Wandern macht glücklich. Es entschleunigt, schafft neue Perspektiven, hält gesund. Zum Tag des Wanderns am 14. Mai ein Plädoyer, warum wir viel öfter raus in die Natur gehen sollten.

Die einen mögen es sportlich und herausfordernd, die anderen bevorzugen es entspannt. Aber ganz egal, ob in den Bergen oder im Flachland, alleine oder mit der Familie, auf eigene Faust oder mit Bergführer: Wir sollten viel öfter wandern gehen. Warum? Das verraten wir Dir gerne:

 

1. Wandern ist gesund

Fakt ist: Bewegung ist gesund. Das Immunsystem wird gestärkt, Du trainierst Deine Gelenke und kräftigst Deine Muskulatur, der Körperfettanteil reduziert sich, Dein Blutdruck sinkt.

Aber Wandern ist nicht nur gesund für den Körper, sondern auch für den Geist: Wandern macht glücklich, das belegt inzwischen auch die Wissenschaft. Eine groß angelegte Studie des Österreichischen Alpenvereins ÖAV aus dem Jahre 2016 untersuchte die Effekte des Bergsports auf Körper und Psyche. Ihr Ergebnis: Bereits eine Bergwanderung von drei Stunden zeigt positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Die Stimmung steigt, Du wirst gelassener, und negative Gefühle wie Antriebslosigkeit oder Angst werden reduziert.

Und nicht nur das: Laut einer Studie der Universität Pittsburgh kann regelmäßiges Wandern das Risiko von altersbedingtem Gedächtnisverlust um 50% minimieren.

2. Wandern entschleunigt

„Die Berge sind nicht nur Herausforderung für mich. Sie sind auch ein Ruhepunkt. Sobald ich unterwegs bin, wird der Kopf frei. Ich gehe auf einen Gipfel, und wenn ich wieder herunterkomme, bin ich ein anderer Mensch.“
(Peter Habeler, österreichischer Bergsteiger)

Stress auf der Arbeit. Geschäftiges Treiben in der Stadt. Auf dem Heimweg im Stau. Dazu Dauerbeschallung, ständige Erreichbarkeit und jede Menge Verpflichtungen. Es blinkt, klingelt und ruft. Einfach mal abschalten und Kopf frei machen? Gar nicht so einfach.

Beim Wandern schon: Hier schließt Du alle Tabs im Kopf. Du lässt Deine To-Do-Listen Zuhause, stellst das Handy auf Flugmodus und den Alltag auf StandBy. Du tauschst die permanente Ablenkung gegen die erholsame Ruhe der Natur. Schneller, höher, weiter? Ohne Dich.

Hier draußen kommst Du zur Ruhe. Zu Fuß gehen, das bedeutet auch, die Freude an der Langsamkeit (wieder) zu entdecken. Und es schafft wertvolle Zeit für Partnerschaft und Familie, eine gemeinsame Auszeit vom Alltag. Wandern als eine Art (Familien)Therapie? Damit werben sogar schon Ferienregionen. Schließlich gehen 37% am liebsten mit ihrem Partner wandern, das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag von Gore-Tex® (2015). 28% sind am liebsten mit der Familie unterwegs.

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3. Wandern schafft neue Perspektiven

Beim Wandern stehen Deine essentiellen Bedürfnisse im Vordergrund: Essen. Schlaf. Eine Unterkunft. Alles, was Du wirklich benötigst, trägst Du auf dem Rücken. Und Du stellst fest: So viel ist das gar nicht.

Du empfindest dieses tiefe, warme Gefühl der Dankbarkeit in Dir. Für die Schönheit der Natur. Einen heißen Tee auf der Hütte. Eine Brotmahlzeit nach einer anstrengenden Etappe. Es braucht so wenig, um glücklich zu sein.

„Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen
und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann.“
(Søren Kierkegaard, dänischer Philosoph und Schriftsteller)

Und mit jedem Höhenmeter, den Du erklimmst, mit jedem Kilometer, den Du zurücklegst, entfernst Du Dich ein Stück vom Alltag. Sorgen und Probleme bleiben im Tal zurück. Das Gedankenkarussell dreht sich ein bisschen langsamer, nichts lenkt Dich ab.

