Hüttenwanderungen sind etwas ganz Besonderes! Nach einem erfüllten Tag in den Bergen bleibst Du ganz einfach oben und hängst noch ein paar Tage dran. Wie das geht? Ganz einfach, mit unseren Tipps wird Deine mehrtägige Hüttenwanderung ein purer Genuss.

Hier haben wir bereits wertvolle Tipps für die Vorbereitung Deiner ersten Hüttenwanderung zusammengestellt!

Nun haben wir für Dich fünf schöne Hüttentouren in urigen Berghütten zusammengestellt – zum Ausprobieren für Einsteiger, für Familien mit Kindern, Genießer, Naturliebhaber und ambitionierte Wanderer:

INHALT

↓ Hüttentour für Einsteiger: 3-Seen-Tour in der Tegernsee-Schliersee-Region
↓ Hüttentour mit Kindern: Steinbocktour durch die Allgäuer Alpen
↓ Hüttentour für ambitionierte Bergwanderer: Rauf auf die Zugspitze
↓ Hüttentour für Genießer: Tannheimer Berge
↓ Hüttentour für Naturliebhaber: Erkunde das Steinerne Meere

1. Hüttentour für Einsteiger: 3-Seen-Tour in der Tegernsee-Schliersee-Region

Blick vom Gipfel des Jägerkamp auf den Schliersee
Blick vom Gipfel des Jägerkamp auf den Schliersee | © Wolfgang Zwanzger / Fotolia

Diese dreitägige Tour mit Hüttenübernachtung auf der Schönfeldhütte und der Albert-Link-Hütte ist die ideale Einsteiger-Mehrtagestour für Genusswanderer. Sie ist perfekt als erste Hütten-Mehrtagestour für erfahrene Wanderer geeignet. Dich erwartet ein traumhaftes Panorama mit den drei „See-Schönheiten“: Schliersee, Spitzingsee und Tegernsee. Zudem ist der Ausgangspunkt ideal mit Bus und Bahn erreichbar.

1. Etappe:
Spitzingsattel – Schönfeldhütte mit Gipfelmöglichkeit auf den Jägerkamp, (1.746 m)

Ganz gemütlich geht es am ersten Tag vom Spitzingsattel (Bushaltestelle) über einen schattigen Bergwald und weites Almgelände auf guten Wegen zur Schönfeldhütte. Die Gehzeit beträgt nur ca. 1 Stunde.

Tipp:
Wenn Du magst, kannst Du ab der Hütte mit leichtem Gepäck noch auf den nahegelegenen Gipfel des Jägerkamps (1.746 m) steigen.

Die Hütte:
Lieblich gelegen inmitten herrlicher Almwiesen. Hier kannst Du exzellent vom Alltag abschalten. Die Schönfeldhütte trägt das DAV Gütesiegel „So schmecken die Berge“, es kommen vornehmlich regionale Produkte auf den Hüttentisch.

2. Etappe:
Schönfeldhütte über Taubenstein zur Rotwand und weiter zur Albert-Link-Hütte (1053 m)

Die heutige Etappe ist mit gut 14 Kilometern und knapp 840 Höhenmetern im Auf- und 1209 Höhenmeter im Abstieg schon eine Herausforderung. Aber mit einem guten Frühstück und den tollen Pause-/Jause-Stationen Taubensteinhaus und Rotwandhaus schaffst Du auch diese konditionsintensive Tagesetappe.

Tipp:
Du kannst den Rotwand-Gipfel auslassen. Damit sparst Du Dir immerhin 150 Höhenmeter bergauf und -ab sowie 1 Stunde Gehzeit.

Die Hütte:
Mit einem Wort: Lecker! Vom selbstgebackenen Brot bis zum „Selbst-geräucherten“ … Lass Dich vom Hüttenteam der Albert-Link-Hütte verwöhnen. Du hast es Dir verdient.

3. Etappe:
Albert-Link-Hütte zum Bodenschneid-Gipfel nach Enterrottach

Heute erwartet Dich noch einmal ein grandioser Berg-Tag mit Luxus-Ausblicken, denn vom Gipfel des 1667 Meter hohen Bodenschneid hast Du einen fantastischen Blick auf das glitzernde Wasser des Tegernsee.

Tipp:
Auf der unteren Firstalm kannst Du bei einer leckeren Brotzeit noch einmal die Energiespeicher für den Gipfelanstieg auffüllen.

