Klettersteige, Vie Ferrate, Eisenwege: für eingefleischte Ferratisten stählerne Wege zum Glück. Die einen ziehen sich elegant an alpinen Graten entlang – dann tänzelt man zwischen Himmel und Fels dahin. Die anderen schwingen sich kühn durch glatte Wände – hier sind die Akrobaten unter den Klettersteiggehern gefragt.

Doch davor stellt sich noch eine ganz andere Frage: Kann ich mich als Anfänger in einen Klettersteig trauen? Und wenn ja, in welchen?

INHALT
Die richtige Klettersteig-Ausrüstung
Das passende Outfit
Schwierigkeitsgrade bei Klettersteigen
Die richtige Vorbereitung
Unterwegs am Klettersteig: Regeln und Sicherheit
3 leichte Klettersteige für Anfänger

 

Die richtige Klettersteig-Ausrüstung

Frau im Klettersteig
© XtravaganT / Fotolia

Als Klettersteig werden zunächst mal alle Bergwege bezeichnet, die mit Stahlseilen, Eisenleitern oder anderen Tritt- und Greifhilfen versehen wurden. Am Stahlseil kannst Du dabei nicht nur Hand anlegen, sondern Dich auch zusätzlich sichern. Hierfür braucht es ein spezielles Klettersteigset, das an einem Klettergurt befestigt wird. Die zwei Seilenden mit den Karabinern lassen sich abwechselnd in das Sicherungsseil ein- und umhängen, sodass Du zu keinem Zeitpunkt ungesichert unterwegs bist.

Auf den Kopf gehört ein Steinschlaghelm, den es mittlerweile auch in recht schicken Ausführungen gibt (also keine Ausrede!). Außerdem bewahrt er bei Schusseligkeit vor Beulen (ooops, da war ja ein Überhang …) und empfindliche Gemüter vor einem Sonnenstich. Als Schuhbekleidung reichen Bergschuhe mit guter Profilsohle aus; nur in den extrem schweren Klettersteigen wird mit Kletterschuhen geklettert.

 

Das passende Outfit

Die Berghose sollte einigermaßen robust, vor allem aber elastisch sein. Schließlich ist es anstrengend, bei jedem Schritt gegen sperriges Material anzukämpfen. Je nach Wetter kannst Du zwischen einer leichten Hose:

und einer etwas festeren Hose wählen:

Die Oberbekleidung am besten nach dem Zwiebelprinzip aufbauen und nichts zu Schlabberiges aussuchen – das ist einem sonst beim Einklinken nur im Weg. Optimal ist ein dünnes Shirt (zum Beispiel T-Shirt Kinshasa für Damen oder T-Shirt Boise für Herren) als erste Schicht.

Darüber ein Fleece und dann ein leichter Windschutz (wie Windbreaker Jacket L für Damen oder Windbreaker Jacket M für Herren).

Bist Du in kühleren Jahreszeiten oder in höheren Lagen unterwegs, empfiehlt sich außerdem noch eine wärmeisolierende Schicht (wie unser Ventloft Jacket Spa für Damen oder Ventloft Jacket Jasper für Herren).

Schwierigkeitsgrade bei Klettersteigen

Klettersteige gibt es in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
© ARochau / Fotolia

„Hast Du ’nen B-Steig gemacht oder bist du gleich auf D eingestiegen?“

Wer alles verstanden hat, kennt sich aus mit der gebräuchlichsten Schwierigkeitsskala auf Klettersteigen. Diese reicht von A (wenig schwierig) bis E (extrem schwierig) mit den Zwischenabstufungen B (mäßig schwierig), C (schwierig) und D (sehr schwierig).

Doch was bedeuten diese Buchstaben nun im Einzelnen? Wer keine Fachliteratur dazu wälzen will, dem sei auf die Schnelle gesagt:

In A-Steigen brauchen trittsichere Geher noch keine Sicherung – das Seil dient eher als Handlauf bei ausgesetzten Stellen. Kinder und Ungeübte natürlich ausgenommen.

Auf B-Steigen kann es bereits zu spannenden Passagen kommen: Lange Leitern, kleine Tritte oder steiles Gelände erhöhen den Puls schon etwas.

Auf Klettersteigen der Kategorie C sind die Züge kräfteraubender, der Fels meist erheblich steiler, der Steig exponierter.

Kategorie D ist den sehr geübten Ferratisten vorbehalten, die physisch und psychisch stabil sind und den Blick in den Abgrund genießen können.

Klasse E erfordert erheblichen Krafteinsatz und solide Klettertechniken – für Bergsportler, die zuvor brav ihr Klimmzugtraining absolviert haben.

Allen Anfängern am Klettersteig sei zunächst maximal die Kategorie B ans Herz gelegt!

