Alpenglühen – ein wunderschönes Phänomen

Das Alpenglühen ist ein Naturschauspiel der besonderen Art. Aber warum glühen die Berge eigentlich? In den Bergen ist es eigentlich immer schön. Besonders aber dann, wenn die Felshänge und Schneeflächen der Gipfel vom Licht der sehr tief stehenden Sonne erreicht werden. Denn dann schimmern sie rot.

So manch einer mag sich schon dazu verleiten lassen im Alpenglühen etwas Magisches zu erkennen. Tatsächlich steckt dahinter aber eine ziemlich einfache Erklärung. Etwas verkürzt gesagt: De facto spiegeln sich bloß die Lichtspiele des Sonnenuntergangs an den Gipfeln der Berge. Sie sind sozusagen die Leinwand fürs Abendrot.

Die drei Alpenglühen Schritte

Bei Sonnenauf- oder -untergang werden die entsprechend exponierten hochgelegenen Felswände der Alpen beschienen, während im Tal noch oder schon tiefer Schatten herrscht. Das Alpenglühen gliedert sich dabei in drei Phasen:

  1. Die ersten Farben des Sonnenuntergangs tauchen die Gipfel in ein glänzendes Rot.
  2. Mit dem Untergehen der Sonne erbleichen die Gipfel für kurze Zeit.
  3. Die zweite Färbung setzt ab und an danach ein und verleiht den Bergen einen rötlich-grauen Glanz.

Ist die Sonne erst einmal verschwunden, ist normalerweise auch das Schauspiel des Alpenglühens vorbei und die Gipfel verschwinden im tiefen Blau der Abenddämmerung. Hin und wieder aber gibt es Ausnahmen: An besonders sonnigen Tagen kann bis in die Nacht hinein ein schwaches Leuchten von Eis- und Schneeflächen wahrgenommen werden im dritten Schritt. Aber wie ist das möglich?

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Das Phänomen erklärt sich durch die sogenannte „Phosphoreszenz“ und bezeichnet nichts weiter als ein Nachleuchten nach intensiver Bestrahlung – auch noch in der Dunkelheit. Ursache dafür ist die strahlende Desaktivierung. Ein Vorgang, durch den Atome und Moleküle ihre überschüssige Energie an die Umgebung abgeben.

Wenn das Alpenglühen also auch relativ leicht wissenschaftlich erklärbar ist, tut das seinem Zauber keinen Abbruch. Wer in den Genuss kommt, die Gipfel hautnah beim Glühen beobachten zu dürfen, sollte darum auch nicht weiter nach den Ursachen fragen – sondern: Es einfach in vollen Zügen genießen!

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