1. Was ist der Alpine Ski Weltcup?

Der Alpine Ski Weltcup ist eine internationale Wettkampfserie in der Disziplin Ski Alpin, die jährlich vom internationalen Skiverband FIS (Fédération Internationale de Ski) ausgetragen wird und findet von Oktober bis März statt. Die Austragungsorte sind über die Welt verstreut.

Das Bewertungssystem funktioniert über eine Punktevergabe. Die 30 besten Sportlerinnen und Sportler eines jeden Rennens erhalten Ski Weltcup-Punkte. Am Ende gewinnt derjenige mit der höchsten Punktzahl.

2. Welche Disziplinen gibt es im Ski Weltcup?

Anna Veith, Team ÖSV, bei einem Abfahrt-Finale in der Saison 17 / 18
Anna Veith, Team ÖSV, bei einem Abfahrt-Finale in der Saison 17 / 18 | © GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Beim Alpinen Ski Weltcup gibt es insgesamt fünf Disziplinen. Wir stellen Dir alle einzeln vor:

Abfahrt: Die Abfahrt ist wegen der schnellen Geschwindigkeiten und Steilheit der Pisten eines der riskantesten Rennen, gilt aber als Königsdisziplin im alpinen Skisport. Laut FIS-Reglement soll die Abfahrt Anforderungen an Technik, Mut, Geschwindigkeit, Risiko und Kondition stellen. Die Rennstrecken müssen eine Mischung aus vereisten Flächen, technisch anspruchsvollen Kurven, extrem steilen Abschnitten, Flachstücken und weiten Sprüngen aufweisen.

Slalom: Obwohl der Wettbewerb der langsamste ist, gilt er dennoch als einer der anspruchsvollsten. Beim Slalom geben Tore die Richtungsänderung an, die der Athlet zu meistern hat. Ziel ist es, die in kurzen Abständen auf der Slalomstrecke aufgestellten Tore in Kurven so eng wie möglich zu umfahren. Die verwendeten Kippstangen biegen sich bei Berührung. Die Skifahrer werden durch Schienbein-, Handschoner und Gesichtsschutz gesichert.

Riesenslalom: Der Riesenslalom funktioniert wie der Slalom, nur sind die Tore weiter auseinandergesetzt und geringer in der Anzahl. Der Fahrer ist dadurch schneller unterwegs, aber die Strecke ist insgesamt länger. Die Tore sind weniger stark im Boden verankert, als die Tore beim Slalom und daher flexibler.

Super-G: Super-G bedeutet ausgeschrieben Super Giant Slalom – die nach der Abfahrt schnellste und auch jüngste Ski-Disziplin im alpinen Skisport. Die Strecke ist insgesamt kürzer als die der Abfahrt, technisch jedoch anspruchsvoller. Zudem gibt es mehr Tore, die enger gesetzt sind. Der Super-G ist eine zusätzliche Speed-Disziplin neben der Abfahrt und gilt als Verbindung zwischen Abfahrt und Riesenslalom. Der Super-G muss Sprünge enthalten.

Super-Kombination: Die Kombination testet fahrerische Vielseitigkeit sowie Kraft und Ausdauer durch die Verbindung der Disziplin Abfahrt mit dem Super-G. Die Super-Kombination ist jedoch ein Auslaufmodell: In Wengen wird sie 2019 zum letzten Mal ausgetragen. FIS-Chef-Renndirektor Markus Waldner kann sich als Alternative eine Sprintabfahrt in zwei Durchgängen vorstellen.

3. Wann findet der Ski Weltcup 2018 / 2019 statt?

Der Ski Weltcup in der Saison 2018/2019 beginnt am 27. Oktober 2018 und endet am 17. März 2019. Bei den Herren finden insgesamt 41 Rennen an 20 Orten, bei den Damen 38 Rennen an 20 Orten statt. Zusätzlich gibt es einen Mannschaftswettbewerb. Die Wettkampf-Orte der Männer und Frauen sind nicht immer identisch.

4. Wie funktioniert die Zeitmessung?

Marcel Hirscher
Marcel Hirscher | © GEPA pictures/ Andreas Pranter

Die Wertung erfolgt durch Zeitmessung der Fahrt des einzelnen Rennläufers, bei der alle Tore vom Start bis ins Ziel korrekt durchfahren werden müssen. Seit der Saison 2016 / 2017 gibt es eine neue Methode zur Zeitmessung, die Verlaufsdaten aufzeichnet und ausspielt. Somit wird es dem Zuschauer ermöglicht, das Geschehen auf der Skipiste besser verfolgen zu können. Ein kleiner Kasten am Schuh des Skifahrers übermittelt über Radar- sowie Bewegungssensoren Daten wie Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Abbremsmanöver, die Zeit, die der Skifahrer für die Beschleunigung auf 100 km/h benötigt, sowie eine Analyse der Sprünge.

