Wer Osttirol bisher nicht auf dem Schirm hatte, wird staunen: Die Tiroler Exklave hat wilde und schroffe Berglandschaften mit perfektem Wegenetz zu bieten. Mit Großglockner und Großvenediger hat sie zudem zwei der höchsten Berge Österreichs und den bildschönen Nationalpark Hohe Tauern im Angebot. Wir laden Dich ein auf Erkundungstour zu gehen – in eine der schönsten Gegenden der Alpenrepublik Österreich.

INHALT
Warum sich ein Ausflug nach Osttirol lohnt
Wandern in Osttirol: Nationalpark Hohe Tauern
Wandern in Osttirol: Lienzer Dolomiten
Wandern in Osttirol: Karnischer Höhenweg
Wandern in Osttirol: Dein perfektes Outfit
Mit Schöffel unterwegs in Osttirol

Warum sich ein Ausflug nach Osttirol lohnt

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Osttirol gilt dank seiner hohen Dreitausender als Dach Österreichs: Hier liegen mindestens 150 Gipfel über 3.000 Meter Höhe. Der Bekannteste und Höchste unter ihnen ist zweifelsfrei der Großglockner (3.798 m).

Die Exklave von Tirol erstreckt sich zwischen den Hohen Tauern und Lienzer Dolomiten. Durch die südgewandte Lage Osttirols spürst Du speziell im mit Palmen gesäumten Lienz südliches Flair. Ein Stadtausflug ist sehr zu empfehlen. Besichtigen kannst Du zum Beispiel die Liebburg und das Antoniuskirchel. Oder Du bummelst einfach so durch die Stadt und genießt Kaffee und Kuchen in einem der zahlreichen kleinen Cafés.

Hochgebirge für jeden Anspruch

Besonders für die Gegend sind die zahlreichen Höhenwanderwege. Auf diese Weise kombinierst Du eine moderate Wanderung mit atemberaubender Natur im Hochgebirge.

Oder Du steigst gleich einen der vielen Dreitausender hinauf? Hierfür benötigst Du allerdings spezielles Wissen, Ausrüstung und Erfahrung. Was eine Hochtour ist und wie Du Dich darauf vorbereitest, erfährst Du hier.

Der Großvenediger gehört zu einem der verhältnismäßig leichter zu bewältigenden Gletscherberge. Dennoch empfiehlt sich für Einsteiger dringend eine geführte Tour. Eine Nummer größer ist der Großglockner, der nur erfahrenen Bergsteigern vorbehalten bleibt .

Ob nun Hochtal oder Gipfelsturm: Wir sind überzeugt, dass Osttirol auch Dein Wanderherz höher schlagen lässt. Komm mit uns in den Nationalpark Hohe Tauern, in die Lienzer Dolomiten und auf den Karnischen Höhenweg! Da es sich oft um hochalpines Gelände handelt, ist Vorsicht geboten:

Osttirol ist eine Exklave des Österreichischen Bundeslandes Tirol. Das bedeutet, Osttirol grenzt nicht direkt an Tirol, sondern ist durch einen etwa 9,5 km langen Streifen Südtiroler und Salzburger Gebiets vom Bundesland getrennt. Osttirol ist deckungsgleich mit Lienz, dem größten Bezirk Tirols, und hat etwa 49.000 Einwohner. Die Stadt Lienz ist mit knapp 12.000 Einwohnern die größte Stadt und gleichzeitig Verwaltungssitz des Bezirks.

Große Flächen Osttirols werden von den Gebirgen der Hohen Tauern und der Karnischen Alpen eingenommen. Die Haupttäler Osttirols sind das Pustertal, das Iseltal, das Defereggental, das Virgental, das Kalser Tal und das Tiroler Gailtal.

Wandern in Osttirol: Nationalpark Hohe Tauern

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Mächtige Berggipfel, Gletscher und tosende Wasserfälle prägen das Landschaftsbild des Nationalparks Hohe Tauern. Der Nationalpark Hohe Tauern besteht seit 1981 und ist damit der erste Nationalpark in Österreich. Gleichzeitig ist er der größte Nationalpark des Landes und der Alpen. Der Park erstreckt sich über weite Teile des zentralalpinen Hauptkammes der Österreichischen Ostalpen. Charakteristisch für den Nationalpark sind ausgedehnte Gletscherfelder, eiszeitlich geformte Täler, riesige Schwemm- und Murenkegel, alpine Gras- und Strauchheiden und ausgedehnte Lärchen-, Fichten- und Zirbel-Wälder.

