Abenteuer erleben, draußen sein, neue Kraft und Energie für den Alltag und das Arbeitsleben tanken – dafür muss man nicht unbedingt eine lange Auszeit nehmen oder möglichst weit weg fahren. Ein Mikroabenteuer beginnt schon vor deiner Haustür. Also Schluss mit den Ausreden, Raus und machen ist die Devise. Wir geben dir Tipps und Inspiration für dein nächstes Mikroabenteuer. Und versprechen dir: Es ist ganz einfach.

Was ist ein Mikroabenteuer?

Ein Mikroabenteuer, oder auch Micro Adventure, soll vor allem eine Unternehmung im Freien sein, die

„kurz, einfach, lokal, günstig und trotzdem aufregend, lustig, herausfordernd, erfrischend und bereichernd”

ist – so versteht es zumindest Alastair Humphrey in seinem Buch „Micro Adventures“. Als Gründervater der Mikroabenteuer wurde er 2012 bereits von dem Magazin National Geographics als „adventurer of the year“ für seine Idee, Abenteuer mit einem Vollzeitjob zu vereinen, ausgezeichnet.

Für Alastair Humphrey ist Abenteurer sein ein Geisteszustand. Eine Einstellung, die das Leben bejaht und einfache Herausforderungen sucht, die auch an normalen Orten zugänglich sind. Der Brite ist ein echter Vollblut-Abenteurer und hat mit seiner Atlantik Durchquerung mit dem Ruderboot oder seiner Wanderung durch Indien spannende Expeditionen hinter sich, von denen er auf seinem Blog berichtet. Außerdem teilt er auf seiner Website Inspiration und außergewöhnliche Challenges zu Fuß oder auf dem Fahrrad, die auch dir bei deiner Abenteuerplanung helfen können.

Gemeinsam draußen: Raus und Machen

© Stefan Schaaf @peakartimages

Auch Christo Foerster, Buchautor und Motivationstrainer, hat es sich zu persönlichen Aufgabe gemacht, dem Begriff Mikroabenteuer ein größeres Publikum zu verschaffen. Zudem möchte er mit seinem Projekt Raus und machen auch für mehr Abenteuer im Alltag zu sorgen und immer mehr Menschen aus ihrer Komfortzone zu locken.

Schöffel unterwegs mit Christo Foerster und SportScheck

Auch wir von Schöffel waren vor kurzem mit Christo Foerster unterwegs. Das After-Work-Event in München stand ganz unter dem Motto „Ich bin raus. Der Stadt entgehen“. Gemeinsam mit SportScheck konnten sich Interessierte für das Event anmelden. 45 Schöffel-Fans wurden bei SportScheck in München mit OUTLEISURE-Kleidung ausgestattet. Danach ging es gemeinsam mit Christo erst durch das abendliche, pulsierende München. Unser Weg führte uns vom Viktualienmarkt durch das Glockenbachviertel und dann raus an die Isar. Hier wanderten wir rund 2 Stunden an der Isar entlang. An einer flachen Isarstelle überquerten wir den Fluss über große Steine – im Dunkeln gar keine so leichte Aufgabe. Unterwegs gab uns Christo auch immer wieder wertvolle Tipps & Impulse für ein gelungenes Mikroabenteuer mit (siehe unten).

Die Nachtwanderung endete schließlich an der Menterschwaige am Isarhochufer. Hier ließen wir unser Mikroabenteuer bei einem gemütlichen ‚Hüttenabend‘ ausklingen.