5. Wie funktioniert die Punktewertung beim Ski Weltcup?

Für jedes Ski Weltcup Rennen werden Punkte vergeben, die am Ende zusammenaddiert werden. Je nach Kurssetzung, Toranzahl und -abstand, Streckenlänge und Höhenunterschied gibt es entsprechend viele Punkte. Bei einem Ski Weltcup Rennen bekommen nur die besten 30 Athleten eines Rennens Punkte gutgeschrieben. Der Erstplatzierte erhält 100 Punkte, der 30. Platz einen Punkt.

Am Ende der Saison erhält der Fahrer bzw. die Fahrerin mit den meisten Gesamtpunkten die „große Kristallkugel“ des Gesamtweltcup-Gewinners.

Zudem werden in den einzelnen Disziplinen „kleine Kristallkugeln“ verliehen. Somit gibt es Gewinner im Gesamt-, Slalom-, Abfahrts-, Riesenslalom-, Super-G- und Superkombinations-Weltcup.
Jedes Rennen mit einer Platzierung innerhalb der ersten 30 Plätze bedeutet für die Athleten Punkte für die Weltcup-Gesamtwertung.

01. (100 Punkte)
02. (80 Punkte)
03. (60 Punkte)
04. (50 Punkte)
05. (45 Punkte)
06. (40 Punkte)
07. (36 Punkte)
08. (32 Punkte)
09. (29 Punkte)
10. (26 Punkte)
11. (24 Punkte)
12. (22 Punkte)
13. (20 Punkte)
14. (18 Punkte)
15. (16 Punkte)
16. (15 Punkte)
17. (14 Punkte)
18. (13 Punkte)
19. (12 Punkte)
20. (11 Punkte)
21. (10 Punkte)
22. (09 Punkte)
23. (08 Punkte)
24. (07 Punkte)
25. (06 Punkte)
26. (05 Punkte)
27. (04 Punkte)
28. (03 Punkte)
29. (02 Punkte)
30. (01 Punkt)

6. Wie hoch sind die Prämien für die Skifahrer?

Die Skirennfahrer erhalten Preisgelder je nach Rennen und Platzierung. Die höchsten Preisgelder wurden in der letzten Saison 2017/2018 verdient. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat im vergangenen Winter gute 600.000 € verdient. Das sind knapp 30.000 € mehr als Marcel Hirscher bekommen hat (rund 570.000 €). Das lag an Ihrer guten Leistung und an der Anzahl der absolvierten Rennen: Shiffrin absolvierte sieben Rennen mehr als Marcel Hirscher. Hier erhältst Du eine Preisgeld-Übersicht.

Die Preisgelder für die einzelnen Rennen sind unterschiedlich. Für die Hahnenkamm-Rennen stellte der Kitzbüheler Ski Club insgesamt 550.000 Euro Preisgeld zur Verfügung.

  1. Mikaela Shiffrin (Vereinigte Staaten): 600.559 Euro
  2. Wendy Holdener (Schweiz): 273.794 Euro
  3. Lindsey Vonn (Vereinigte Staaten): 264.430 Euro
  1. Marcel Hirscher (Österreich): 572.279 Euro
  2. Henrik Kristoffersen (Norwegen): 345.071 Euro
  3. Beat Feuz (Schweiz): 260.875 Euro

7. Wer sind die diesjährigen Favoriten auf eine Kristallkugel?

Die begehrten Kristallkugeln. | © GEPA pictures/ Florian Ertl

Favoriten-Nationen: Die stärksten Nationen im Ski Weltcup sind Österreich, Norwegen, Schweiz, USA, Schweden, Frankreich, Deutschland und Italien. Auf Platz 1 hält sich Österreich. Die laut Punktewertung stärksten zehn Nationen – über alle Saisons hinweg –  sind: Österreich mit 10.525, Schweiz mit 8.321 Punkten, Italien mit 6.562, Norwegen mit 6.204, Frankreich mit 4.270, USA mit 4.263, Deutschland mit 3.806, Schweden mit 2.717, Slowenien mit 1.403 und die Slowakei mit 967.

Favoriten-Skifahrerinnen auf die große Kristallkugel: Favoritinnen in dieser Saison sind Mikaela Shiffrin (USA), Wendy Holdener (Schweiz), Lindsey Vonn (USA), Viktoria Rebensburg (Deutschland) und Anna Veith (Österreich).

Favoriten-Skifahrer auf die große Kristallkugel: Bei den Herren spielen Marcel Hirscher (Österreich), Henrik Kristoffersen (Norwegen), Thomas Dreßen (Deutschland) und Aksel Lund Svindal (Norwegen) ganz vorne mit.

