Der Bayerische Wald ist nicht nur unter Wintersportlern außerordentlich beliebt, sondern hat auch in Frühling & Sommer einiges zu bieten: Urwald, große Wildtierbestände und den ältesten Nationalpark Deutschlands.

Es ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas – und ein unvergleichliches Wanderparadies. Entdecke mit uns naturbelassene Wanderrouten und unberührte Natur, den ältesten Nationalpark Deutschlands und den längsten Baumwipfelpfad der Welt im bayerischen Wald:

INHALT
Wandern im Bayerischen Wald: Das Gebiet rund um den Großen Arber erkunden
Nationalpark Bayerischer Wald: Wandern auf den Spuren der Wildtiere
Über den Wipfeln des Bayerischen Waldes: unterwegs in hohen Höhen auf dem Baumwipfelpfad
Das perfekte Outfit für Deinen Ausflug in den Bayerischen Wald

Der Bayerische Wald, auch Bayerwald genannt, befindet sich an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Das Mittelgebirge ist etwa 100 Kilometer lang und mehr als 130 Berggipfel mit über 1.000 Metern Höhe warten darauf, auf markierten Pfaden erkundet zu werden. Der größte Berg des bayerischen Waldes, der Große Arber, ist 1455,5 Meter hoch.

Erdgeschichtlich gehört der Bayerische Wald zum Böhmerwald, der gleichzeitig das höchste Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs ist. Der Bayerische Wald gliedert sich in den Hinteren Bayerischen Wald im Zentrum des Böhmerwaldes, die Regensenke und den Vorderen Bayerischen Wald. Spektakulär wird es zwischen Regensburg und Passau, wo die zwischen 300 und 350 Meter hoch gelegene Donauebene auf den Bayerischen Wald trifft: Dort erheben sich die Vorwaldberge und überragen die Ebene um bis zu 800 Meter (zum Beispiel der Einödriegel mit 1.121 m).

Der Bayerwald zählt übrigens zu den schneereichsten Regionen Deutschlands. Noch bis weit in den Frühling findest Du präparierte und intakte Langlaufloipen vor.

Wie der Urwald in den Bayerischen Wald zurückkehrte

Das Gebiet entlang der tschechischen Grenze wurde 1970 als erstes seiner Art in Deutschland zum Nationalpark erklärt. Mit der Erweiterung von 130 auf 240 Quadratkilometer im Jahr 1997 bildet es heute zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Šumava auf einer Fläche von 900 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Mitteleuropas.

Der Nationalpark ist seinerzeit unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ gegründet worden. Das Ziel dieser Initiative ist es, dass sich der Wald im Schutzgebiet völlig ohne Eingriffe des Menschen frei entfaltet und wieder zu einem „echten“ Urwald wird. Das ist ein Wald, der gewachsen ist, ohne dass der Mensch stark in seine Entwicklung eingegriffen hätte. Hier werden also weder Bäume gepflanzt noch abgeholzt. Das beinhaltet auch, dass sich der Borkenkäfer durch den Wald fressen darf, ohne dass eingegriffen wird. Die Parkleitung hofft auf die Selbstheilungskräfte des naturbelassenen Waldes.

Jährlich zählt das Gebiet mehr als zwei Millionen Besucher, die die etwa 6.000 Tier- und rund 700 Pflanzenarten bestaunen. Der größte Erfolg, der im Bayerwald bisher verzeichnet werden konnte, ist die Neuansiedlung des Luchses, dem größten katzenartigen Raubtier in Europa, der eine Schulterhöhe von 55 Zentimetern erreicht und in freier Wildbahn bis zu 14 Jahre alt wird. Die scheuen Tiere wirst Du aber nur mit viel Glück in freier Wildbahn entdecken. Schaugehege erlauben Dir aber einen fast hautnahen Kontakt mit diesen imposanten Raubtieren.

Wandern im Bayerischen Wald:
Das Gebiet rund um den Großen Arber

Kleiner Arbersee | © Arnold / Fotolia

Der Große Arber (1455,5 m) ist die höchste Erhebung im Bayerischer Wald, der auch die klimatische Waldgrenze erreicht. Der Berg liegt in den Landkreisen Regen und Cham und zählt bis zu 500.000 Besucher pro Jahr – der Große Arber ist ein beliebtes Wintersport- und Wanderziel. Der auch als „König des Bayerischen Waldes“ bezeichnete Berg besteht aus insgesamt vier Gipfeln: dem Hauptgipfel mit Gipfelkreuz, dem Bodenmaiser Riegel, dem Kleinen Seeriegel und dem Großen Seeriegel. Alle vier ermöglichen Dir jeweils grandiose Ausblicke auf den Bayerischen Wald, den Kleinen und Großen Arbersee und bei Fernsicht auch auf die Alpen.

Rissloch-Wasserfälle: Wanderung durch urwaldähnliche Natur. | © vencav / Fotolia

Wanderung auf den Großen Arber

Das Tourenpotential ist schier unerschöpflich. Eine besonders schöne, aber anspruchsvolle Tour führt Dich von Bodenmais über die Rissloch-Wasserfälle auf den Großen Arber. Auf 14,7 Kilometern überwindest Du in fünf Stunden mehr als 800 Höhenmeter. Deine Mittagsrast verbringst Du an den imposanten Wasserfällen, die sich ihren Weg durch den Wald bahnen. Den Rückweg versüßt Du Dir mit einer Einkehr in die Chamer Hütte. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich. (» zur Tour)

Eine weitere schöne, mittelschwierige Rundwanderung führt Dich vom Großen Arbersee zum Großen Arber. Auf elf Kilometern überwindest Du 600 Höhenmeter in knapp vier Stunden. Ausgangspunkt und Ziel ist der Parkplatz am Arberseehaus. Schönste Ausblicke belohnen Dich für die zurückgelegten Höhenmeter. (» zur Tour)

Nationalpark Bayerischer Wald:
Wandern auf den Spuren der Wildtiere

Nationalpark Bayerischer Wald | © outdoorpixel / Fotolia

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein äußerst beliebtes Naherholungsgebiet, das Du auf gut beschilderten Wanderwege in einem Wegenetz von beeindruckenden 320 Kilometern erkunden kannst. Der Nationalpark liegt zwischen Lusen und dem Großen Falkenstein an der tschechischen Grenze. Der Park zeichnet sich aus durch dichte, urwaldähnlichen Wälder, kleinen Seen, Hochmoore und liegt auf einer Höhe zwischen 700 und 1450 Metern.