Hüttentour: 3-Seen-Tour

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Schönfeldhütte (1410 m): 47.665041, 11.906433
Albert-Link-Hütte (1053m): 47.654577, 11.886950

Mehr Infos

  • Für wen:
    Bergwanderer mit guter Kondition und ausreichender Wandererfahrung von Tagestouren im Alpenvorland, Trittsicherheit. Für Familien geeignet.
  • Schwierigkeit:
    2/5
  • Kondition:
    3/5
    (Gehzeiten pro Tag bis 6,5 Stunden ( zwischen 350 (ohne Gipfel am 1. Tag ) und 1200 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Der 2. Tag kann um 150 Höhenmeter „entschärft“ werden.)
  • Beste Zeit:
    Mai bis Oktober

Alle wichtigen Informationen zu den Etappen findest Du hier:

2. Hüttentour Allgäu für Familien mit Kindern: Steinbocktour durch die Allgäuer Alpen

Steinbock-Gruppe in den Allgäuer Alpen | © Michael / Fotolia

Diese erlebnisreiche Hüttenwanderung im Allgäu mit Übernachtung auf der Fiderepass-Hütte und der Mindelheimer Hütte eignet sich prima für Familien mit Kindern, die bereits alpine Grundkenntnisse und Bergwandererfahrung haben. Unterwegs kannst Du mit ein bisschen Glück Steinböcke und Murmeltiere aus nächster Nähe beobachten.

1. Etappe:
Fellhornbahn Mittelstation (Station Schlappoldsee) zur Fiderepass-Hütte (2.070 m)

Über die Obere Bierenwangalpe und Kühgundalpe geht es zur Fiderepass-Hütte auf 2.070 Meter Höhe.

Die Hütte:
Auf dem Fiderepass mit der gleichnamigen Hütte kommen die Steinböcke teils ganz nah ans Berghaus, so dass Du die stolzen Bergbewohner in aller Ruhe beobachten und fotografieren kannst.

2. Etappe:
Fiderepass-Hütte über Krumbacher Höhenweg zur Mindelheimer Hütte (2.013 m)

Anstelle des parallel verlaufenden Mindelheimer Klettersteigs nimmst Du mit Deinen Kindern den vergleichsweise einfachen Krumbacher Höhenweg, der Dich aussichtsreich vom Fiderepass zur Mindelheimer Hütte, 2013 m, führt.

Die Hütte:
Hoch über dem Rappenalptal liegt die Alpenvereinshütte mit Öko-Logo und Vorbildcharakter. Dank cleverer Tüftler wird unter anderem Solarenergie genutzt und mit einem Pflanzenöl-Blockheizkraftwerk geheizt.

3. Etappe:
Mindelheimer Hütte – Abstieg zur Fellhornbahn Talstation

Heute heißt es schon wieder Abschied nehmen. In ca. 4 Stunden führt Dich einer der schönsten Panoramawege wieder zurück ins Tal zum Ausgangspunkt.

Tipp:
Du kommst über den malerisch gelegenen Guggensee: Ideal für eine erfrischende Pause an heißen Sommertagen.

Hüttentour: Steinbocktour in den Allgäuer Alpen

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Fiderepass-Hütte (2070 m): 47.314446, 10.212135
Mindelheimer Hütte (2013 m): 47.291223, 10.194712

Mehr Infos

  • Für wen:
    Bergwanderer mit alpinen Grundkenntnissen, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Deine Kinder müssen ebenfalls Bergwandererfahrung haben.
  • Schwierigkeit:
    3/5
  • Kondition:
    2-3/5
    (Gehzeiten von 3 bis 5 Stunden (Gehzeit Kinder: ungefähr 1,5-fache Zeit rechnen), pro Wandertag zwischen 400 und 600 Höhenmeter im Auf- und Abstieg, letzter Tag 1057 Höhenmeter Abstieg nach Oberstdorf)
  • Beste Zeit:
    Juni bis Oktober

Alle wichtigen Informationen zu den Etappen findest Du hier:

  • 1. Etappe
  • 2. Etappe
  • 3. Etappe (Auf der Hütten-Homepage findest Du wichtige Informationen und Wegnummern, die Dir helfen den richtigen Weg ins Tal zu finden.)

3. Hüttentour für ambitionierte Bergwanderer: In 2 Tagen auf die Zugspitze

Der höchste Punkt Deutschlands: Der Zugspitz-Gipfel | © fujipe / Fotolia

Kurz und knackig: Diese Zwei-Tages-Tour mit Übernachtung auf der Reintalangerhütte ist nur für geübte Bergwanderer mit Alpinerfahrung. Hier bist Du auf dem alten Weg zur Zugspitze unterwegs. Mit stolzen 2.964 Metern kratzt Du schon fast an der magischen 3.000er-Marke – höher hinaus geht in Deutschland nicht.

