Du willst das Beste – für dich und die Umwelt. Deshalb achtest du bei Outdoor-Bekleidung auf hohe Funktionalität. Eine Regenjacke soll dich zuverlässig trocken halten. Logisch. Und wenn das ohne giftige Chemikalien funktioniert, umso besser.

Vor allem Wetterschutz-Bekleidung ist in den vergangenen Jahren ins Gerede gekommen. Schuld daran sind die PFC. Was das ist, was nachhaltige Bekleidung auszeichnet und welche Pflegetipps es für PFC-freie Kleidung gibt – das erfährst du in diesem Service-Guide.

INHALT
Was sind PFC?
Warum sind PFC gefährlich?
Wie geht Schöffel mit PFC um?
Ist PFC-freie Bekleidung weniger funktionell?
Woran erkennt man PFC-freie Bekleidung?
Wie pflegt man PFC-freie Artikel?

 

Was sind PFC?

Die Abkürzung steht für per- und polyfluorierte Chemikalien. Sie wirken wasser-, schmutz- und ölabweisend. Deshalb werden sie in vielen Produkten eingesetzt. Zum Beispiel auf Teppichen oder Autositzen. Aber auch in Wetterschutz-Bekleidung. Dort sorgen PFC-haltige Imprägnierungen dafür, dass Wassertropfen abperlen. Dadurch saugt sich der Stoff nicht voll. Das wiederum ist wichtig für die Atmungsaktivität der Bekleidung.

 

Warum sind PFC gefährlich?

PFC gelangen zum Beispiel durch Auswaschen in die Umwelt. Dort bauen sich Fluor-Verbindungen nicht von selbst ab. Sie reichern sich vielmehr in der Natur an und wurden in vielen Organismen nachgewiesen, bis hin zu Eisbären. Und: Einige Arten von PFC sind in hohen Konzentrationen giftig. Sie stehen in Verdacht, Krebs zu erregen und die Fruchtbarkeit zu schädigen.

 

Wie geht Schöffel mit PFC um?

Peter Schöffel: Geschäftsführender Gesellschafter von Schöffel
Peter Schöffel

Wir sind uns unserer Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst. So sind wir seit 2011 Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Sie gewährleistet faire Mode zum Beispiel durch gerechte Bezahlung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken. Seit 2015 erfüllen wir den Leader Status der FWF.

Auch im Umweltbereich setzen wir auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört der schrittweise Ausstieg aus der Fluor-Chemie. Schon in unserer Kollektion 2017 sind 65% der Produkte PFC-frei. Bei T-Shirts, Shirts und Blusen sogar 100%. 2018 wird der Fokus auf der Umstellung von Softshells liegen. Und diesen Weg gehen wir konsequent weiter.

Außerdem bieten wir Produkte mit Bluesign-Siegel an. Bluesign ist ein internationaler Standard für nachhaltige Kleidung. Das Label garantiert Ressourcen-Schonung, Reduzierung der Schadstoffe und somit Schutz von Menschen und Umwelt.

Ist PFC-freie Bekleidung weniger funktionell?

Nein. Da musst du dir absolut keine Sorgen machen. Unsere PFC-freie Bekleidung bietet die gewohnt zuverlässige Schöffel-Performance.

Zum Beispiel PFC-freie Textilien für Regenschutz-Bekleidung. Das Material unserer modischen Wetterschutzjacken ohne PFC erfüllen diesen Anspruch: Deren Laminate enthalten eine wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Membran, die ohne Fluor-Chemie hergestellt wird.

Allerdings stehen wir – wie die gesamte Outdoor-Branche – beim Ausstieg aus der Fluor-Chemie vor großen Herausforderungen. Gleichwertige Alternativen müssen entwickelt und von uns ausführlich getestet werden. Das geht nicht von heute auf morgen.

Die größte Herausforderung sind die Imprägnierungen. Wir haben mit PFC-freien Neuentwicklungen gute Erfahrungen gemacht. Diese Mittel basieren auf fluorfreien Wirkstoffen wie Wachsen oder Silikonen. Damit erreichen wir etwa, dass Wanderhosen wasserabweisend sind – wie diese beliebten Zip-Off Modelle: Pants Santa Fe Zip Off für Damen und Pants Aarhus Zip Off für Herren.

 

Woran erkennt man PFC-freie Bekleidung?

PFC-freie Schöffel-Produkte erkennst du im Handel an einem speziellen Hänge-Etikett. In unserem Online Shop sind sie mit einem blauen Button „PFC-free“ gekennzeichnet. PFC-frei sind natürlich auch die meisten unserer kuscheligen Fleecejacken.

Wie pflegt man PFC-freie Artikel?

Wetterschutz-Bekleidung muss gewaschen und gepflegt werden. Auch eine Regenjacke oder -hose solltest du regelmäßig in die Maschine geben (eingenähtes Pflegeetikett beachten!). Denn wenn Schmutz, Schweißrückstände oder Sonnenschutzmittel die Membran verstopfen, leidet ihre Atmungsaktivität.

Nach dem Waschen lässt sich die Imprägnierung in der Regel durch Wärme reaktivieren. Zum Beispiel indem du eine Jacke bei niedriger Temperatur in den Trockner steckst (auch hier bitte erst das Pflegeetikett prüfen). Nach jeder zweiten bis dritten Wäsche muss Wetterschutz-Bekleidung nachimprägniert werden. Spätestens dann, wenn Wassertropfen auf dem Außenstoff nicht mehr abperlen und das Kleidungsstück sich klamm anfühlt.

Welches Imprägnierspray ist das richtige?

Bei der Auswahl des Imprägnier-Mittels hast du es in der Hand. Im Outdoor- und Sportfachhandel gibt es Produkte mit oder ohne PFC zu kaufen. Und natürlich haben auch wir von Schöffel ein passendes Produkt für dich: Unser umweltfreundliches Tex Water Stop PFC Free bietet dir die bestmögliche Performance im Bereich der fluorfreien Imprägnierung.Schöffel Imprägnierspray PFC-frei

Es erhält Funktion und Atmungsaktivität von Funktionstextilien und Leder und ist

  • stark wasserabweisend,
  • ohne Benzin, Treibgas oder Nanotechnologie,
  • geeignet für alle Membrantextilien.

Das Imprägnierspray Tex Water Stop PFC Free und auch unser Waschmittel Tex Clean gibt es in unseren Schöffel-LOWA Stores.

 

Weitere praktische Tipps zur Produktpflege findest du übrigens in unserem ausführlichen  Ratgeber.

 

Titelbild: Dennis Ottink/Unsplash