Sölden, Rettenbachferner. Gipfeltreffen der Top-Athleten auf 3.040 Metern über Null. Mit dem Auftakt geht der Alpine Ski Weltcup in die nächste Runde, diese Saison gar mit Olympia-Topping. Gleichzeitig ist Sölden die erste Standortbestimmung. Spätestens jetzt ist es wieder soweit: Hier oben kann man sich der Ski-Magie einfach nicht entziehen.

Was macht sie aus, die Faszination Sölden? Wer ist am Start beim Weltcup-Auftakt? Welche ÖSV-Stars müssen sich noch gedulden? Wir haben vorab für Dich alle wichtigen Infos rund um das Ski Weltcup Opening und die neue Saison. Außerdem gibt uns Anna Veith Einblick in ihr aktuelles Training und ihre Comeback-Pläne.

Startschuss in die neue Ski Weltcup Saison: Steil und schnell

Archivbild (Skilweltcup Opening im Oktober 2016) | © Benni Raich

Wenn am 28. Oktober 2017 in Sölden der Riesentorlauf der Damen und einen Tag später der der Herren beginnt, fällt gleichzeitig auch der Startschuss für die Olympia-Saison. Erstmal aber gilt es den Weltcup-Auftakt zu bewältigen – und der hat es in sich: Bei einer maximalen Neigung von 65% und mit Geschwindigkeiten von bis zu 85km/h jagen Favoriten, Hochtalentierte und Außenseiter den fast 1.200 Meter langen Weltcuphang von Sölden hinab. Die Höhendifferenz beträgt gut 370 Meter.

Die Herausforderung für die Athleten? Den Speed, den sie im mittleren, imposanten Steilhang aufbauen, in das Flachstück am Ende mitzunehmen und das Tempo hochzuhalten. Hier hat schon der ein oder andere wertvolle Sekunden verloren…

Die Strecke kann übrigens vom Ziel aus fast vollständig eingesehen werden. Auch ein Grund, dass Sölden auf Fans und interessierte Beobachter seit dem ersten Wettbewerb im Jahr 1993 einen besonderen Reiz ausübt.

ÖSV-Skistars: Mit Schöffel auf die Piste

Aber nicht nur für Fans ist Sölden ein ganz besonderes Rennen, auch auf die Athleten übt die Strecke eine ganz besondere Faszination aus. Hier sind schließlich in der Vergangenheit bereits ÖSV-Legenden wie der Sölden-Rekordtitelträger Hermann Maier, der sechsfache Gesamtweltcupgewinner Marcel Hirscher oder die Olympiasiegerinnen Michaela Dorfmeister und Anna Veith erfolgreich in die Saison gestartet.

Und auch wir von Schöffel sind wieder mit am Start: 2017 geht das Team Austria zum bereits zehnten Mal mit uns als Ausstatter in die Rennen der neuen Saison. Die bisherige Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen: Über 500 Podestplätze, 25 Kristallkugeln im Gesamt-Weltcup sowie 58 olympische und 39 WM-Medaillen konnten die ÖSV-Athleten seit der Zusammenarbeit einfahren (Stand: Dezember 2017). Vielfache Praxistests und ein optimal abgestimmtes Material lassen auch weiterhin auf zahlreiche Erfolge des ÖSV-Teams hoffen.

Ski Weltcup: Termine und Highlights

Und unser Schöffel-Rennanzug der Extraklasse wird auch dringend nötig sein, um das volle Programm meistern zu können: Der alpine Ski Weltcup führt die Athleten in der 52. Saison 2017/2018 zu über 80 Rennen auf drei Kontinenten. Das Finale findet Mitte März im schwedischen Åre statt. Neben der Jagd auf die Kristallkugeln gibt es in dieser Saison aber noch ein Highlight: Die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang, Südkorea, die vom 9.-25. Februar nächsten Jahres stattfinden. Für viele Athleten ist Olympia natürlich der Höhepunkt schlechthin, auch wenn die Ergebnisse dort für die Gesamtwertung des Ski Weltcups keine Rolle spielen.

Weitere Highlight Rennen sind zum Beispiel:

  • 19.-21.01.2018: Kitzbühel
  • 23.01.2018: Nachtslalom in Schladming
  • 27.+28.01.2018: Garmisch Partenkirchen (Herren)
  • 03.+04.02.2018: Garmisch Partenkirchen (Damen)
  • 14.-18.03. 2018: Finale Weltcup in Åre (Schweden)

Sölden: Viele ÖSV-Stars fehlen

© GEPA pictures

Zahlreiche ÖSV-Stars werden zum Auftakt in Sölden jedoch verletzungsbedingt noch keine Schwünge ziehen können, allen voran Marcel Hirscher: Der Gesamtweltcup-Titelverteidiger hatte sich Mitte August beim Training den linken Außenknöchel gebrochen. Momentan holt er die verloren gegangenen Schneetage auf und peilt im Idealfall einen Start im finnischen Levi im November an.

Aber auch für Eva-Maria Brem, die knapp ein Jahr nach dem Beinbruch vor ihrem Comeback steht, kommt der Weltcup-Auftakt zu früh, ebenso für Michaela Kirchgasser.