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Durch die Lage am Alpenhauptkamm und die großen Höhenunterschiede findet man auf Nord- und Südseite sehr unterschiedliche klimatische Bedingungen vor. Der Nationalpark Hohe Tauern ist einer der artenreichsten Parks des Landes. Rund ein Drittel aller Pflanzenarten Österreichs sind hier beheimatet. Ebenso rund 10.000 Tierarten. Die Vielfalt des Nationalparks ist beeindruckend: Im Park findest Du über 300 Berggipfel mit über 3.000 Meter Höhe, 26 bedeutende Wasserfälle und mehr als 500 Bergseen.

 

Glocknerrunde: Dem Großglockner ganz nah

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Du willst dem höchsten Berg Österreichs einmal ganz nah sein, hast aber nicht die nötigen Kenntnisse und Erfahrung, den Großglockner zu erklimmen? Dann umrunde ihn doch ganz einfach. Die Tour dauert sieben Tage und ist gletscher- und kletterfrei. Auf diese Weise erkundest Du einen der schönsten Berge der Alpen von allen Seiten. Die Route ist zwischen Mitte Juni und Mitte September begehbar und auch für bergerfahrene (!) Kinder ab 12 Jahren geeignet.

Die Glocknerrunde erfordert alpine Erfahrung, eine sehr gute Ausdauer und absolute Trittsicherheit. Die zum Teil langen und herausfordernden Touren können auch verkürzt werden.

Ausgangsort: Glocknerhaus (2.121 m) an der Großglockner-Hochalpenstraße
Beste Jahreszeit: Mitte Juni – Mitte September
Dauer: sieben Tagesetappen mit bis zu acht Stunden Gehzeit
Höhendifferenz: bis zu 1.700 Höhenmeter Aufstieg je Tagesetappen
Tipp: Die Sudetendeutsche Hütte ist ein echtes Highlight auf der Tour. Hier kannst Du einen Ruhetag einlegen.
Wichtig: Im Nordbereich der Unteren Pfandlscharte können bis Ende Juli harte Altschneereste vorhanden sein. Die Mitnahme von Steigeisen oder Grödeln wird bis Ende Juli dringend angeraten.
» zur Tour | PDF des Alpenvereins

Ein ebenso schöner, aber weniger anspruchsvoller Höhenweg ist der Venediger Höhenweg im Virgental. Auf der aussichtsreichen Tour durchquerst Du die südliche Venedigergruppe ohne Gletscherberührung. » zur Tour 

 

Osttirol 360° Austria Skyline Trail: Größter Hochgebirgskreis in den Alpen

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Der Bergpfad Osttirol 360° ist ein hochalpiner Weitwanderrundweg mit einem durchgehenden Wegenetz und mehr als 45 Hütten am Wegesrand. Der Weg ist 360 Kilometer lang, umfasst 30.000 Höhenmeter und durchquert neun Gebirgsabschnitte. Die Wege variieren in Schwierigkeit und Niveau und bieten Varianten sowohl für Wanderer als auch Bergsteiger. Der Weg umfasst insgesamt 49 Tagesetappen, die auch einzeln begangen werden können. (» mehr Infos)

Eine der schönsten Abschnitte ist Etappe elf entlang des Bonner Höhenwegs von der Bonner Hütte zum Schwarzsee (2.455 m) im Villengratgebiet, an dem Du in kleinen, modernen Biwakschachteln übernachten kannst. Vor den Hütten stehen sogar Liegestühle mit Blick auf den Schwarzsee, einem kraterartigen Bergsee. Es handelt sich hierbei um eine leichte Höhenwanderung auf Graskämmen und Almböden entlang der Grenze zwischen Süd- und Osttirol. Die Mitnahme eines warmen Schlafsacks (bis minus 10 Grad) ist Pflicht. Der nahegelegene Berg ist die Riepenspitze (2.774 m).

