Ein Wanderausflug in die bayrischen Alpen

Donnerstag, Feiertag, 8 Uhr und strahlender Sonnenschein. Besser kann eine Wanderung nicht starten. Noch schnell zwei Freundinnen in München abgeholt und auf zum Spitzingsee. Am Parkplatz Spitzingsattel (1130 Hm) stellen wir das Auto ab. Die Vorfreude steht uns drei ins Gesicht geschrieben.

Rasch im Auto umgezogen und die allseits beliebt Frage: Haben wir alles dabei? Kurzer Rucksack-Check und dann nichts wie los! Hier oben ist es kühler als erwartet und ich bin heilfroh, die Windbreaker Jacket L und die Easy L II für eventuellen Regen eingepackt zu haben. Gleich zu Beginn geht es steil nach oben und wir alle sind sichtlich angestrengt. Wir öffnen die ersten Reißverschlüsse und kommen ordentlich ins Schwitzen. Nach einem rund zweistündigen Aufstieg ist der erste Gipfel in Sicht.

Wir befinden uns auf Höhe der Taubensteinbahn und hier zeigt sich, wie schnell das Bergwetter wechseln kann. Es weht ein eisiger Wind, aber ein schneller Griff in den Rucksack und schon habe ich mir die Windbreaker Jacket darüber gezogen. Meine Mädels staunen nicht schlecht und beneiden mich um dieses dünne Stück Stoff mit großer Wirkung.

Wir lassen es uns nicht nehmen und entscheiden uns spontan den Taubenstein (1693m) zu erklimmen. Die Aussicht hier ist atemberaubend und ein Eintrag im Gipfelbuch Pflicht! Dennoch ist Vorsicht geboten. Es liegen teilweise noch ca. 30 Zentimeter Schnee und der steinige Felsen ist sehr rutschig.

Nach einer weiteren Stunde erreichen wir das Rotwandhaus – Zeit für eine gemütliche Brotzeit. Hier ist es ebenfalls etwas zugig, darum suchen wir uns einen Platz im Windschatten der urigen Almhütte. So ein kurzes Päuschen ist nie verkehrt. Nach einem weiteren halbstündigen Aufstieg erreichen wir den Gipfel der Rotwand (1884m). Von hier oben sind weit und breit nur Berge zu sehen und die Sonnenstrahlen lassen den Schnee noch heller wirken. Wir genießen den Ausblick und schießen ein paar Erinnerungsfotos.

Der anschließende Abstieg dauerte drei Stunden und führt uns vorbei an rauschenden Bachläufen und ruhigen Wäldern. Angekommen am Spitzingsee neigt sich die Tour dem Ende zu. Ein letztes Mal einen Passant um ein Bild gebeten. Die Meter bis zum Auto kommen uns ewig vor. Dann treten wir die Heimreise an – alle drei mit einem breiten zufriedenen Grinsen im Gesicht.

Zuhause angekommen freuen sich die Füße hochgelegt zu werden. Ich werfe einen Blick auf die heutigen Bilder und lasse den Tag entspannt und glücklich Revue passieren. Alles hat gepasst: das Wetter, die Truppe, die Bekleidung, die Stimmung, die Tour, nicht zu anstrengend und dennoch fordernd, insgesamt ein absolut gelungener Raus-Tag. In Gedanken nochmal die herrlichen Aussichten und Bergpanoramen genießen…kann’s kaum erwarten bald wieder die Wanderschuhe zu schnüren.

Bis bald, Eure Nina