Und Philipp Schörghofer wird in Sölden ebenfalls nicht an den Start gehen können: Der Salzburger musste sein Training vergangene Woche aufgrund einer schmerzhaften Knorpelverletzung im rechten Knie abbrechen. Er hofft auf einen Start beim Riesentorlauf in Beaver Creek. Schörghofer war in der vergangenen Saison nach Marcel Hirscher (Disziplinsieger) der zweitbeste ÖSV-Riesentorläufer, er landete auf Platz zehn.

Ebenfalls nicht in Sölden am Start sind auch Matthias Mayer, Hannes Reichelt, Vincent Kriechmayr und Michael Matt, die aktuell noch nicht im Riesentorlauf starten, sondern sich vorerst auf ihre Disziplinen fokussieren.

Und wie geht es Anna Veith?

Anna Veith: „Ich lasse mir die Zeit, die ich brauche.“

Nach einer Operation am linken Knie Ende Februar diesen Jahres kehrte die Salzburgerin im September auf den Schnee zurück. Wie geht es ihr aktuell?

„Es geht mir sehr gut.
Ich habe einiges an Kraft aufbauen können, bin sehr glücklich wieder auf Schnee und Schi zu sein und freue mich auf das was kommt.“

Anna Veith

Nach einer Verletzung das erste Mal zurück auf Skiern – für einen Ski-Profi ein ganz besonderer Moment:

„Ich war davor schon etwas angespannt, aber auch voller Vorfreude.
Nach zwei, drei Schwüngen war mir klar: es passt alles.
Ich konnte schmerzfrei fahren, es hat sich einfach gut angefühlt wieder zurück auf Schnee zu sein.
Und ich habe dann schnell gemerkt: ich habe nichts verlernt :-)“
Anna Veith

Und wie sehen Annas Pläne für ein Comeback aus? Peilt sie eventuell ein Comeback Anfang Dezember in Lake Louise an?

„Entscheidend ist, dass ich jetzt nichts übertreibe und die Belastung nur langsam steigere.
Damit einfach die Sehne nicht gleich wieder überlastet wird. Wir sind da auf einem ganz guten Weg. Skitraining wechselt sich ab mit Kraft- und Kraftausdauer-Einheiten.

Was das Renn-Comeback angeht – kann ich nur sagen:
ich lasse mir die Zeit, die ich brauche und steige ein, wenn ich soweit bin.
Der Rennkalender ist da zweitrangig.“

Anna Veith

Wir drücken Anna und den anderen verletzten ÖSV-Stars natürlich alle Daumen und werden sie bei ihren ersten Rennen ganz besonders anfeuern.

Favoriten in Sölden: Wer geht an den Start?

Stephanie Brunner | © GEPA pictures

Obwohl neben den ÖSV-Athleten auch weitere prominente Namen wie beispielsweise die im letzten Jahr siegreiche Lara Gut (Schweiz) oder die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin Lindsey Vonn (USA) beim Gletscher-Rennen in Sölden fehlen werden, ist das Starterfeld dennoch attraktiv besetzt.

Als Top-Favoritin bei den Damen geht Gesamtweltcup-Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA) an den Start. Aber auch die Deutsche Viktoria Rebensburg, die 2010 bei Olympia im Riesenslalom in Vancouver Gold holte, hat Ambitionen auf das Treppchen.

Bei den Herren dürfte ihr Landsmann, der frische gebackene Papa und Sölden-Vorjahresdritte Felix Neureuther eine Extra-Portion Motivation mitbringen, genauso wie der Vorjahressieger Alexis Pinturault (Frankreich), der für manche auch als Anwärter für den Gesamtweltcup-Sieg gehandelt wird.

Stephanie Brunner
führt das Team der ÖSV-Damen an. Sie war vergangene Saison im Riesenslalom-Weltcup beste Österreicherin mit Platz 12, zudem WM-Fünfte. Bei den Herren sind es Manuel Feller und WM-Silbermedaillengewinner Roland Leitinger (Titelbild), die in Sölden das ÖSV-Herrenteam anführen werden. Ebenfalls am Start ist u.a. auch Marco Schwarz, der sich mit dem Riesentorlauf neben seiner Paradedisziplin Slalom eine zweite Disziplin aufbauen will.

Manuel Feller | © GEPA pictures
Marco Schwarz | © GEPA pictures

Die Vorfreude steigt

Es ist also alles angerichtet für den Premieren-Leckerbissen des alpinen Skiweltcups. Auf dem Rettenbachferner werden die ersten Weichen gestellt. Wer ist bereits in Olympia-Form? Wer rast überraschend ins Rampenlicht? Und bei wem hakt es noch? Es wird in jedem Fall mitreißend, oben auf dem Gletscher. Hier kann man sich ihr auch dieses Jahr nicht entziehen, der faszinierenden Ski-Magie.

Du bist auch bereits im Ski-Fieber? Dann schau unbedingt mal in unserem Online Shop vorbei. Neben unserer aktuellen Ski-Kollektion haben wir dort auch ÖSV-Jacken für Dich:

Titelbild: ÖSV-Athlet Roland Leitinger | © GEPA pictures