein: An der portugiesischen Atlantikküste, 120 Kilometer nördlich von Lissabon treffen in den Wintermonaten Riesenwellen auf das kleine Örtchen Nazaré. Die hier brechende Welle – „Big Mama“ genannt – ist eine der höchsten surfbaren Wellen der Welt.

Sie entsteht aufgrund der unterschiedlichen Wassertiefen vor der Küste. Das Ende des Nazaré Canyon liegt hier, eine über 230 Kilometer lange Meeresschlucht mit einer Tiefe von bis zu 5.000 Metern. Außerdem wird bei entsprechenden Bedingungen eine Wasserströmung entlang des Strandes an dem Felsvorsprung zurück in das Meer gelenkt, so dass sich eine weitere Vergrößerung der Welle ergibt. Bei entsprechender Dünung können die Wellen dann mit mehr als 20 Metern Höhe brechen. Perfekte Bedingungen also für die Rekordjäger unter den Big-Wave-Surfern. Der aktuelle, offizielle Rekord liegt bei 23 Metern (Surfer: Garrett McNamara, 2011), ein unbestätigter Rekord aus diesem Jahr bei unglaublichen 35 Metern (Hugo Vau).

Nur ein Video kann die wahre Gewalt wiedergeben: Aufnahmen vom Big Wave Contest 2018 von dem aus Nürnberg stammenden Sebastian Steudtner:

Die tosende Kraft dieser Wellen ist ohrenbetäubend. Der beliebte Aussichtspunkt, der Leuchtturm von Nazaré, offenbart Dir den besten Blick auf die Welle und ein Erlebnis mit Gänsehautgarantie. Jährlich findet hier im Dezember oder Januar der Big-Wave-Contest der World Surf League statt. Die besten Big-Wave-Surfer der Welt messen sich auf der Riesenwelle.

Riesenwellen brechen vor der Steilküste in Nazaré | © moedas1 / Fotolia

Die Sandbank, die zur Höhe der Welle beiträgt, wird nicht umsonst als „die Bank, die Witwen macht“ bezeichnet: Regelmäßig passieren Unfälle mit schwersten Verletzungen. Die Surfer lassen sich mit Jetski in die Welle ziehen und sind ihr dann komplett ausgeliefert. Das Training für die Riesenwellen beinhaltet neben einem strengen Fitness- und Krafttraining das Üben mentaler Ausdauer und die stete Erweiterung des Lungenvolumens. Surfer, die von Wellen dieser Größe verschluckt werden, werden minutenlang unter Wasser gedrückt und wie in einer gigantischen Waschmaschine durchgespült.

5. Blautopf: Leuchtendes Auge aus der Tiefe

| © mojolo / Fotolia

Für viele hat er etwas Magisches: Der Blautopf im beschaulichen kleinen Örtchen Blaubeuren auf der Schwäbischen Alb. Kein Wunder, dass der Blautopf eine beliebte Quelle ist für zahlreiche Mythen und Märchen. So ließ sich auch Eduard Mörike in seiner „Historie von der schönen Lau“ vom Blautopf inspirieren. Darin erzählt er die Geschichte einer Wassernixe, die am Blautopf das Lachen wieder lernt. Und wer genau hinschaut, der soll sie angeblich noch heute in den blau-grünen Tiefen entdecken…

© thomas_pics / Fotolia

Der Blautopf ist die wohl berühmteste Karstquelle Deutschlands. Als Karstquelle bezeichnet man eine natürliche Stelle, an der Wasser austritt. Dabei handelt es sich in der Regel nicht um Grundwasser, sondern um Regen- und Oberflächenwasser, das in dem dazugehörigen Karstsystem schnell versickert und über die Karstquelle wieder nach außen tritt.

Beim Blautopf ist es das weitverzweigte Höhlensystem unter der Schwäbischen Alb, das ihn speist. Dabei schüttet er 2.000 Liter Wasser pro Sekunde aus – in Spitzenzeiten, beispielsweise nach starken Regenfällen, können es bis zu 32.000 Liter sein!

Typisch für Karstquellen ist die trichter- oder kesselartige Form, wie Du sie auch beim Blautopf beobachten kannst. Deswegen trägt er auch den Namen Quelltopf. Die Farbe des Wassers variiert übrigens: Nach Regenpausen hat das Wasser ein tiefes, reines Blau, ansonsten fasziniert es mit einem ganz eigenen türkisgrün.

Outfit-Tipps: Die perfekten Begleiter für Dein Abenteuer

Was diese Naturphänomene alle gemein haben, ist ihre gewaltige Schönheit, mit der sie auf uns einwirken und uns Schauer über den Rücken jagen.

Um Dir jedoch eine Gänsehaut aufgrund von Wind oder Kälte zu ersparen, empfehlen wir Dir auf jeden Fall eine atmungsaktive, wasser- und winddichte Jacke, wie beispielsweise

» ZipIn! Jacket Skopje1 für Damen
» ZipIn! Jacket Vancouver1 für Herren

Das elastische Material sorgt für genügend Bewegungsfreiheit, und dank der praktischen ZipIn!-Funktion bist Du für jedes Wetter gewappnet.

Für kühlere und windigere Tage an der Küste von Nazaré oder auf dem Ätna zippst Du nämlich einfach als wärmende Schicht eine unserer ZipIn! Ventloft Jacken ein:

» Ventloft Jacket Lahore1 für Damen
» Ventloft Jacket Jasper1 für Herren

Oder die leichtere, ärmellose Variante

» Ventloft Vest Adachi1 für Damen
» Ventloft Vest Baku1 für Herren

Und für die passende Hose wirfst Du am besten einen kurzen Blick in unseren » Hosen-Ratgeber.

Titelbild: © Rainer Albiez / Fotolia