1. Etappe:
Garmisch-Partenkirchen – Partnachklamm – Bockhütte – Reintalangerhütte (1.366 m)

Ein langer Wandertag mit fast 14 Kilometern und gut 600 Höhenmetern bergauf sind zu absolvieren, aber dafür auf leichten, abwechslungsreichen Wegen.

Tipp:
Nutze die frühen Morgenstunden, dann hast Du die Partnachklamm ganz für Dich allein und kannst in ruhe die mystisch anmutenden natürlichen Wasserspiele bestaunen.

Die Hütte:
Am „Lido“ (Strand) vor der Hütte kannst Du Dich in der Partnach abkühlen und Kraft tanken für die Gipfeletappe.

2. Etappe:
Reintalangerhütte über Knorrhütte auf die Zugspitze (2.964 m)

Ein langer kraftzehrender Tag mit knapp 1.600 Höhenmetern im Aufstieg liegt vor Dir. Nach gut 2 Stunden kommst Du zur Knorrhütte – ideal für ein zweites Frühstück. Am Münchner Haus hast Du es dann fast geschafft. Nur noch wenige Höhenmeter trennen Dich von Deutschlands höchstem Gipfel. Für den Abstieg lässt Du Dich von der Zugspitzbahn bequem ins Tal „chauffieren“.

Tipp:
Heute bekommst Du keinen Schatten, an heißen Tagen am Besten in der Morgendämmerung loswandern. Schirmmütze und Sonnencreme nicht vergessen.

Verlängerung:
Du hast noch Lust auf mehr? Dann kannst Du die 2. Etappe verlängern und wieder zur Knorrhütte absteigen. Von dort geht es dann am 3. Tag wieder hinab nach Garmisch-Partenkirchen.

Hüttentour: Zugspitze

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Reintalangerhütte (1369 m): 47.405146, 11.035423

Mehr Infos

  • Für wen:
    Bergwanderer mit alpiner Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Drahtseilversicherte Passagen und einfache Kletterei machen Dir nichts aus. Du befindest Dich in hochalpinem Gelände.
  • Schwierigkeit:
    4/5
  • Kondition:
    4-5/5
    (Gehzeiten 5 bis 6 Stunden pro Tag. Insgesamt machst Du gut 2.200 Höhenmeter (600 am 1. Tag, 1.600 Höhenmeter am 2.Tag im Aufstieg)
  • Beste Zeit:
    Juli bis September

Alle wichtigen Informationen zu den Etappen findest Du hier:

  • 1. Etappe
  • 2. Etappe (inkl. Abstieg zur Knorrhütte, falls Du die Tour verlängern möchtest)

Expertentipp von Herbert Streibel (staatl. geprüfter Berg- und Skiführer):

„Dein Rucksack sollte auf Mehrtagestouren nicht mehr als 10 Kilo wiegen. Regen- und Wärmejacke sind auch im Hochsommer ein MUSS und gehören in jeden Rucksack genauso wie eine kleine Rucksackapotheke inklusive Rettungsfolie.“

4. Hüttentour für Genießer:
Tannheimer Berge mit Blick auf Schloß Neuschwanstein

Aggenstein mit Bad Kissinger Hütte | © Aquarius / Fotolia.com

Es muss nicht immer die Monstertour sein, die Dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch eine gemütliche Hüttentour macht glücklich. Unsere Empfehlung ist eine Dreitages-Hüttenwanderung in den Tannheimer Bergen im Allgäu. Auf der Tour legst Du gerade einmal 27 Kilometer und 1821 Höhenmeter zurück und übernachtest auf zwei Hütten: der Bad Kissinger Hütte und der Otto-Mayr-Hütte. Die Ausblicke sind legendär, weil das Tannheimer Tal sehr ursprünglich ist und wenig Infrastruktur aufweist. Du wanderst mitten rein in Dein Naturerlebnis!

1. Etappe:
Talstation Bergbahn Füssener Jöchle – Bad Kissinger Hütte

Am ersten Tag startest Du an der Talstation der Bergbahn Füssener Jöchle. Von hier aus wanderst Du auf Schotterwegen und Bergpfaden hinauf zur Deinem ersten Tagesziel. Ab ungefähr der Hälfte der Strecke erblickst Du auch schon Dein Ziel, die Bad Kissinger Hütte (1.788 m). Wenn das mal nicht motivierend ist!

Tipp:
Ein Etappenzusatz: Nachdem Du Dich in der Bad Kissinger Hütte gestärkt hast, hast Du die Möglichkeit, ein Gipfelziel zu erreichen. Die Besteigung des Aggenstein (1.985 m) dauert etwa eine Stunde und Du überwindest im Auf- und Abstieg etwa 200 Höhenmeter.

