Hüttenwanderungen sind etwas ganz Besonderes! Nach einem erfüllten Tag in den Bergen bleibst Du ganz einfach oben und hängst noch ein paar Tage dran. Schritt für Schritt entfliehst Du dem Alltag, tauchst ganz ein in die atemberaubende Bergwelt. Die Zeit, die Du Dir hier nimmst, ist ein ganz besonderer Luxus. Pur, einfach, reduziert.

Wenn Du bereits Erfahrungen bei Hüttenwanderungen im Alpenvorland gesammelt hast, wegloses Gelände Dich nicht aus der Bahn wirft, und Dich auch ein Rucksack mit rund zehn Kilogramm nach fünf Stunden Tragezeit nicht in die Knie zwingt, dann kannst Du Deine erste Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung in den Bergen planen. Bevor wir Dir die schönsten Hüttentouren präsentieren, haben wir hier wertvolle Tipps für Dich gesammelt:

INHALT
Packliste für Deine Hüttenwanderung
Ausrüstung für die Übernachtung auf der Hütte
Darauf solltest Du bei der Planung Deiner Hüttenwanderung achten

Packliste für Deine Hüttenwanderung:
Das solltest Du im Rucksack dabei haben

© arsdigital / Fotolia.com

Vorteil einer Hüttenwanderung ist natürlich, dass Du Dich nicht um Deinen Schlafplatz (Zelt, Isomatte, Schlafsack) und auch nur bedingt um Essen kümmern musst (Frühstück und Abendessen bekommst Du schließlich in der Regel auf der Hütte).

Das schlägt sich natürlich in einem geringeren Grundgewicht nieder. Komme jetzt aber nur nicht in Versuchung, Deinen Rucksack zu voll zu packen – das wirst Du nämlich höchstwahrscheinlich bereuen! Wir verraten Dir, was unbedingt in Deinen Rucksack für eine mehrtägige Hüttenwanderung sollte:

Allgemeine Wanderausrüstung

  • Die richtige Kleidung ist essentiell. Gerade bei einer längeren Tour solltest Du Dich auf Wetterkapriolen einstellen.
  • Festes Schuhwerk für einen guten Halt: Wanderstiefel/Trekkingstiefel. Ergänzend kannst Du auf Wanderstöcke zurückgreifen.
  • Bei starker Sonneneinstrahlung empfiehlt sich eine Kappe und/oder Stirnband sowie eine Sonnenbrille.
  • Ein Rucksack mit ausreichend Stauraum (je nach Länge der Tour 30-40 Liter). Mit im Gepäck sollte eine Regenhülle für den Rucksack sein.
  • Zur guten Orientierung: Kartenmaterial, ggf. ein GPS-Gerät.
  • Für Deine Sicherheit: Stirnlampe, Biwaksack/Rettungsdecke (zur Erstversorgung eines Verunfallten), ein Erste-Hilfe-Set und ein geladenes Handy (ggf. inkl. Powerbank).
  • Verpflegung: Genügend Wasser und eine kleine Stärkung für Zwischendurch (z.B. Apfel, Energieriegel).
  • Gesundheit: persönliche Medikamente, Sonnencreme, ggf. Lippenstift mit UV-Schutz, Blasenpflaster / Tape und etwas Klopapier.
  • Personalien: Personalausweis/Reisepass und DAV-Ausweis, weil Du womöglich Vergünstigungen auf der Hütte bekommst. Und: genügend Bargeld.

Ausrüstung für die Übernachtung auf der Hütte

Kärlingerhaus (1.638 m) in den Berchtesgadener Alpen | © Alexander / Fotolia.com
  • Hüttenschuhe, damit Du Dich in bequemen und sauberen Schuhen in der Hütte fortbewegen kannst.
  • Hüttenschlafsack: Diesen verwendest Du in Deinem Bett, um Verschmutzung zu verhindern. Er ist in der Regel Pflicht auf den Hütten.
  • Bequeme Kleidung: zum Beispiel eine Jogginghose und Dein Lieblingspulli sowie trockene Socken.
  • Ohrstöpsel gegen Schnarcher und Unruhe im Lager.
  • Waschsachen wie Zahnbürste, Zahnpasta, kleine Seife
  • Microfaserhandtuch
  • Einen Extrabeutel für Abfall und schmutzige Wäsche

Was generelle Tipps für Deine Übernachtung auf einer Hütte angeht, haben wir das Wichtigste hier für Dich zusammengestellt: Das solltest Du für Deine erste Hüttenübernachtung wissen

Darauf solltest Du bei der Planung und Durchführung Deiner Hüttenwanderung achten

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  • Natürlich handelt es sich bei der oben genannten Packliste um eine Empfehlung. Bei einer Hüttentour ist nicht nur entscheidend, wie lange Du unterwegs bist, sondern auch, wo Dich Deine Tour hinführt: Ist mit viel Regen zu rechnen oder geht es eher in eine trockene Region? Wie ist die Infrastruktur unterwegs?
  • Achte aber darauf, dass Du Deinen Rucksack nicht überlädst. Was ist wirklich wichtig? Nichts ist unangenehmer, als einen zu schweren Rucksack tagelang bergauf und bergab zu schleppen. Der Spaß bleibt dabei auf der Strecke. Als grobe Orientierung merke Dir folgende Faustformel: Dein Rucksack sollte ohne Getränke bestenfalls maximal 8 Kilogramm wiegen!
  • Bei der Routenwahl achte auf Deine Fähigkeiten und Fitness. Womöglich brauchst Du auch für Deine Tour zusätzliche Ausrüstung. Gibt es beispielsweise versicherte Passagen (Handschuhe!) oder geht es gar über einen Gletscher (Gamaschen, Steigeisen, Grödel)? Informiere Dich vorab über Besonderheiten Deiner Tour.
  • Ordnung ist das halbe Leben: Packe Deinen Rucksack mit System. Überlege Dir, was schnell griffbereit sein soll und platziere es entsprechend oben im Rucksack. Dafür sind natürlich Rucksäcke mit mehreren Fächern sehr hilfreich. Aber auch Packbeutel/Packsäcke leisten hier gute Dienste.
  • Kenne Deine Ausrüstung VOR der Tour. Experimente sind während einer Hüttentour schwierig. Teste Deine Schuhe und den Tragekomfort Deines Rucksacks auf kurzen Tagestouren. So erlebst Du keine bösen Überraschungen.
  • Vermeide Müll und nimm Müll wieder mit runter ins Tal!
  • Informiere Dich vor der Tour über das Wetter und die Tourverhältnisse. Zur Not rufe beim Hüttenwirt an. Außerdem solltest Du auch vorab einen Übernachtungsplatz reservieren. An schönen Wochenenden sind Schlafplätze meist rar.

 

Wir stellen Dir fünf Hüttenurlaube der besonderen Art vor. Viel Spaß auf Deiner ersten Hüttentour:

Hier haben wir für Dich fünf schöne Hüttentouren in urigen Berghütten zusammengestellt. Zum Ausprobieren für Einsteiger, für Familien mit Kindern, Genießer, Naturliebhaber und ambitionierte Wanderer:

Zu den Hüttentouren

Titelbild: © Kanusommer / Fotolia