Ausgangsort: Beim Weiler Kandellen, Toblach, Südtirol
Öffnungszeiten: Ende Mai bis Ende Oktober
Dauer: Aufstieg zur Hütte dauert eineinhalb Stunden, 740 Höhenmeter; von der Bonnerhütte zum Schwarzsee ca. fünf Stunden Gehzeit, 865 Höhenmeter
Wichtig: Selbstverpflegung in den Biwakschachteln
Tipp: Das Villgratental ist auch ein Bergsteigerdorf.
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Wandern in Osttirol: Lienzer Dolomiten

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Hättest Du gedacht, dass es auch in Osttirol Dolomiten gibt? Geografisch gesehen gehören die Lienzer Dolomiten nicht zu der Südtiroler Formation der Dolomiten. Der Anblick kommt dem Original jedoch sehr nah. Die schroffen Gipfel zählen zur westlichen Hälfte der Gailtaler Alpen. Die Große Sandspitze (2.770 m) ist die höchste Erhebung im Gebiet. Die Lienzer Dolomiten sind ein einzigartiges Wandergebiet und verfügen über ein gutes Hütten- und Wegenetz. Beste Voraussetzungen für Tagesausflüge und Mehrtageswanderungen!

 

Wandern mit der Familie: Tour zu den Neualpseen

Die Neualpseen sind auf 2.436 Metern gelegen. Sie befinden sich südöstlich vom Schleinitz (3.000 m). Das Gebiet ist ein ideales Ausflugsziel für Familien mit Kindern, weil es sich größtenteils um flache Wandersteige handelt. Du sparst Dir entscheidende Höhenmeter, wenn Du mit der Gondelbahn auf das Zettersfeld (1.812 m) fährst. Von dort aus kannst Du gemütlich zu den beiden Seen wandern.

Ausgangsort: Parkplatz bei der Zettersfeld Bergbahn Talstation
Dauer: 2,5 Stunden; 6,5 Kilometer, 374 Höhenmeter
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Leichte Wanderung mit Einkehr im Anna Schutzhaus

Diese typische und wunderschöne Berghütte befindet sich direkt unterhalb des Ederplan-Gipfels (2.061 m). Der Genre- und Historienmaler Franz von Defregger hatte die Hütte 1882 seiner Gattin Anna gewidmet. Das Anna-Schutzhaus liegt am Beginn des Kreuzeck-Höhenweges, der in Möllbrücke bei Spittal (Kärnten) endet. Von der Hütte hast Du einen tollen Blick auf den größten Talboden Tirols, das sogenannte Lienzer Talbecken und die Lienzer Dolomiten. Auf der Hütte gibt es auch Übernachtungsmöglichkeiten. Reservierung ist notwendig.

Ausgangsort: Anna-Schutzhaus, Görtschach 28, 9991 Dölsach
Dauer: von Dölsach (Bahnhof), Gehzeit ca.  4,5 – 5 Stunde
Öffnungszeiten: Ende Mai bis Anfang November
Tipp: Gipfeltour auf den Ederplan, Gehzeit ca. eine viertel Stunde
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Wandern in Osttirol: Karnischer Höhenweg

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Der Karnische Höhenweg, auch Friedensweg genannt, führt entlang des gesamten Karnischen Kamms, der an der Grenze zwischen Österreich und Italien verläuft. Östlich des Plöckenpasses befinden sich leichte Wanderberge und sanfte Almlandschaften. Auf der Westseite wird es dann alpinistisch anspruchsvoller und Du triffst auf die höchsten Gipfel des Gebietes.

Der Karnische Höhenweg wird meist in acht bis elf Etappen untergliedert. Der Weg ist rund 155 Kilometer lang und führt vorbei an neun Schutzhütten. Der Höhenweg selbst weist keine besonderen Schwierigkeiten für Wanderer auf, aber die Etappen sind zum Teil sehr lang. Teiletappen sind eine Option, weil ein Abstieg ins Tal fast jederzeit möglich ist.

Das sind die Etappen im Überblick:

  1. Tag: Leckfeldalm – Sillianer Hütte – Obstanserseehütte
  2. Tag: Obstanserseehütte – Filmoorhütte – Porzehütte
  3. Tag: Porzehütte – Hochweißsteinhaus
  4. Tag: Hochweißsteinhaus – Wolayerseehütte
  5. Tag: Wolayerseehütte – Zollnerseehütte
  6. Tag: Zollnerseehütte – Nassfeld (Alpenhof Plattner)
  7. Tag: Nassfeld (Alpenhof Plattner) – Dolinza Alm (Gasthaus Starhand)
  8. Tag: Dolinza Alm (Gasthaus Starhand) – Thörl bei Arnoldstein

Ausgangsort: Sillian (1917 m), Ziel ist Thörl-Maglern
Hauptsaison: Juli und August
Wichtig: Vorsicht bei Gewitter: Informiere Dich vorab über möglich Notabstiege vom Grat ins Tal
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Geologischer Lehrpfad: Entdecke die Geologie der Karnischen Alpen

Falls Du Dich eingehender mit der geologischen Vielfalt des Gesteins der Karnischen Alpen auseinandersetzen möchtest, empfiehlt sich ein Besuch auf dem Geologischen Lehrpfad zwischen Sillian und dem Naßfeld. Der Geo-Trail veranschaulicht auf Tafeln entlang des Weges die Eigenheiten der Region.