Die Hütte:
Die Hütte befindet sich in den Allgäuer Alpen auf österreichischem Boden, am Südwesthang des Aggensteins und ist nur 50 Meter von der deutsch-österreichischen Grenze entfernt. Übernachtungsmöglichkeiten bestehen in Einzel-, Zweibett-, Mehrbettzimmern und Matratzenlagern. Das Gebiet rund um die Hütte eignet sich auch sehr gut zum Felsklettern.

2. Etappe:
Bad Kissinger Hütte – Musauer Alm

Die zweite Etappe startest Du von der Bad Kissinger Hütte (1.788 m) in südöstlicher Richtung. Bis zur unbewirtschafteten Sebenalpe (1.646 m) verläuft der Weg bergab, bis er wieder bis zum Gräner Höhenweg ansteigt. Für einen tollen Panoramablick empfiehlt sich an der Bergstation Sessellift Jochalpe ein Abstecher auf den Gamskopf (1.890 m).

Tipp:
Am Abzweig in Richtung Große Schlicke kannst Du noch zwei Gipfel erklimmen. Die Schleife (+1,5 h und 250 hm+) mit Kleiner Schlicke (1.817 m) und Großer Schlicke (2.059 m) erfordert nochmal alles von Dir und Deiner Oberschenkelmuskulatur.

Hütte:
Die Musauer Alm liegt im Reintal in den Tannheimer Bergen unterhalb der felsigen und eindrucksvollen Nordabstürze der Gehrenspitze. Für eine Übernachtung stehen 40 Schlafplätze in Einzel-, Doppel und Mehrbettzimmern sowie im Lager zur Verfügung. Kulinarisch werden hauptsächlicht tiroler Spezialitäten geboten.

3. Etappe:
Musauer Alm – Talstation Bergbahn Füssener Jöchle

Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns von der Musauer Alm (1.290 m) in südlicher Richtung auf dem Weg für unser letztes Teilstück der Hüttentour. Zunächst erklimmst Du das Sabajoch (1.860 m). Oben angekommen genießt Du den herrlichen Blick auf das Gebirgsmassiv der Köllenspitze (2.238 m) und ins Tannheimer Tal. Wähle den Abstieg nach Nesselwängle über die Tannheimer Hütte (1.713 m) und das Gimpel Haus (1.659 m).

Tipp:
Plane eine Einkehr in das Gimpel Haus ein. Eine kleine Brotzeit stärkt Dich für den restlichen Weg.

Die Hütte:
Das Gimpelhaus in sonniger Höhenlage ist idealer Ausgangspunkt für Wander- und Klettertouren. Die Sonnenterrasse lädt zum Verweilen ein.

Hüttentour für Genießer: Tannheimer Berge

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Bad Kissinger Hütte: 47.534472, 10.562625
Otto Mayr Hütte: 47.509317, 10.618715

Mehr Infos

Für die sonnige Tour empfehlen wir Dir einen guten Sonnenschutz. Für heiße Sommertage darf natürlich eine Mütze nicht fehlen:

  • Unser Cap Lermoos für den Herren schützt zuverlässig vor der Sonne und sorgt dank der Mesheinsätze für zusätzliche Ventilation.
  • Für Frauen eignet sich der Allround-Scarf bestens, weil er absolut vielseitig eingesetzt werden kann.
  • Für wen:
    Bergwanderer mit guter Kondition und ausreichender Wandererfahrung von Tagestouren im Alpenvorland, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit. Klettersteigähnlicher Zu- und Abstieg am Aggenstein (keine Ausrüstung notwendig)
  • Schwierigkeit:
    4/5
  • Kondition:
    4/5
  • Gehzeiten & Höhenmeter:
    1. Etappe: 650 hm+ und 50hm- (ca. 2,5 Stunden)
    2. Etappe 340 hm+ und 840 hm- (ca. 3,5 h)
    3. Etappe 650 hm+ und  750 hm- (ca. 5 h)
  • Beste Zeit:
    Mai bis Oktober
  • Route:
    Ergänzung der zweiten Etappe um die Besteigung der Großen Schlicke (2.059 m)
    Alternativroute bei der dritten Etappe über Tannheimer Hütte (1.713 m) und Gimpel Haus (1.659 m)

Den kompletten Tourverlauf findest Du » hier.