8. Wer sind die erfolgreichsten Kristallkugel-Sammler?

Die erfolgreichste Mannschaft aller Zeit ist die österreichische Mannschaft, die von Schöffel ausgestattet wird. Mehr als 800 Einzelsiege hat der ÖSV in der Wettkampfgeschichte schon eingefahren.

Herren
Der Österreicher Marcel Hirscher gewann den Gesamtweltcup siebenmal – in Folge! Fünf Gesamtsiege errang Marc Girardelli für Luxemburg, je viermal gewannen der Italiener Gustav Thöni, der Schweizer Pirmin Zurbriggen und der Österreicher Hermann Maier. Der Schweizer Pirmin Zurbriggen gewann als bislang einziger Skifahrer die Gesamtwertung sowie vier der fünf Disziplinenwertungen in einer Saison (1986/87). Der Schwede Ingemar Stenmark ist mit 18 Kristallkugeln (3 Gesamt, 7 Riesenslalom, 8 Slalom) Rekordhalter bei den Herren.

Damen
Die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll gewann den Gesamtweltcup sechsmal, davon fünfmal in Folge. Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn gewann als erste Athletin vier Kristallkugeln in einer Saison – und das insgesamt zweimal. Einmal in der Saison 2009/10 und einmal 2011/12. Lindsey Vonn hält den Rekord mit 20 Kristallkugeln (4 Gesamt, 8 Abfahrt, 5 Super-G, 3 Kombination) bei den Damen. Auch die Slowenin Tina Maze brach Rekorde. Sie gewann 2012/13 die Gesamtwertung und drei weitere Disziplinenwertungen (für die Super-Kombination wurde keine Kugel vergeben), in den anderen beiden Disziplinen Abfahrt und Slalom belegte sie Platz zwei.

9. Was sind die diesjährigen Highlights?

Die Rennen finden an über 20 Orten rund um den Globus statt. Einige Austragungsorte sind aufgrund ihrer Historie legendär, andere durch ihre Naturgegebenheiten. Hier unsere Highlights:

  • Das steile Kitzbühel: Die Streif in Kitzbühel ist unbestritten die legendärste Abfahrt der Welt. Sie weist ein Gefälle von bis zu 85% auf. Neben der Abfahrt finden hier noch Slalom und Super-G Rennen statt. Zeitraum ist vom 25.1. bis 27.1.2019.
  • Abfahrt-Wahnsinn in Garmisch: Auch die Kandahar in Garmisch-Partenkirchen hat mit ihren 92% Gefälle Legendenstatus. Neben der Abfahrt, finden hier auch Slalom und Super-G Rennen statt. Die Rennen im Skigebiet Garmisch-Classic finden am 2. und 3.2. sowie 26. und 27.2.2019 statt.
  • Traumhaftes Panorama in der Schweiz: Für eine spektakuläre Kulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau sorgen die Rennen im Schweizerischen Wengen vom 18. Bis 20.01.
  • Auf Siegeskurs in Andorra: Ebenso ist das große Finale in Grandvalira, Andorra, vom 13.3. bis 17.03.2019 ein besonderes Highlight. Die besten Skirennläufer messen sich im Finale auf den Weltcup-Pisten im Skigebiet Grandvalira in den Pyrenäen. Am Ende erhalten die Gewinner der Weltcup-Saison 2018 / 2019 ihre Trophäen.

10. Wo finden die Rennen statt?

Kitzbuehel bei Nacht: Das Hahnenkamm-Rennen | © GEPA pictures/ Mario Buehner

Die meisten Rennen finden in Europa statt. Nach dem Auftakt in Sölden geht es aber recht zügig in die USA und Kanada. In manchen Jahren werden einzelne Wettbewerbe in Japan und Südkorea veranstaltet, auch in Argentinien, Australien und Neuseeland gab es bereits Weltcup-Rennen. Ski Rennstrecken, auf denen von der FIS anerkannte Wettbewerbe ausgetragen werden, müssen von der FIS homologiert sein und genau festgelegte Standards der Präparierung und Sicherheit für den jeweiligen Wettkampf erfüllen.

Du möchtest ein Rennen hautnah erleben? Hier das richtige Outfit

Wenn Du lange stehst und beim Rennen zuschaust, frierst Du schnell. Der frische Wind lässt die Temperaturen noch kälter erscheinen. Eine warme Daunenjacke, Mütze und eine warme Hose sind ein Muss. So bleibst Du nicht nur warm, sondern siehst auch noch richtig schick aus. Überzeuge Dich selbst:

Daunenjacke
Damen: Down Jacket Kashgar1
Herren: Down Jacket Keylong1

Mütze
Damen: Knitted Hat Amiens1
Herren: Knitted Hat Southhampton2

Gefütterte Hose
Damen: Pants Santa Fe WP
Herren: Pants Aarhus WP

Bist Du ein Ski Weltcup-Experte? Mach unser Quiz und finde es heraus!

Titelbild: © GEPA pictures/Oliver Lerch

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