Ausgangsort: Parkplatz auf der Watschiger Alm
Dauer: knapp zwei Stunden, 3,8 Kilometer, 335 Höhenmeter
Öffnungszeiten: Juni bis September
» zur Tour |  Infos zum Geopark

Wandern in Osttirol: Dein perfektes Outfit

Osttirol überzeugt mit hochalpinem Flair und hohen Gipfel. Entsprechend solltest Du Deine Kleidung wählen: Du solltest immer auf kühlere Temperaturen und Wetterumbrüche gefasst sein. Natürlich ist ein Blick in den Wetterbericht unerlässlich. Mit unseren Jacken bist Du aber was Wind und Wetter angeht, schon mal auf der sicheren Seite. Für einen Ausflug ins Gebirge bietet sich eine Venturi-Stretch-Jacke bestens an, da sie nicht nur wasserdicht, sondern auch windabweisend ist:

» ZipIn! Jacket Skopje1 für Damen
» ZipIn! Jacket Vancouver1 für Herren

Wird es kühler, zippst Du einfach ein Fleece in Deine Regenjacke ein. Das Fleece kannst Du aber auch ohne Probleme als Jacke einzeln tragen:

» ZipIn! Fleece Tiflis1 für Damen
» ZipIn! Fleece Toledo1 für Herren

Mit Schöffel unterwegs in Osttirol

Wer am ersten Juliwochenende rund um Matrei in Osttirol unterwegs war, dem sind sie vielleicht aufgefallen: 22 wanderfreudige Gewinner eines unserer Händlergewinnspiele, die in Schöffel-Testbekleidung Stadt & Berge unsicher machten.

Am Samstag erkundeten sie gemeinsam mit einem Parkranger den Themenweg Großglockner. Auf dem Weg vom Lucknerhaus bis zur Lucknerhütte erfuhren sie nicht nur spannende Infos über die im Nationalpark angesiedelten Tiere, sondern begegneten auch Steinböcken, Gemsen und Murmeltieren.

Nach der gemütlichen, aber etwas frostigen Einkehr auf der Lucknerhütte ging es zurück zum Bus. Bei der anschließenden Stadtführung durch Lienz gab es nicht nur südländisches Flair, sondern auch eine kleine Exkursion in die Geschichte des kleinen Städtchens und der Region.

Den Tag ließ die Gruppe im Outside Hotel Matrei in Osttirol bei einem 5-Gänge-Menü ausklingen. Und natürlich kamen auch die Fußballfans in der Hotellounge auf ihre Kosten.

Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen von Schöffel Active: Mit dem Bus ging es für die Wandergruppe zum Matreier Tauernhaus, von dort ging es mit dem Traktorgespann weiter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Innergschlöss.

Drei Nationalpark Ranger begleiteten die Gruppe auf der Tour Richtung Gletscher. Die erstem 500hm bis zum Salzboden bestritten alle Teilnehmer gemeinsam, anschließend teilte sich die Gruppe: Für einen Teil ging es über tolle Felsformationen hoch bis zum Gletscher. Begleitet wurden die Wanderer von einer spektakulären Bergkulisse – auch, wenn sich der Großvenediger an diesem Tag leider immer hinter den Wolken versteckte.

Die restlichen Teilnehmer kehrten wieder um. Um den kurzen Regenschauer jedoch kam keine Gruppe herum. Beste Gelegenheit für unsere Regenjacken, Jacket Toronto für Herren und Jacket Neufundland für Damen, die Teilnehmer von ihrer Dichtigkeit zu überzeugen.

Bei abschließendem Kaffee & Kuchen wurden noch letzte Berggeschichten ausgetauscht, bevor es für alle dann wieder Richtung Heimat ging.

Weitere Eindrücke von diesem erlebnisreichen Wochenende findest Du in unserer Bildergalerie:

Titelbild: © xangai / Fotolia