Bei den Skirennläufern ist die Saison bereits in vollem Gange. Aber auch alle restlichen Wintersportfreunde stehen in den Startlöchern. Kannst du es auch kaum erwarten, endlich wieder die Pisten unsicher zu machen, über die Loipen gleiten und im Tiefschnee zu powdern? In vereinzelten Skigebieten hat die diesjährige Skisaison bereits begonnen. Jetzt fehlen dir zum maximalen Fahrspaß nur noch die richtige Ski-Bekleidung und gutes Material. Besonders wichtig ist hierbei natürlich der Ski und sein Belag. Wir verraten dir heute, was es beim Skiwachs alles zu beachten gibt:

 

Darum sollten Ski gewachst werden

Eine gute Pflege ist aus mehreren Gründen wichtig für einen Ski:

  • Die Gleitfähigkeit wird erhöht, da das Wachs die Reibung mit dem Schnee durch die wasserabstoßende Wirkung verhindert. Das Wachs macht den Belag so glatt und fettig, dass der Ski geradezu schwerelos über den Schnee hinweggleitet.
  • Dadurch erreicht man zum einen eine höhere Geschwindigkeit.
  • Zum anderen wird auf Grund der erhöhten Gleitfähigkeit ein kraftsparenderes Fahren ermöglicht. So hältst du länger durch.
  • Gleichzeitig wird aber auch die Lebensdauer der Ski verlängert. Die Skibeläge können hier mit einer Haut und deren Poren verglichen werden. Beim Wachsen fließt das Wachs in die Poren des Skibelags und verhindert dadurch das Oxidieren des Belages. Das bedeutet, dass der Ski nicht austrocknen kann.

Daran erkennst du, dass deine Ski neu gewachst werden müssen

Wenn der Skibelag weiße Stellen aufweist und spröde oder rau wird, benötigt der Ski unbedingt neues Wachs! Spätestens jedoch beim Losfahren spürt man dann, wenn der Belag gewachst werden muss. Man klebt geradezu am Schnee fest, kommt kaum noch vorwärts und es geht nur mit viel Mühe um die Kurve.

Generell sagt man jedoch, dass die Ski mindestens einmal pro Saison gewachst werden sollen und das am besten vor dem „Einsommern“. So kann der Skibelag über den Sommer nicht austrocknen und zu Beginn der Saison ist man sofort startklar!

So oft solltest du wachsen

Getreu dem Motto „Wer seinen Ski liebt, der wachst ihn“, ist ein Skiservice beispielsweise am Ende der Saison unumgänglich. Dabei bleibt dir überlassen, ob du deine Skier selbst wachst oder den Service durchführen lässt. Ein professioneller Skiservice beim Sporthändler enthält meistens noch mehr Leistungen, wie beispielsweise Belag- und Kantenschleifen. Dieser ist bereits ab 20€ erhältlich und somit nicht besonders teuer.

Bei einer guten Pflege solltest du den Belag regelmäßig mit Heißwachs behandeln, da der Belag so besser geschützt wird.

Eine optimale Pflege und somit das Beste was du für einen Skibelag tun kannst, ist nach jedem Skitag sofort mit Heißwachs, wenn nicht sogar Rennwachs, zu wachsen. Somit hast du garantiert am nächsten Tag das Maximale was du aus deinem Ski herausholen kannst. Der Aufwand dafür ist jedoch sehr hoch.

Unterschied zwischen Heißwachs und Kaltwachs

Prinzipiell kann zwischen Heißwachs und Kaltwachs unterschieden werden. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Wachsen liegen zum einem in der Art des Auftragens und zum anderen im Endergebnis.

Heißwachs ist in der Festform meistens in Stangen erhältlich. Um es zu verarbeiten wird es angeschmolzen und auf den Skibelag „aufgetropft“ und eingearbeitet. Das Wachs dringt in seiner flüssigen Form und durch das Aufbügeln leichter in die Poren des Belages ein. Die Folge davon ist eine deutlich längere Haltbarkeit.

Die Heißwachse sind zusätzlich unterscheidbar nach der Härte (Farbskala) und den Fluoranteilen. Je nach Einsatzzweck und Schneetemperatur werden unterschiedliche Wachshärten benötigt.

Die Vorteile des Heißwachses sind die lange Haltbarkeit, eine höhere Abriebfestigkeit, sowie eine porentiefe Reinigung. Auf der anderen Seite ist das Wachsen besonders zeitintensiv und es wird spezielles Equipment benötigt.

Kaltwachs ist entweder als Flüssigwachs zum Auftragen, Aufsprühen oder als Hartwachs zum Abreiben erhältlich. Das Kaltwachs wirkt jedoch nur oberflächlich und eignet sich daher eher für kurzfristige Anwendungen. Praktisch für unterwegs ist, dass man diese Wachse in einem handlichen Format kaufen kann. Wachs to go!

Die Vorteile des Kaltwachses sind ganz klar die einfache Handhabung und, dass ein schnelles Wachsen unterwegs einfach und ohne spezielles Equipment möglich ist. Die Haltbarkeit ist jedoch nur von kurzer Dauer und auch die Abriebfestigkeit ist relativ gering.

Je nachdem wofür du dein Wachs brauchst, kann noch einmal genauer unterschieden werden in Steig- und Gleitwachs:

Steigwachs: Nicht nur im Alpinen Sport müssen die Skier gewachst werden. Auch Langlauf oder Tourenski brauchen Pflege und Unterstützung. Hierfür gibt es ein spezielles Wachs, das so genannte Steigwachs. Es gibt mehr Grip bei Touren oder dem Langlaufen.

Gleitwachs: Das Gleitwachs hingegen stößt den Ski von der Schneefläche ab. Dadurch kommt man schneller voran.

Professionell werden Ski in 3 Phasen präpariert:
Gleitzone (= an den Skienden vorne und hinten) mit Gleitwachs.
Steigzone (=Bindungsbereich) mit Steigwachs.

So wählst du das richtige Wachs

Um das richtige Wachs auszuwählen, sind viele Faktoren entscheidend. Vor allem die Schneetemperatur und die Schneebeschaffenheit beeinträchtigen den Reibungseffekt mit dem Skibelag.

Die Schneebeschaffenheit stellt dabei den wichtigsten Faktor dar, daher sollte das Wachs genau auf die herrschenden Schneeverhältnisse angepasst sein. Denn nur so kommt dein Ski richtig zum gleiten und du erlebst ein tolles Fahrgefühl. Hierbei kannst du zwischen Neuschnee, Altschnee, Kunstschnee und Nassschnee unterscheiden.

Unterschied zwischen Hobbyskifahrer und Skirennläufer
Im Weltcup finden die klassischen Wachse schon lange keine Verwendung mehr. Denn die Stars setzen auf andere Geheimwaffen: Beispielsweise aus einer Mischung aus organischen und synthetischen Paraffinen und Fluor: Diese Kombination führt dazu, dass kaum noch Schmutz aufgenommen wird und gleichzeitig die Gleitfähigkeit erhöht wird, da das Wasser noch mehr abgestoßen wird.

Titelbild: © Elizaveta / Fotolia

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