5. Hüttenwanderung für Naturliebhaber:
Erkunde das Steinerne Meer in einer Fünftagestour

Steinernes Meer in den Berchtesgadener Alpen | © Ernst August / Fotolia.com

Das Steinerne Meer gehört zu den Berchtesgadener Alpen und ist ein eindrucksvolles Karsthochplateau zwischen Watzmannmassiv, Königssee, Hagengebirge, Hochkönigstock und Hochkaltermassiv. Seinen ungewöhnlichen Namen hat das Gebirge seiner Erscheinung zu tun. Es wirkt wie ein zu Stein gewordenes Meer mit wogenden, steinernen Wellen.

Die Hüttentour verläuft größtenteils auf problemlos zu begehenden Bergwegen und -steigen. Lediglich auf der zweiten Etappe sind einige kurze ausgesetzte, drahtseilversicherte Passagen zu überwinden. Die drei wichtigsten Hütten sind das Ingolstädter-, Riemann- und Kärlingerhaus. Du kannst je nach Belieben Deine Tour zusammenstellen und die vielfältigen Zustiege nutzen.

Beliebte Tour: „Große (Sommer-)Reibn“

Wir stellen Dir die bekannteste vor, die auch eine beliebte Skitour darstellt: die „Große (Sommer-)Reibn“. Ein Großteil der Tour führt durch den einzigen Alpennationalpark Deutschlands, den Nationalpark Berchtesgaden.

Du erreichst den Ausgangsort der Tour auch mit den Öffentlichen: Mit dem Zug fährst Du nach Berchtesgaden. Vom Hauptbahnhof fährt stündlich ein Bus nach Schönau am Königssee (Haltestation Jennerbahn). Rückfahrt vom Ziel- zum Startpunkt: Stündliche Busverbindung von der Wimbachbrücke zum Parkplatz Königssee mit einmaligem Umsteigen am Busbahnhof Berchtesgaden (Fahrtzeit 25 Min.). Falls Du mit dem Auto kommst, kannst Du es kostenpflichtig auf dem Großparkplatz am Königsee.

Wichtig: Durch die Höhenlage bleibt auch im Frühjahr der Schnee lange auf der Hochfläche des Steinernen Meers liegen. Informiere Dich vorab bei dem Hüttenwirt über die Bedingungen.

Erste Etappe:
Vom Parkplatz Königssee (607 m) über die Königsbachalm (1.191 m) zum Carl-von-Stahl-Haus am Torrener Joch, (1733 m), aufsteigen.

Zweite Etappe:
Vom Carl-von-Stahl-Haus (1.733 m) zur Wasseralm in der Röth (1.416 m). Tipp: Mach einen Abstecher auf den Schneibstein (2.276 m), dem leichtesten Zweitausender der Berchtesgadener Alpen.

Dritte Etappe:
Von der Wasseralm (1.416 m) zum Kärlingerhaus am Funtensee (1.631 m). Tipp: Besteige das aussichtsreiche Halsköpfl (1.719 m) aufsteigen.

Vierte Etappe:
Am Kärlingerhaus (1631 m) über einen langen Anstieg zum Riemannhaus in der Ramseider Scharte (2.177 m) mit Übernachtungsoption. Ansonsten gehst Du durch das Steinerne Meer bis zum Ingolstädter Haus auf der Dießbachscharte (2.119 m).

Fünfte Etappe:
Vom Ingolstädter Haus (2.119 m) gehst Du zum Zielpunkt der Großen Sommer-Reibn: über die bewirtschaftete Wimbachgrieshütte im Talschluss des Wimbachtales, (1.327 m) weiter talwärts bis zur Wimbachbrücke in Ramsau b. Berchtesgaden (628 m)

Hüttentour: Erkunde das Steinerne Meer in einer Fünftagestour

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Carl-von-Stahl-Haus: 47.574634, 13.042492
Wasseralm: 47.494553, 13.006791
Kärlingerhaus am Funtensee: 47.495561, 12.937717
Ingolstädter Haus: 47.501721, 12.887078

Mehr Infos

Auf der Tour kann es durch die Höhenlage empfindlich kalt werden. Eine wärmende Jacke gehört auf jeden Fall in Dein Gepäck:

  • Für wen:
    Bergwanderer mit guter Kondition und ausreichender Wandererfahrung von Tagestouren im Alpenvorland, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit.
  • Schwierigkeit:
    3/5
  • Kondition:
    3/5
  • Gehzeiten & Höhenmeter:
    Auf der Tour legst Du 57,3 km und 4525 Höhenmeter zurück. Die Dauer der Tour wird mit 28:30 Stunden angegeben.
  • Beste Zeit:
    Juli-September

Den kompletten Tourverlauf findest Du » hier.

Titelbild: © janoka82 / Fotolia