 

Die richtige Vorbereitung

Du hast Deine Ausrüstung beisammen und Dich in die passende Kategorie eingeordnet? Ein paar weitere Dinge gilt es vorab noch zu klären. Neben der Schwierigkeit der eigentlichen Via Ferrata gibt es noch den Zu- und Abstieg. Beide Wege können aus einem harmlosen Klettersteig eine anspruchsvolle Unternehmung machen, deshalb prüfe genau:

  • Wie lange dauert der Zustieg zum Beginn des Steigs?
  • Führt er durch Gelände, dem Du gewachsen bist?
  • Hast Du auch für den Rückweg genug Zeit eingeplant?
  • Wichtig ist auch ein gewisser Zeitpuffer für Pausen, Fotostopps und Unvorhergesehenes.

 

Unterwegs am Klettersteig: Regeln und Sicherheit

Klettersteig
© outdoorpixel / Fotolia

Wie bewegt man sich eigentlich auf einem Klettersteig? Gibt es irgendwelche Regeln?

Die wichtigste: Zwischen zwei Verankerungen (das sind die Stellen am Fels, an welchen das Sicherungsseil festgemacht ist) darf sich immer nur eine Person befinden. Warum? Wenn diese Person fällt, rauscht sie mit voller Wucht auf die letzte Verankerung zurück. Alles, was sich dazwischen befindet, wird abgeräumt. Auch die Finger, die sich in hastiger Ungeduld schon auf die nächste Verankerung geschoben haben – autsch!

Wie überall am Berg heißt es auch im Klettersteig: behutsam und rücksichtsvoll unterwegs sein, jeden Tritt sorgfältig prüfen. Denn gerade wenn die Ferratisti untereinander und übereinander turnen, kann ausgelöster Steinschlag besonders fatal sein.

Zu den weiteren alpinen Gefahren zählt das Gewitter. Dieses stellt für den Klettersteiggeher eine besondere Gefahr dar: Das Sicherungsseil fungiert als Blitzableiter. In den anspruchsvollen Steigen kann man allerdings nicht mal eben auf das Sicherungsseil verzichten. Also: Wetterbericht vorher checken und auf Tour die Wolkenbildung kritisch beobachten! Wenn das Seil zu surren anfängt, ist es zu spät…

 

3 leichte Klettersteige für Anfänger

Jetzt aber ran an die Eisen:

  • Talort: Garmisch-Partenkirchen
  • Kategorie: B
  • Beschreibung: Ein Klassiker unter den Klettersteigen auf den formschönsten Gipfel Deutschlands, die Alpspitze (2628 m). Mit der Osterfelderbahn verkürzt sich der Zustieg auf rund eine halbe Stunde. Der Steig selbst dauert etwa 2,5 Stunden, der Abstieg ca. 2 Stunden. Achtung: keinen Steinschlag auslösen!
  • Alle Details zur Tour gibt es hier.
  • Talort: Mittenwald
  • Kategorie: B
  • Beschreibung: Auch dies ist ein sehr beliebter Klassiker, der per Seilbahn bequem zu erreichen ist (15 Min. von der Bergstation). Etwa zwei Stunden lang bewegt man sich auf dem ca. 3 km langen Gratverlauf, bevor es an den 2,5-stündigen Abstieg geht.
  • Alle Details zur Tour gibt es hier.
  • Talort: Kufstein (Österreich)
  • Kategorie: B
  • Beschreibung: Mit Liftbenutzung in guten zwei Stunden zum Einstieg. Rund 1,5 Stunden für den Klettersteig und 2,5 Stunden für den Abstieg einplanen.
  • Alle Details zur Tour gibt es hier.

Hier findest Du noch einmal unsere Outfit-Tipps für Deinen perfekten Klettersteig-Tag:

Hose:
Damen: Pants Engadin oder Pants Tessin
Herren: Pants Koper oder Pants Bergen

Shirt:
Damen: T-Shirt Kinshasa
Herren: T-Shirt Boise

Leichter Windschutz:
Damen: Windbreaker Jacket L
Herren: Windbreaker Jacket M

Wärmeisolierende Schicht:
Damen: Ventloft Jacket Spa
Herren: Ventloft Jacket Jasper

 

Titelbild: © Franz / Fotolia

Hier findest Du noch einmal unsere Outfit-Tipps für Deinen perfekten Klettersteig-Tag:

 


Hose:
Damen: Pants Engadin oder Pants Tessin
Herren: Pants Koper oder Pants Bergen

 


Shirt:
Damen: T-Shirt Kinshasa
Herren: T-Shirt Boise

 


Fleece:
Damen: Fleece Jacket Leona
Herren: Fleece Jacket Cincinnati

 


Leichter Windschutz:
Damen: Windbreaker Jacket L
Herren: Windbreaker Jacket M

 


Wärmeisolierende Schicht:
Damen: Ventloft Jacket Spa
Herren: Ventloft Jacket Jasper

 

Titelbild: © Franz / Fotolia