Welcher Wanderfreund wünscht sich nicht allzeit blasenfreie Füße. Ob falsche Socken, neue Bergschuhe oder die Schnürart – die Gefahr von Blasen an den Füßen kann einem die Wanderung so richtig vermiesen. Wir erklären Dir, wie Du ungewollte Schmerzstellen verhindern kannst.

INHALT
Wie entstehen Blasen?
Blasenfrei wandern: 5 Tipps
Mist, eine Blase! Was tun?

Wie entstehen Blasen?

Blasen entstehen dann, wenn durch zu hohen Druck und vor allem Reibung sogenannte Scherkräfte auf die Haut wirken. Hierdurch beginnen sich die unterschiedlichen Hautschichten voneinander zu lösen. Als Folge entsteht ein Hohlraum zwischen ihnen. Dort bildet sich dann Gewebsflüssigkeit, die jedem bekannt ist, der schon einmal eine Blase aufgestochen hat. Diese Flüssigkeit polstert zwar die Hautschichten vor weiterem Druck, allerdings entsteht hier auch der Schmerz.

Blasenfrei wandern: 5 Tipps

Blasenfrei und schmerzfrei wandern: Die besten Tipps
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Was kannst Du also tun, um Blasen vorzubeugen und die Bergtour blasenfrei zu überstehen? Diese fünf Tipps helfen Dir auf jeden Fall:

1. Füße regelmäßig pflegen

Unsere Füße sind wohl die wahren Helden unseres Alltags. Tagtäglich tragen sie uns durch die Welt und auf den Berg. Um Blasen vorzubeugen, solltest Du Deine Füße regelmäßig pflegen, indem Du sie eincremst. So wird die Haut geschmeidig und widerstandsfähiger und hat eine bessere Chance, sich selbst zu schützen.

2. Wanderschuhe einlaufen

Es klingt so banal, aber ist doch einer der wichtigsten Schritte, damit bei Deinen Schritten auf den Berg keine Blasen entstehen: Wanderschuhe richtig einlaufen. Bevor Du also mit Deinen neuen Bergschuhen direkt auf den Gipfel stürmst, solltest Du sie auf jeden Fall zuerst Zuhause für Spaziergänge und für kurze Bergtouren anziehen, um sie einzulaufen. Das solltest Du ungefähr drei- bis viermal tun, bevor Du Dich mit ihnen auf eine längere Bergtour wagst. So sinkt das Risiko, Dir eine Blase zu laufen.

3. Die richtigen Wandersocken

Es kommt einfach doch darauf an, was man drunter trägt… also bei den Wanderschuhen zumindest! Blasen entstehen, wenn ein Schuh nicht richtig sitzt oder ein feuchtes, warmes Klima entsteht, das die Reibung im Schuh begünstigt. Durch Baumwollsocken wird genau so ein Klima gefördert und es kann schnell mal eine Blase entstehen. Spezielle Wandersocken aus Materialien wie zum Beispiel Merinowolle eignen sich viel besser. Ebenfalls solltest Du Wandersocken kaufen, die nahtlos sind, um so keine weiteren Reibungspunkte im Schuh zu haben.

4. Wanderschuhe richtig schüren

„Hasenohr, Hasenohr, einmal rum und dann durchs Tor.“ – klar, jeder weiß wie man Schnürsenkel bindet. Beim Wandern solltest Du allerdings ganz besonders Acht geben. Wanderschuhe müssen richtig geschnürt und auch regelmäßig nachgeschnürt werden, falls sich die Schnürsenkel beim Wandern lockern. Dadurch sorgst Du für einen guten Halt in den Bergschuhen, Du rutschst nicht herum und die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Blase bildet, ist geringer.

5. Gute Vorbereitung: Blasen tapen

Empfindliche oder bereits von Blasen beanspruchte Stellen solltest Du schon vor der Bergtour tapen. Somit schützt Du die Haut zusätzlich und verhinderst, dass sich erneut Blasen an der gleichen Stelle bilden.

Mist, eine Blase! Was tun im Notfall?

Hausmittel und Erste-Hilfe bei Blasen beim Wandern: Breitwegerich
Breitwegerich | © behewa / Fotolia

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal zu einer Blase beim Wandern kommen, kannst Du die Natur in den Bergen gleich doppelt genießen: Einfach Ausschau halten nach Breitwegerich (alternativ geht auch Spitzwegerich).

Beide Heilkräuter wirken antibakteriell, entzündungshemmend und wundheilend. Diese natürlichen Wundpflaster sind also ideal, um geschundenen Wandererfüßen unterwegs etwas Heilung zu verschaffen. Lege einfach ein paar Blätter Breitwegerich mit der Oberseite direkt auf die schmerzende Stelle. Dann ziehe Deine Socken und Deine Schuhe darüber. Der Breitwegerich sorgt dafür, dass die Schmerzen nachlassen, Rötungen verblassen und Blasen schneller abheilen.

Alternativ helfen natürlich (Blasen)pflaster, die Du in Deine Wanderapotheke packen solltest – ganz besonders dann, wenn Du anfällig für Blasen an den Füßen bist oder mit neuen Wanderschuhen unterwegs bist.

Bildquelle Titelbild: © mauritius images /André Pöhlmann