In den Informationszentren des Parks – dem „Hans-Eisenmann-Haus“ in Neuschönau und dem „Haus der Wildnis“ in Ludwigsthal am Fuße des Großen Falkensteins – kannst Du Dich über die Entstehung des Waldes und Umwelt- sowie Artenschutzthemen informieren. Dort findest Du auch weitläufige Freigehege, in denen sich Bären, Luchse, Wölfe, Wildschweine, Wildpferde oder Urrinder in natürlicher Umgebung heimisch fühlen.

Wolf | © Nadine Haase / Fotolia

Erlebnisweg Urwaldsteig

Eine besonders schöne, mittelschwierige Tour ist der Urwaldsteig bei Bayerisch Eisenstein. Der Erlebnisweg führt Dich in urwaldartige Gebiete, in denen Du hautnah miterlebst, wie sich ein naturbelassener Wald selbst regeneriert. Für die 5,5 Kilometer lange Strecke, auf der Du 250 Höhenmeter überwindest, brauchst Du in etwa drei Stunden. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind erforderlich. Bei Wind und Regen solltest Du den Steig aber nicht betreten, weil einerseits Äste herunterfallen könnten und andererseits der Weg rutschig ist. (» Mehr Infos)

Weitere tollen Wandermöglichkeiten bieten folgende Gebiete:

  • das Urwaldgebiet Höllbachgspreng,
  • das Urwaldgebiet Mittelsteighütte und
  • der Urwalderlebnisweg Hans-Watzlik-Hain. Dieser ist besonders spannend, weil Du hier einen urwaldartigen Waldbestand bestaunen kannst. Und für alle Heiratswilligen: Unter der ältesten Tanne Europas kannst Du Dir standesamtlich das Ja-Wort geben – mit anschließendem Picknick im Hain. Viel Spaß beim Entdecken!

Über den Wipfeln des Bayerischen Waldes:
unterwegs auf dem Baumwipfelpfad

Ein Blick nach oben in den 44 Meter hohen Baumturm. | © Laszlo / Fotolia

Lust auf einen Waldspaziergang der besonderen Art? Auf einem Baumwipfelpfad kommst Du in Teile des Parks, die sonst unzugänglich sind und überblickst alles aus schwindelerregenden Höhen. Aber keine Sorge – passieren kann Dir dabei nichts, weil der Pfad perfekt abgesichert ist. Du wirst aus dem Staunen nicht herauskommen! Während Du die Baumpracht von oben beobachtest, trällern Dir Vögel ihre schönsten Frühlingslieder, Du genießt die Sonne über den Baumkronen – und spektakuläre Fernsichten.

Der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald ist mit seinen 1.300 Metern der längste weltweit. Deine Tour startet auf dem Parkplatz am Tierfreigelände im Nationalparkzentrum Lusen und endet am Hans-Eisenmann-Haus. Der Pfad verläuft in einer Höhe von acht bis zu 25 Metern. Highlight der Tour ist der 44 Meter hohe, eierförmige Baumturm, der Dir einen atemberaubenden Ausblick auf das Gebiet rund um den 1.373 Meter hohen Lusen – und bei guter Fernsicht sogar bis in die Alpen – bietet. Der Wipfelpfad im Bayerischen Wald ist barrierefrei, somit kannst Du auch im Rollstuhl auf Erkundungstour gehen. Nur beim Baumturm musst Du mit Einschränkungen rechnen, weil die letzten vier Meter auf einer Treppe zurückgelegt werden müssen. (» Mehr Infos)

Das perfekte Outfit für Deinen Ausflug in den Bayerischen Wald

Die kalten Wintermonate stecken Dir noch in den Knochen? Das macht nichts: Auf Deinen Streifzügen durch die Natur kommt Dein Kreislauf wieder in Schwung und Deine Frühlingsgefühle in Wallung. Bei Wanderungen im Bayerischen Wald kannst Du das Frühlingserwachen der Natur nämlich hautnah miterleben. Damit Du Dich bei dem kühlen Frühlingswind nicht unterkühlst und womöglich erkältest, haben wir perfekte Outfit-Tipps parat:

Eine atmungsaktive und windabweisende Regenjacke gehört unbedingt in Dein Gepäck. Im Frühjahr ist das Wetter noch recht wechselhaft: Du solltest auf alle Wetterkapriolen, nämlich auch Schnee, eingestellt sein. Das gelingt Dir mit unseren tollen Allwetterjacken. Die richtige Jacke für Dich findest Du dank unserer Kaufberatung:

Ebenso empfehlen wir Dir unsere Hybrid Jacken, die Du solo oder im Zwiebelprinzip zwischen Deiner Regenjacke außen und Deiner ersten Schicht am Körper trägst. Wohlige Wärme und ein perfekter Feuchtigkeitstransport sind Dir garantiert:

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Und für drunter? Da hast Du die große Auswahl: Egal, ob T-Shirt, Bluse, Hemd oder Top
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Titelbild: © fotosmoky / Fotolia