Eindrücke dieser abwechslungsreichen Auszeit mitten in der Woche haben wir hier für dich festgehalten:

Tipps für dein Mikroabenteuer

© Stefan Schaaf @peakartimages

Lasse Bequemlichkeit hinter dir und gehe an deine Grenzen

Wichtig bei einem Mikroabenteuer ist, sich nicht hinter Ausreden und Bequemlichkeit zu verstecken. Verschiebe nicht auf morgen, was deinem Körper und deiner Seele guttut und setze dein Abenteuer um so gut es eben geht. Du wirst schnell bemerken, wie dein Geist davon profitiert, sich kleinen Herausforderungen in der Natur zu stellen und eigene Grenzen zu testen. Draußen, mit limitierter Ausrüstung und fernab der Menschenmassen und Netzempfang, kommt es auf die Fähigkeit an, schnell Lösungen zu finden und dabei auch mal zu experimentieren. Diese kleinen Erkenntnisse lassen sich dann auch wunderbar in andere Bereiche transferieren und du stehst den Aufgaben des Alltages gelassener und ausgeglichener gegenüber.

Durchbreche deine normalen Alltagsabläufe

Die besten Ideen für Mikroabenteuer finden sich durch Querdenken und mit dem Durchbrechen normaler Abläufe des Alltages. Manchmal hilft es auch, sich einen Anlass für ein Mikroabenteuer zu setzen: Fährt man sonst beispielsweise am Wochenende mit dem Auto zu Freunden oder den Eltern, könnte man einfach Landstraße fahren oder noch besser, ganz auf das Fahrrad umsteigen.

Probier’s mal mit Kamera

– und schalte dein Handy auf Flugmodus. Klar, mittlerweile besitzt jedes Handy eine tolle Kamera. Aber machen wir überhaupt noch bewusst Fotos von dem, was uns fasziniert? Mit einer extra eingepackten Kamera bist du auf der sicheren Seite und lässt Dich nicht doch wieder dazu verleiten, auf Emails zu antworten oder den Chef zurück zu rufen. Geh doch einfach mal raus, lauf eine Runde um den Block und fange bewusst Details ein, die dir sonst auf deinem Arbeitsweg verborgen bleiben.

Spielregeln für ein unvergessliches Erlebnis

Wie dein persönliches Mikroabenteuer auszusehen hat, ist natürlich dir überlassen. Jedoch hat Christo Foerster für sich ein paar „goldene Spielregeln“ ausgemacht, die er uns mit auf den Weg gegeben hat:

  1. Nutze nur öffentliche Verkehrsmittel, vor allem die Bahn (kein Auto, kein Flugzeug)
  2. Übernachte draußen, ohne Zelt
  3. Sei maximal 72 Stunden insgesamt unterwegs
  4. … und natürlich #leavenotrace –verlasse alles so, wie du es vorgefunden hast!

Nacht im Freien? Das solltest du beachten

Wer die Nacht im Freien verbringen möchte, sollte sich vorher über die Bestimmungen des Ortes informieren. So ist es in den meisten Parks zwar verboten, zu zelten, von „lagern“ – also ruhen ohne Zelt – ist jedoch oftmals nicht die Rede. Aufpassen musst du auf jeden Fall in Naturschutzgebieten, hier kann es auch zu expliziten Lagerverboten kommen.

5-9 Adventures für deinen Feierabend

Egal, ob du knapp bei Kasse bist oder einfach keinen freien Tag bekommst: Auch mit Job stehen dir täglich etwa acht Stunden zur freien Verfügung. Ein sogenanntes „5-9 Adventure“ ist dabei eine hervorragende Möglichkeit, um den Feierabend bis zum nächsten Morgen vor Arbeitsbeginn zu nutzen ohne viel Geld auszugeben. Einfach die Ausrüstung am Arbeitsplatz bunkern, direkt von dort los in die Natur und am nächsten Tag ein Abenteuer reicher wieder zum Büro kommen.

Natürlich musst du nicht unbedingt gleich die Nacht im Freien verbringen. Gestalte dein eigenes Mirkoabenteuer, nach deinen Regeln. Wichtig ist eigentlich nur: Raus und machen.

Weitere Inspirationen findest du auch hier:

Bilder: © Stefan Schaaf @peakartimages