Das schafft Platz im Kopf und Raum. Für alternative Problemlösungen und neue Aspekte, die Du vielleicht im Dauergebimmel des Alltags übersehen hast. Und auch wenn Du in diesem Moment ganz weit entfernt bist von Deinen alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen – manchmal kommen Dir gerade dann, mit diesem Abstand, die besten Ideen.

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4. Wandern erweitert den Horizont

Apropos Ideen und neue Aspekte: Wer in einer Gruppe für längere Zeit wandern war, kennt sicherlich die interessanten und intensiven Gespräche, die sich irgendwann entwickeln. Die Diskussionen und philosophischen Abhandlungen, für die im Alltag oftmals die Zeit und Muße fehlen. Nicht selten lernst Du Deine Mitwanderer dabei von einer ganz neuen Seite kennen.

Genauso triffst Du beim Wandern oft auf viele unterschiedliche Charaktere. Der lustige Hüttenabend, der Unterstand beim überraschenden Regenschauer, der Austausch über zurückgelegte und geplante Wanderkilometer: Selbst dem Introvertierten wird es beim Wandern und mit dem in den Bergen üblichen „Du“ leichter fallen, sich anderen Menschen zu öffnen.

Du erlebst spannende Gespräche, lernst von den Erfahrungen anderer, knüpfst vielleicht sogar neue Bekanntschaften – und holst Dir Inspiration für Deine nächste Wanderung. Schließlich sind Verwandte und Bekannte die zweitliebste Informationsquelle der deutschen Wanderer (ungeschlagen auf Platz eins liegt hier übrigens – wenig überraschend – das Internet).

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5. Wandern geht zu jeder Zeit, an jedem Ort

Wandern geht nur bei Sonnenschein? Von wegen! Es muss keineswegs immer warm und sonnig sein, um einen Fuß vor die Tür zu setzen. Auch Wandern im Regen hat seinen eigenen, ganz besonderen Reiz. Sowas wie schlechtes Wetter gibt es schließlich gar nicht, das wusste schon der britische Schriftsteller John Ruskin:

„Sonnenschein wirkt köstlich,
Regen erfrischend,
Wind aufrüttelnd,
Schnee erheiternd.
Wo bleibt da das schlechte Wetter?“

Und es müssen auch nicht immer die ganz großen Berge sein: Ein ausgedehnter Spaziergang am heimischen See, der Naturpark ums Eck, das Mittelgebirge vor der Haustüre, das Vogelschutzgebiet zur Zeit des Vogelzuges. Oder wie wäre es mal mit einer Sonnenaufgangswanderung, Fotowanderung oder Nachtwanderung? Es gibt unzählige Gelegenheiten, die Wanderschuhe zu schnüren und Neues zu entdecken.

Also, worauf wartest Du?

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Jacke wie Hose? Nicht ganz: Bei der Wahl der perfekten Outdoorhose gibt es einiges zu beachten. Wir verraten Dir hier alles, was Du über Wanderhosen wissen musst:

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Tag des Wanderns am 14. Mai

Logo Tag des Wanderns am 14. Mai Deutscher WanderverbandDer Deutsche Wanderverband hat den „Tag des Wanderns“ ins Leben gerufen, der 2016 zum ersten Mal stattfand. Jedes Jahr am 14. Mai laden nun Vereine, Organisationen und Natur- und Nationalparks zu Aktionen rund um das Thema Wandern ein. Das Ziel: Möglichst viele Menschen für die Vielfältigkeit des Wanderns begeistern. Insgesamt gibt es über 400 Veranstaltungen in ganz Deutschland. Das Angebot reicht von Sonnenaufgangswanderungen über Rad-, Foto- oder Familienwanderungen bis hin zu Nachtwanderungen – da dürfte für jeden Wanderfan etwas Passendes dabei sein.

tag-des-wanderns.de: Hier findest Du eine Karte mit Informationen zu allen Veranstaltungen in Deiner Nähe, inklusive Angaben zu Treffpunkt, Anmeldung, Dauer und ggf. Ausrüstung.